Absolut Bio

Erfahren, was wirklich BIO ist
 


Archiv: Bio-Anbau

Keine Alternative zu Bio!

Autor: Constanze
abgelegt in: Bio-Anbau,Ernährung

Man mag hin und her überlegen, dem Bio-Boom skeptisch gegenüber stehen oder über Skandale in der Biobranche grübeln, aber eines steht fest: Zu ökologischen Lebensmitteln gibt es einfach keine Alternative. Und dies sind die Gründe dafür, warum das so ist:

Rapsfeld im Sommer©Dirk Schmidt/PIXELIO

  • Weil auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet wird, benötigen Öko-Bauern nur ein Drittel der Energie, die ein konventioneller Betrieb benötigt. So wird die Natur und das Klima geschützt.
  • Mehr Gemüse ist nicht nur für die Gesundheit gut, auch der Anbau von Gemüse verursacht längst nicht soviel Kohlenstoffdioxid-Ausstoß wie die Tierhaltung: Pro Kilo Rindfleisch werden 6,5 Kilo CO2 freigesetzt, für Obst nur ein halbes Kilo, pro Kilo Gemüse nur durchschnittlich 150 Gramm.
  • Der Import von Lebensmitteln per Flugzeug schadet dem Klima 80-mal mehr als per Schiff oder 300-mal mehr als die heimische Erzeugung. Gemüse und Obst, aber zum Beispiel auch Mineralwasser aus der Region lautet die Devise für nachhaltigen Konsum.
  • Frische Lebensmittel haben weniger schädlichen Einfluss auf das Klima als Tiefkühlkost – obwohl es die inzwischen auch in reichlicher Bio-Qualität gibt. Trotzdem: Sechs Kilogramm CO2 werden pro Kilo Tiefkühlmahlzeit verpulvert, dazu kommt die Energie, die für die Kühlgeräte im Supermarkt und zu Hause verschwendet wird.
  • Es gibt immer mehr Studien, die gesundheitliche Vorteile der Bio-Kost gegenüber konventionell erzeugten Lebensmitteln belegen. (Quelle: Ökotest 07/2007)

Biologisch angebaute Lebensmittel haben also nicht nur für den Einzelnen Vorteile. Die umweltgerechte Wirtschaftsweise und der die Natur achtende Anbau bringen ein enormes Plus für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Erde.

Kaninchen mit Möhre © jaimuima/ flickr

Also: auf Bio umsteigen! Dass Bio besser schmeckt und in Tests bevorzugt wird, davon wird man sich schnell überzeugen können. Sogar Kaninchen mümmeln lieber Bio-Möhren…


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Bio? Nur echt aus der Heimat!

Autor: Constanze
abgelegt in: Bio-Anbau,Ernährung

Obwohl das Wachstum auf dem Biomarkt nicht anhält, lassen sich doch neue Trends in den Ess- und Konsumgewohnheiten so mancher Kunden ablesen: Das, was wirklich “bio” ist, stammt vom Bauern nebenan.

Regionale Produkte werden immer beliebter. Ob Obst, Gemüse oder Fleisch: sogar Spitzen-Köche lassen sich schon lange von ausgesuchten Bauernhöfen ihres Vertrauens beliefern und setzen traditionelle und urwüchsige Speisen auf ihre Karte. Und dies nicht nur, aufgeschreckt von diversen Lebensmittelskandalen, die auch die nachhaltige Produktion betreffen. Nein, man sehnt sich quasi nach der Rückkehr zu defigen Eintöpfen und Hausmacherwurst à la Großmutter. Und ganz nebenbei Tomaten, die erst aus Spanien angeflogen werden müssen, können ja auch nicht mehr ganz bio sein.

Regionaler MarktDas, was Kunden wünschen, ist nicht mehr nur der ökologische Anbau, sondern auch die Direktvermarktung der Produkte. Nicht klimaschädigend, sondern mit kurzen Transportwegen – das sind die Vorteile des Biobauerns aus der Region.

