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Bio-Stör – eine Delikatesse aus Bocholt

Autor: Carsten
abgelegt in: Produkte, Tierhaltung

Der Bio-Stör kommt aus Bocholt im schönen Münsterland. Aus seinen Zuchteiern wird eine Delikatesse, nämlich Bio-Kaviar, gewonnen, den man, anders als bei dem in wilder Natur lebenden Stör, mit gutem Gewissen essen kann.
Stör candescent©FlickrAus der größten Fischart, dem freilebenden Beluga-Stör, gewinnt man nämlich die teuersten Eier, die auf dem Kaviarmarkt gefragt sind. Genau diese Tatsache ist jedoch auch dafür verantwortlich, dass Störe in mehreren Regionen fast ausgestorben sind.

Wilder Stör – Rarität hat ihren Preis

Der Kaviar der wilden Störarten Beluga, Osietra und Sevruga eroberten die Gourmetküchen. Vor allem die Fischeier der größten Fischart, dem Beluga-Stör, waren sehr gefragt und kosteten sage und schreibe 860 Euro für gerade mal eine Menge von 100 Gramm.

Die kleinen schwarzen oder hellgrauen Kugeln waren so begehrt, dass aufgrund von Wilderei, Umweltverschmutzung oder Überfischung die Störe des Kaspischen und Schwarzen Meeres fast ausgestorben sind.

2009 sprach die zuständige Behörde Cites ein Verbot von Wildfängen zu Gunsten des Tierschutzes aus, so dass alle nun auf dem Markt verkauften Produkte entweder aus der Tiefkühltruhe oder aus Schmugglerhänden stammen.

Bio-Stör – eine gute Alternative

Inzwischen gibt es eine gute Alternative, nämlich den gezüchteten Bio-Stör aus Bocholt, den man ohne schlechtes Gewissen essen kann. In einem vier Hektar großen und 20 Meter breiten Münsterländer See hält Stefan Dissel kaspische Bio-Störe, die mit Forellen, Aalen, Karpfen und Zander das Gewässer teilen.

Stefan Dissel ist einer der Gründer der Goldsee GmbH, die verschiedene Fische, darunter auch den Bio-Stör, anbieten. Der Vorteil daran ist, dass die Fische in einer natürlichen Umgebung aufwachsen und sich ihre Nahrung selbst suchen. Es wird weder zugefüttert, noch sonstige chemische Behandlungen betrieben. Daher dauert die Eierproduktion bei den Bio-Stören auch 12 Jahre.

Die Firma Goldsee steht für Qualität und garantiert aufgrund der EG Öko-Verordnung eine umweltgerechte und biologisch wertvolle Haltung der Fische. Nicht umsonst ist die Firma Bio-zertifiziert. Um dem hohen Standard gerecht zu bleiben, schlägt sich dies im Preis der Produkte nieder. Der qualitativ hochwertige Wildkaviar vom Bio-Stör ‘Osietra Imperial Malossol‘ kostet 2.000 Euro pro Kilo, der exquisite Beluga-Kaviar  ist mehr als doppelt so teuer. Bio-Kaviar unterscheidet sich vom wilden Kaviar im milden Geschmack.


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