Absolut Bio

Erfahren, was wirklich BIO ist
 


Archiv: Ernährung

Bioprodukte = Mogelpackung?

Autor: Carsten
abgelegt in: Ernährung,Produkte

Gemüsefeld

Kann man den wirklich noch von einem Bio-Produkt sprechen, wenn das Lebensmittel gentechnisch manipuliert wurde? Wohl kaum… Bio-Produkte zeichnen sich gerade dadurch aus, dass das Lebensmittel so natürlich wie möglich auf den Markt kommt. Auf Pestizide und chemisch hergestellte Düngemittel wird verzichtet und Tiere, welche für den Verzehr bestimmt sind, bekommen nur gesundes Futter.

Im Jahr 2009 ist es dann ganz legal, dass ein Anteil von 0,9 Prozent an gentechnisch veränderten Zusätzen in Bio-Produkten sein darf. Bleibt nur zu hoffen, dass für diese “Bio-Produkte” dann auch eine Deklarationspflicht besteht. Gentechnik und „Bio“ passen einfach nicht zusammen, denn es handelt sich bei der Genmanipulation immerhin um einen künstlichen Eingriff in die Natur. Die Gentechnik ist auch noch nicht genügend erforscht. Kein Wissenschaftler kann wirklich voraussagen, welche Folgen der Verzehr von genmanipulierten Lebensmitteln mit sich bringt. Genmanipulierte Pflanzen bergen auch ein Risiko für natürliche Pflanzen. Durch Wind werden Samen weiter getragen und unbemerkt findet eine Kreuzung mit natürlichen Pflanzen statt. Verbraucher sind der Meinung ein natürliches Lebensmittel zu erwerben, und erhalten unwissentlich ein genmanipuliertes Gemüse.

In Deutschland und Österreich sind die meisten Menschen gegen genmanipulierte Lebensmittel. Sie haben auch Angst, dass genmanipulierte Lebensmittel durch irgendwelche gesetzlichen Hintertürchen an der Deklarationspflicht vorbeikommen. Um sich gegen genmanipulierte Lebensmittel zu wehren, hilft nur eins: Wenn niemand mehr Produkte kauft, die als gentechnisch behandelt deklariert sind, werden sie ganz schnell wieder aus den Märkten verschwinden!


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Bio? Nur echt aus der Heimat!

Autor: Constanze
abgelegt in: Bio-Anbau,Ernährung

Obwohl das Wachstum auf dem Biomarkt nicht anhält, lassen sich doch neue Trends in den Ess- und Konsumgewohnheiten so mancher Kunden ablesen: Das, was wirklich “bio” ist, stammt vom Bauern nebenan.

Regionale Produkte werden immer beliebter. Ob Obst, Gemüse oder Fleisch: sogar Spitzen-Köche lassen sich schon lange von ausgesuchten Bauernhöfen ihres Vertrauens beliefern und setzen traditionelle und urwüchsige Speisen auf ihre Karte. Und dies nicht nur, aufgeschreckt von diversen Lebensmittelskandalen, die auch die nachhaltige Produktion betreffen. Nein, man sehnt sich quasi nach der Rückkehr zu defigen Eintöpfen und Hausmacherwurst à la Großmutter. Und ganz nebenbei Tomaten, die erst aus Spanien angeflogen werden müssen, können ja auch nicht mehr ganz bio sein.

Regionaler MarktDas, was Kunden wünschen, ist nicht mehr nur der ökologische Anbau, sondern auch die Direktvermarktung der Produkte. Nicht klimaschädigend, sondern mit kurzen Transportwegen – das sind die Vorteile des Biobauerns aus der Region.

Dies haben auch schon die Supermarktketten erkannt und wollen gebührend darauf reagieren. Edeka z.B. möchte jetzt mit lokalen Erzeugern zusammenarbeiten und unter der Marke “Unsere Heimat – echt & gut” ein Produktsegment anbieten, das nur Produkte aus regionaler Herstellung beinhaltet. Sogar mit mehr Qualität und Garantie als die mit dem herkömmlichen Bio-Siegel ausgestatteten Produkte. Das kostet natürlich dem Verbraucher dementsprechend auch mehr Geld. Und auch ein weiteres Problem stellt sich den Ketten, wenn die Nachfrage nach regionalen Produkten weiter anhält: Die großen Mengen können kleine Bauernhöfe, die umweltgerecht produzieren, auf lange Sicht natürlich nicht liefern – sonst hätten wir schließlich nie Probleme mit unseren Ernährungsgewohnheiten und der Lebensmittelherstellung gehabt: Erst die Entwicklung hin zur Massenware bringt die schlechtere Qualität und den Rückgriff auf industrielle Produktionmaßnahmen mit sich.

