Absolut Bio

Erfahren, was wirklich BIO ist
 


Archiv: Bio-Anbau

Ökolandbau und PR

Autor: Ariane
abgelegt in: Allgemein,Bio-Anbau

Für alle, die den ökologischen Landbau populärer machen wollen, gibt es eine sehr hilfreiche Seite im Internet.

Auf der Seite von Oekolandbau.de gibt es einen ganz hervorragenden Public Relations- Leitfaden für Ökobauern,  Erzeugergemeinschaften, Verbände,  Großküchen und andere Interessierte. Die direkte Verbraucheransprache wird hier ebenso näher gebracht wie die Eigenwerbung , die Umsetzung von Aktionen sowie Projekten. Unter “Downloads” gibt es Vorentwürfe für Flyer und Plakate und ausserdem findet man 52 anregende Aktions-Ideen rund um das Thema “Bio”. Also genau das Richtige für alle, die sich schon immer engagieren wollten, aber bislang nicht wussten, wo und wie. :-)


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Die SPD-Bundestagsfraktion will mit einer parlamentarischen Initiative die EU-Regelungen zur grünen Gentechnik verschärfen.

Ziel der Initiative sei es, den Druck auf Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) noch mehr zu erhöhen, sich für tiefgreifende Änderungen des Gentechnikrechts zu engagieren. Insbesondere soll eine Rechtsgrundlage dafür geschaffen werden, dass sich Landkreise verbindlich zu gentechnikfreien Zonen erklären können. Außerdem gehe es um Änderungen bei Saatgutkennzeichnung sowie Genehmigungsrecht. Die SPD wirft der CDU/CSU vor, sich nicht eindeutig zu positionieren und ihr “Fähnchen nach dem Wind” zu richten.

So ganz ohne Gegenwind steht die SPD mit der Initiative allerdings nicht da.

Wissenschaftler verschiedener Universitäten wiesen auf die Unangebrachtheit solcher Forderungen hin; die Regelungen seien eindeutig und scharf genug formuliert. So sei seit 1998 keine transgene Pflanze mehr für den Anbau in der EU zugelassen wurde und die Vorgaben zur Risikobewertung vor der Markteinführung neuer Pflanzen seien detailliert, nicht zuletzt durch Post-Market Monitoring. Gentechnikfreie Regionen bestünden auf der Grundlage von einzelnen Landwirten und das solle auch so bleiben, so die Mehrheit der sich zu Wort meldenden Wissenschaftler.

Da stellt sich mir die Frage, was höher zu bewerten ist: Die Entscheidungsbefugnis der Gemeinschaft oder des Einzelnen?


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Die Folgen der globalen Umstellung auf Biosprit nehmen immer groteskere Züge an.

Stellte sich in der letzten Woche die Frage, ob Biosprit schuld an wachsender Armut sei, so warnen Ökologie-Experten in den USA vor einer drohenden Ökokatastrophe.

So wird berichtet, dass die für die Biosprit-Produktion benötigten Düngemittel von amerikanischen Bauern auf Maisfeldern am Mississipi und Atchafalaya von den Feldern in die Flüsse absickern. Mit dem Fluss fließe der Dünger dann Richtung Meer. Wenn jetzt die Biosprit-Produktion wie geplant anlaufe, so drohe dem Golf von Mexiko eine Vergrößerung der “Todeszone”, in der weder Fische noch Pflanzen leben können, weil der Sauerstoffgehalt viel zu niedrig ist.

Damit ist eine weitere, dem Umweltschutzgedanken vollkommen gegenläufige “Nebenwirkung” des Biosprits bekannt. Was bringt es, die Umwelt durch den richtigen Sprit zu schützen, wenn wir sie gleichzeitig durch die Dünger für diesen Sprit effektiv zerstören? Es ist wirklich fraglich, ob der globale Nutzen des Biosprits die Ausweitung der Todeszone im Golf von Mexiko rechtfertigt.

Für mich hat sich der neue Kraftstoff damit schon längst eingereiht in die lange Reihe der Produkte, auf denen “Bio” draufsteht, die der Umwelt aber auf lange Sicht mehr schaden als nützen.


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Kaum zu glauben, dass zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Menschen noch Angst vor dem Nachtschattengewächs hatten. Wo es doch so lecker und gesund ist!