Dies haben auch schon die Supermarktketten erkannt und wollen gebührend darauf reagieren. Edeka z.B. möchte jetzt mit lokalen Erzeugern zusammenarbeiten und unter der Marke “Unsere Heimat – echt & gut” ein Produktsegment anbieten, das nur Produkte aus regionaler Herstellung beinhaltet. Sogar mit mehr Qualität und Garantie als die mit dem herkömmlichen Bio-Siegel ausgestatteten Produkte. Das kostet natürlich dem Verbraucher dementsprechend auch mehr Geld. Und auch ein weiteres Problem stellt sich den Ketten, wenn die Nachfrage nach regionalen Produkten weiter anhält: Die großen Mengen können kleine Bauernhöfe, die umweltgerecht produzieren, auf lange Sicht natürlich nicht liefern – sonst hätten wir schließlich nie Probleme mit unseren Ernährungsgewohnheiten und der Lebensmittelherstellung gehabt: Erst die Entwicklung hin zur Massenware bringt die schlechtere Qualität und den Rückgriff auf industrielle Produktionmaßnahmen mit sich.

Inhalt einer Biokiste

Was also tun? Lassen wir die Supermärkte doch einfach mal außen vor – und bestellen direkt beim Hof nebenan oder vor den Stadttoren. Immer beliebter wird die sogenannte “Biokiste”. Einmal pro Woche stellt der Bauernhof der Wahl eine Kiste mit saisonalem Obst und Gemüse aus seinem Anbau zusammen und liefert sie direkt nach Hause. So entfällt lästiges Einkaufen und mühseliges Auswählen, es ist immer frisches Obst und Gemüse im Kühlschrank und – die Biokiste lädt ein, gesund zu kochen. Einfach einen Bauernhof in der Nähe suchen und ausprobieren!


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Am Freitag begann in Berlin die 73. Internationale Grüne Woche, die weltgrößte Landwirtschaftsmesse. 1.500 Aussteller aus der Landwirtschaft und dem Lebensmittelbereich stellen noch bis zum 27. Januar an die 100.000 Produkte aus aller Herren Länder aus. Partnerland ist in diesem Jahr die Schweiz.

Logo Grüne Woche

Alles dreht sich um das Thema Essen, Ernährung, Anbau und Landwirtschaft. Vor allem in der konventionell geführten Landwirtschaft. Wie sieht es aus mit den Bio-Bauern? Die sind immer mehr vertreten, gerade auch weil der Bedarf an ökologisch angebauten Lebensmitteln in den letzen Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Fünfzig Öko-Aussteller präsentieren sich auf 3.000 Quadratmetern Hallenfläche, deren Schwerpunkt die nachhaltige Landwirtschaft und der Biomarkt sind. Bäcker, Imker, Käser und Winzer bieten ihre Produkte zum Kosten an – nachhaltige Landwirte demonstrieren auf einem Erlebnisbauernhof innovative Methoden in der Produktion und führen artgerechte Tierhaltung vor.

Doch trotz Bio-Hype und verstärkter Nachfrage scheint der Ökolandbau immer noch der kleine Bruder der konventionellen Landwirtschaft zu sein. Die erhöhte Nachfrage nach Bioprodukten, vor allem regionalen, könne allein aus dem Inland gar nicht gedeckt werden – zu wenige Betriebe produzierten nachhaltig und der Umstieg sei oft schwer, wie es in einem Artikel der Tageszeitung heißt. Anlass zu Diskussion und Austausch bietet die Messe vor allem in diesen Fragen der Agrarpolitik.

Dass der ökologische Landbau mehr gefördert werden müsse, geht auch aus einer gerade erschienenen Studie des Bundesamtes für Naturschutz hervor. Die Landwirtschaft sei immer noch ein Hauptverursacher des Rückgangs der biologischen Vielfalt. Stark gestiegene Preise und Konkurrenz um Flächen für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen mache es einer ökologisch sinnvollen Bewirtschaftung schwerer.

Angesichts der weiter steigenden Nachfrage ist die Biobranche jedoch optimistisch – und kämpft auch weiterhin für bessere Konditionen im Handel und mehr Investitionen in die Ökobetriebe. Präsentieren wird sie sich nämlich demnächst wieder auf der größten Messe für Bio-Produkte, der BioFach in Nürnberg vom 21. bis zum 24. Februar 2008.


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