Inhalt einer Biokiste

Was also tun? Lassen wir die Supermärkte doch einfach mal außen vor – und bestellen direkt beim Hof nebenan oder vor den Stadttoren. Immer beliebter wird die sogenannte “Biokiste”. Einmal pro Woche stellt der Bauernhof der Wahl eine Kiste mit saisonalem Obst und Gemüse aus seinem Anbau zusammen und liefert sie direkt nach Hause. So entfällt lästiges Einkaufen und mühseliges Auswählen, es ist immer frisches Obst und Gemüse im Kühlschrank und – die Biokiste lädt ein, gesund zu kochen. Einfach einen Bauernhof in der Nähe suchen und ausprobieren!


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Bio Gemüse

Die Rechnung ist einfach: “Bio” gleich “gesund”, so lautet die einhellige Meinung, doch auch bei Äpfeln & Co ist nicht alles Gold was glänzt.

Besonders seit die großen Discounter das Label “Bio gemäß der EU-Verordnung” für sich entdeckt haben, fragt sich so mancher Bürger, wie eine ehemalige Marktnische, die nur einige wenige “Ökos” bediente, es nun schafft, zweistellige Zuwachsraten zu erzielen.

Ist Bio also wirklich Bio?

Zumindest bei der EU-Bioverordnung steckt der Teufel im Detail. Schwammige Klauseln und Mogelpackungen machen’s möglich. So darf ein Produkt bereits dann als Bio deklariert werden, wenn ein bestimmter Höchstwert an Pestiziden nicht überschritten wird – von RückstandsFREIHEIT kann hier also keine Rede sein.

Beschränkter Etikettenschwindel im Bezug auf Zusatzstoffe ist im Rahmen der Verordnung scheinbar fast schon vorgesehen. Wirklicher Betrug scheint noch nicht verbreitet zu sein, aber lukrative Geschäfte rufen früher oder später dubiose Gestalten auf den Plan.

Mein Tipp: “Echte” Bioprodukte aus dem Naturkostladen kaufen. Diese sind zwar merklich teurer als die Supermarktware – Traditionsfirmen wie die anthroposophische ausgerichtete Demeter haben aber Grenzwerte von denen die EU-zertifizierte Supermarktware nur träumen kann.


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Lebensmittel aus biologischen Anbau, fair gehandelte Waren, Ökostrom und nachhaltige Textilien – ökologisches Bewusstsein ist heute in aller Munde. Ökologische Produkte, besonders, was die Lebensmittel angeht, stellen da längst ein eigenes Marktsegment dar, was von Jahr zu Jahr wächst.

Das Image des alternativen „Müslihippies“ hat ausgedient, die Lohas sind die neuen Lifestyler auf ökologisch-nachhaltige Art und wenn sogar bei Aldi Biokartoffeln nichts Neues mehr sind, dann fragt man sich, schöne neue Welt? Leben wir jetzt alle wirklich gesünder, besser, nachhaltiger? Bis dahin ist es wohl noch ein langer Weg, der schon zu scheitern droht, wenn man sich im Dschungel der verschiedensten Bio-Marken und Bio-Siegel zurechtfinden will. Was verbirgt sich eigenlich hinter dem allbekannten Bio-Siegel und kann man sich wirklich darauf verlassen?

Biosiegel

Das deutsche Bio-Siegel wurde 2001 als Orientierungshilfe für Verbraucher eingeführt und entspricht den Kriterien der EG-Öko-Verordnung. Es soll garantieren, dass Lebensmittel frei von radioaktiver Bestrahlung, von Gentechnik und von synthetischen Pflanzenschutzmitteln, bzw. Düngern erzeugt werden. Bis zu fünf Prozent dürfen sie jedoch Bestandteile haben, die konventionell hergestellt wurden. Erzeuger, die ihre Produkte mit dem Siegel kennzeichnen wollen, müssen zudem Tiere artgerecht halten, ökologische Futtermitteln einsetzen und Felder in der Fruchtfolge abwechslungsreich gestalten. Dies wird durch regelmäßige Kontrollen der Öko-Kontrollstelle gewährleistet. Sie vergibt dazu Nummern (z.B. die DE-001-Öko-Kontrollstelle). Ohne diese Nummer fehlt dem Produkt die Zertifizierung und somit die Gewähr dafür, dass es sich um ein Bio-Produkt laut EG-Norm handelt.
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