Wann, wie und durch wen die Kartoffel unseren Kontinent erreichte, ist bis heute umstritten. Man nimmt das Jahr 1555 an, denn da erreichte die Kartoffel nachweislich Spanien.

Form und Größe der Kartoffeln hängen zum einen von der Sorte ab, zum anderen von der Laune der Natur ©ortrun/Flickr

Erst wurde sie wegen ihrer wunderschönen Blüten als Zierpflanze in den Gärten angebaut, bis sich irgendwann herausstellte, dass die Frucht der Pflanze doch ziemlich wohlschmeckend war. Wo und wann die Kartoffel in Deutschland erstmals in Erscheinung getreten ist, kann man nicht genau sagen- Bayern und Berlin streiten sich da bis heute um die Vorreiterrolle ;-) Vermutlich war es jedoch um das Jahr 1650 herum.

Mehr als 5000 verschiedene Kartoffelsorten gibt es weltweit. Die einen werden im Juni geerntet, die anderen im Oktober, die einen zerfallen beim Kochen, wieder andere bleiben fest. Man unterteilt die Sorten unter anderem in Sorten zur Weiterverarbeitung, wie zum Beispiel Pflanz- und Futterkartoffeln, und in Speisekartoffeln, die wiederum in festkochende, mehligkochende, vorwiegend festkochende und sonstige Kochtypen untergliedert werden.

Die Kartoffel hat nicht nur eine günstige Nährstoffzusammensetzung, sondern ist auch ideal zur Kombination mit anderen Speisen. Nicht umsonst ist sie die beliebteste Beilage. Sie sind vitaminreich und kalorienarm.

Wie eine Studie der Ohio State University aus dem Jahr 2005 belegt, schmecken Kartoffeln aus Bio-Anbau intensiver. Grund hierfür sind die natürlichen Abwehrstoffe des Erdapfels, die Glykoalkaloide. Der besondere Geschmack von Bio-Kartoffeln wird durch ein langsameres Wachstum begünstigt, da sie nicht mit chemisch-synthetischem Stickstoff gedüngt werden. Aufgrund dieser Tatsache haben Bio-Kartoffeln auch einen sehr geringen Nitratgehalt und enthalten weniger Wasser. Zudem sind Kartoffeln aus ökologischem Anbau weitgehend frei von Schadstoffen.

Die Speisekartoffeln tragen so schöne Namen wie Stella, Freya oder Christa und so gibt es zu jedem Gericht und für jede Zubereitung die ideale Kartoffelsorte. Fest kochende Sorten wie Selma, Linda oder Nicola eignen sich gut für Gratins, Salate, Bratkartoffeln und Pellkartoffeln. Vorwiegend fest kochende Kartoffeln wie Christa, Gloria oder Marabell lassen sich hingegen nach dem Kochen gut mit der Gabel zerteilen, daher sind sie bestens als Beilagen geeignet. Für Eintöpfe, Püree, Klöße oder Reibekuchen sollten mehlige Sorten wie Likaria, Melina, Freya und Saturna verwendet werden.

2008 wurde übrigens offiziell von den Vereinten Nationen als “Jahr der Kartoffel” deklariert, also nichts wie ran an die Knolle! :-D


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Topinambur: nicht nur lecker!

Autor: Ariane
abgelegt in: Bio-Anbau

Wer hätte das gedacht: Topinambur, in Deutschland schon seit 1610 bekannt und zeitweise Grundnahrungsmittel, ist nicht nur zum Essen ideal!

Die Topinambur-Knolle ist ein richtiger Allrounder! ©tillwe/Flickr

Heute werden ja nicht nur die alten Gemüse neu aufgetischt und variiert, sondern ganz nebenbei entdeckt man immer mehr Vorzüge bei den doch altbekannten Pflanzen. So zum Beispiel bei Topinambur. Oder wussten Sie etwa schon, dass diese Pflanze nicht nur schon lange vor der Kartoffel bei uns bekannt und beliebt war, sondern dass sie auch als Energiepflanze und damit als nachwachsender Rohstoff ideal ist?

Ich wusste dies bis vor Kurzem nicht. Bis ich mich mal näher mit Topinambur beschäftigt habe; Auslöser dafür war mal wieder meine heissgeliebte Biokiste ;-) Ja, Bio macht eben nicht nur gesund, sondern auch schlau! :-D

Auf der Suche nach einem Rezept stieß ich hierbei auf die Info, dass Topinambur aufgrund der guten Anbaueigenschaften und der hohen Biomasseproduktion eine ideale Energiepflanze ist. Sowohl die vegetativen Teile der Pflanze als auch die Knollen lassen sich nämlich zu Biogas und Bioethanol vergären oder zu Brennstoff trocknen und verarbeiten. Gut für die Umwelt!

Für die Biogasnutzung ist eine mehrjährige Kultur möglich.
Der Trockenmasseertrag (Kraut und Knollen) kann bis zu 30 Tonnen pro Hektar betragen. Mit ca. 8.140 Kubikmeter Biogas pro Hektar kann aus dem Krautertrag rund 10 Prozent weniger Biogas gewonnen werden als bei Silomaisanbau. Erntet man auch die Knollen , ist ein zusätzlicher Ertrag von etwa 2.150 Kubikmeter Biogas pro Hektar möglich. Allerdings gibt es erst seit wenigen Jahren Anbauerfahrungen mit Topinambur zur Energienutzung.

Na da schau her. Und hübsch anzuschauen ist Topinambur auch noch, na das nenn ich mal einen Allrounder! :-D


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In Zeiten, in denen besonders gentechnisch veränderter Mais verbreitet angebaut wird, Risiken noch nicht einzuschätzen sind und die Gemüsesorte Mais unter dieser Diskussion leidet, ist es doch gut zu wissen, woher der Mais auf dem Teller stammt. Eigener Anbau hat aber noch ganz andere Vorteile…

Mais wird skeptisch beäugt ©bingbing/Flickr

BANTAM hat es sich zum Ziel gemacht, den Anbau von samenfestem Mais in Deutschland auszuweiten. Samenfest sind Sorten aus deren Saatgut Pflanzen wachsen, die im Wesentlichen dieselben Eigenschaften haben, wie die Elternpflanzen. Sie können natürlich vermehrt und erhalten werden. Die Macher hinter BANTAM sprechen sich deutlich gegen Genmanipulation aus, da sie sich nicht mit deren wichtigsten Zielen, nämlich der Wirtschaftlichkeit durch Pestizidresistenz und Insektengiftigkeit, identifizieren können. Da sie zudem in der Monopolisierung des Saatgutes weltweit und in der Bedrohung der Artenvielfalt große Gefahren sehen, haben sie die Initiative BANTAM ins Leben gerufen.
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Und nochmal die Biokiste

Autor: Ariane
abgelegt in: Bio-Anbau,Ernährung

In einigen älteren Beiträgen wurde ja bereits von der Biokiste gesprochen und den Vorteilen, die sie vor allem gesundheits- und ernährungsbewussten Konsumenten bietet. Naturkost ist eben nur schwer zu überbieten!

Und glücklicherweise befinden wir uns ja in einem Zeitalter, in dem man per Internet nahezu alles ordern kann. So natürlich auch die Lieferung von Öko-, Bio- und Naturkostkisten. Bundesweit!

Gemüse kann kaum frischer und schmackhafter sein als direkt vom Bio-Bauern ©austinevan

Auf der Website von Naturkost.de gibt es beispielsweise eine hervorragende Suchfunktion, über die man schnell und unkompliziert durch die Eingabe von KFZ-Kennzeichen oder Landkreis einen Lieferservice im direkten Umfeld finden kann.

Über diese Suchfunktion habe ich vor nun mehr drei Jahren die “Märkische Kiste” gefunden und werde seitdem Woche für Woche von Familie Scholz mit leckerem Obst und Gemüse versorgt.
Wenn ich mal nicht zuhause bin, wird die Kiste an einem mit mir vereinbarten Versteck hinterlegt, sodass ich in jedem Fall pünktlich am Mittwoch in den Genuss meiner Kiste komme. Zudem liefern mir die Scholz` jede Woche leckere Rezepte, passend zum Inhalt der Kiste, mit und Informationen über das Gemüse und das Obst.

Oft schon hatte ich Sorten in der Kiste, die ich bis dahin noch nie probiert hatte. Wer kauft schon ahnungslos auf dem Wochenmarkt eine Salatsorte, die aussieht wie Klee? ;-) Besagter Salat mit dem Namen Postelein ist mittlerweile zu meinem absoluten Lieblingssalat geworden. Auch an frische Rote Beete oder Pastinaken hatte ich mich zuvor nie heran getraut- und bin mittlerweile ein Riesenfan geworden.

Was mich besonders begeistert, ist die Flexibilität der Märkischen Kistler: Mag ich eine Obst- oder Gemüsesorte nicht, kann ich einfach per eMail Bescheid sagen und bekomme in Zukunft eine andere Sorte.

Das Angebot ist groß. Von der Obstkiste über die Rohkostkiste zur normalen Biokiste, außerdem wäre da noch die Schonkostkiste, die Käsekiste und vieles vieles mehr. Zusätzlich zur Kiste kann man noch zahlreiche andere Produkte wie zum Beispiel Käse, Wein oder Fleisch bestellen. Und natürlich muß man nicht gleich ein Abo abschließen, sondern kann sich erstmal durch die verschiedenen Kisten probieren, eh man sich entscheidet. Nimmt man dann das Abo, kommt man natürlich günstiger weg. Ich zahle für meine Biokiste (Standard), die für unseren kleinen Zwei-Personen-Haushalt meistens ausreichend ist, durchschnittlich zwölf Euro.
Und spare damit im Vergleich zu Supermarkt-Bio-Preisen im Schnitt mindestens zehn Euro, vom erheblich besseren Geschmack mal ganz zu schweigen! Muss da ich wirklich noch näher erklären, warum ich meine Biokiste liebe? :-)


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Die Öko-Idee

Autor: Constanze
abgelegt in: Bio-Anbau

Denkt man an Öko oder Bio fallen einem ja irgendwie immer erst einmal die 68er und die Grünen-Bewegung der 70er Jahre ein. Dabei liegt die Idee schon viel länger zurück.

Bio-Bauernhof unter Demeter © txceylon/flickr

Die Ursprünge der Öko-Idee liegen in der Lebensreformbewegung. Sie hat schon vor 100 Jahren hervorgebracht, was man heute unter Naturkost versteht. Initiatoren waren vor allem Lebensmittelverarbeiter – aus den USA, die sich mit dem Angebot von “Gesundkost” neue Geschäftsfelder erschließen wollten. Der bekannteste unter ihnen war Dr. John Harvey Kellogg, der Erfinder der Kelloggs Cornflakes. Ob diese nun heute noch etwas vom Öko-Gedanken mit sich tragen, sei mal dahin gestellt…

In Deutschland waren es unter anderen Otto Steinmetz und Joseph Hipp, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts erste Patente zur gesundheitlich vollkommenen Herstellung von Brot und Zwieback anmeldeten. 1900 wurde dann auch der erste Laden mit “Bio”-Lebensmitteln eröffnet: das Reformhaus “Jungbrunnen” in Wuppertal. Mit der heutigen Bio-Branche hat das natürlich nicht viel zu tun. Aber in der Lebensreformbewegung lagen die Anfänge des Bio-Anbaus. Die Ideen am Anfang des 20. Jahrhunderts drehten sich um Themen wie: natürliches Leben, Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, Vegetarismus und Autarkie sowie die Herstellung von gesunden naturnahen Lebensmitteln – was sicherlich eine Reaktion auf die sich immer mehr beschleunigende Industrialisierung war.

1924 wurde dann der Begriff “Biologische Landwirtschaft” ins Leben gerufen, und zwar von Rudolf Steiner, der Vorlesungen zur biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise anbot und sich mit dem Thema “Anthroposophie” auseinandersetzte. Sie erhebt den Anspruch, nicht allein die materiellen Substanzen und die physischen Abläufe der Natur, sondern auch übersinnliche, kosmische Kräfte als Gestaltungsfaktoren im Blick zu haben. Die Förderung eines gesunden Zusammenspiels von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie Erde und Kosmos, kurz: der ganzen Umwelt, steht im Mittelpunkt. Die Erzeugung gesunder Nahrungsmittel ist dabei nicht erstes Ziel, sondern Konsequenz.

Demeter-Logo © lillylain/flickrAus diesen Überlegungen entstanden erste praktische Anwendungen in der “Verwertungsgenossenschaft für Produkte der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsmethode”, woraus 1928 das geschützte Kennzeichen “Demeter” hervorging. Demeter hat sich mittlerweile zu einen weltweiten Verband von landwirtschaftlichen Erzeugern entwickelt und ist bis heute nicht nur der älteste, sondern auch der einzige Anbauverband der ökologischen Landwirtschaft, der auf die Prinzipien von Rudolf Steiner zurückgeht. Seine Kriterien sind deswegen auch viel strenger als die des Bio-Siegels. Andere Methoden und Verbände folgten, grundlegend war aber auch für sie die Idee von Rudolf Steiner, jeden landwirtschaftlichen Betrieb als Individualität und Organismus zu betrachten.

Fazit: Lebensreformbewegung und Anthroposophie mögen ja irgendwie esoterisch daher kommen, aber besagtes Zusammenspiel von Natur, Mensch und Tier, Erde und Kosmos wünscht man sich doch auch in klimageschädigten Zeiten wieder. Und der Erfolg von Demeter scheint auch für sich zu sprechen…


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Bio vom Ende der Welt?

Autor: Constanze
abgelegt in: Bio-Anbau

Um die starke Nachfrage nach Bioprodukten bedienen zu können, stammen viele Produkte aus dem Import. Zum Beispiel Äpfel aus Neuseeland oder Kaffee aus Lateinamerika. In klimageschädigten Zeiten scheint dies ein Unding zu sein. Was sollte auch schon ökologisch sein, das erst per Flugzeug eingeflogen werden muss und somit das Klima belastet?

Der Planet Erde in zwei Händen © aussigall/flickr

Klar ist es, dass dann viele Konsumenten lieber Produkte aus der Region bevorzugen. Aber, wie eine Studie des Öko-Instituts festgestellt haben will, ist es für das Klima eher zweitrangig, woher das Essen stammt. Positivere Wirkungen auf das Klima hat tatsächlich, dass überhaupt der Landbau nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet wird und Treibhauseffekte ausgeglichen werden – und dies ganz egal, von wo aus auf der Erde. Bio-Lebensmittel produzieren somit ein Drittel weniger Treibhausgase als konventionelle. Das Blatt Schrot & Korn spitzt treffend zu: „Es ist egal, ob der Apfel aus Argentinien oder Bonn kommt. Wichtiger ist es, mit dem Rad einzukaufen.“
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Keine Alternative zu Bio!

Autor: Constanze
abgelegt in: Bio-Anbau,Ernährung

Man mag hin und her überlegen, dem Bio-Boom skeptisch gegenüber stehen oder über Skandale in der Biobranche grübeln, aber eines steht fest: Zu ökologischen Lebensmitteln gibt es einfach keine Alternative. Und dies sind die Gründe dafür, warum das so ist:

Rapsfeld im Sommer©Dirk Schmidt/PIXELIO

  • Weil auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet wird, benötigen Öko-Bauern nur ein Drittel der Energie, die ein konventioneller Betrieb benötigt. So wird die Natur und das Klima geschützt.
  • Mehr Gemüse ist nicht nur für die Gesundheit gut, auch der Anbau von Gemüse verursacht längst nicht soviel Kohlenstoffdioxid-Ausstoß wie die Tierhaltung: Pro Kilo Rindfleisch werden 6,5 Kilo CO2 freigesetzt, für Obst nur ein halbes Kilo, pro Kilo Gemüse nur durchschnittlich 150 Gramm.
  • Der Import von Lebensmitteln per Flugzeug schadet dem Klima 80-mal mehr als per Schiff oder 300-mal mehr als die heimische Erzeugung. Gemüse und Obst, aber zum Beispiel auch Mineralwasser aus der Region lautet die Devise für nachhaltigen Konsum.
  • Frische Lebensmittel haben weniger schädlichen Einfluss auf das Klima als Tiefkühlkost – obwohl es die inzwischen auch in reichlicher Bio-Qualität gibt. Trotzdem: Sechs Kilogramm CO2 werden pro Kilo Tiefkühlmahlzeit verpulvert, dazu kommt die Energie, die für die Kühlgeräte im Supermarkt und zu Hause verschwendet wird.
  • Es gibt immer mehr Studien, die gesundheitliche Vorteile der Bio-Kost gegenüber konventionell erzeugten Lebensmitteln belegen. (Quelle: Ökotest 07/2007)

Biologisch angebaute Lebensmittel haben also nicht nur für den Einzelnen Vorteile. Die umweltgerechte Wirtschaftsweise und der die Natur achtende Anbau bringen ein enormes Plus für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Erde.

Kaninchen mit Möhre © jaimuima/ flickr

Also: auf Bio umsteigen! Dass Bio besser schmeckt und in Tests bevorzugt wird, davon wird man sich schnell überzeugen können. Sogar Kaninchen mümmeln lieber Bio-Möhren…


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