Letzten Freitag musste der Lebensmittel-Discounter Lidl mit Dioxin verseuchte Bio-Eier aus dem Sortiment nehmen. Durch vergiftetes Futtermittel sind die Schadstoffe in die Eier gelangt. Nun zieht der Vorfall weitere Kreise: Auch deutsche Bio-Geflügelfarmen sollen das Futter verwendet haben.
Wer Lebensmittelskandale als ein Phänomen der Neunziger abtut, den bringen Meldungen wie diese schnell wieder auf den Boden der Tatsachen: Durch verseuchtes Futter aus der Ukraine sind mit Dioxin belastete Eier in die Filialen des Discounters Lidl gelangt. Der Unterschied zu den Skandalen der letzten Dekade besteht zweifelsohne in dem neuen Anspruch an Lebensmittel, die unter dem grossen Banner “Bio” verkauft werden.
Dioxin in Bio-Eiern - Wie konnte das passieren?
Dioxine sind organische Verbindungen, die beispielsweise bei der Müllverbrennung entstehen. Bei übermässigem Schadstoffausstoss können sie in den Boden eindringen, und so Pflanzen vergiften. weiterlesen »
Der Bio-Stör kommt aus Bocholt im schönen Münsterland. Aus seinen Zuchteiern wird eine Delikatesse, nämlich Bio-Kaviar, gewonnen, den man, anders als bei dem in wilder Natur lebenden Stör, mit gutem Gewissen essen kann.
Aus der größten Fischart, dem freilebenden Beluga-Stör, gewinnt man nämlich die teuersten Eier, die auf dem Kaviarmarkt gefragt sind. Genau diese Tatsache ist jedoch auch dafür verantwortlich, dass Störe in mehreren Regionen fast ausgestorben sind. weiterlesen »
Die Haltung von Geflügel unter Bio Normen sehen zwar einige Verbesserung zur konventionellen Tierhaltung und Zucht vor, aber was viele gerne aus den Augen verlieren: Auch diese Tiere müssen für unseren Konsum sterben. Auch Bio Tierhaltung trägt zur Co2 Belastung bei!
Ja, für das gute Gewissen ist es natürlich Balsam zu sagen: Es ist ja zumindest Bio-Geflügel. Fleisch, egal ob aus Bio- oder konventioneller Haltung, kommt trotzdem von Tieren, die vielleicht keine Sprache haben, aber genau so Schmerz, Angst und Leid empfinden wie wir.
Ein zweiter Punkt, der bei einem ökologisch bewussten Menschen Anklang finden dürfte ist, dass auch für Biofleisch viel mehr Pflanzen und Nährstoffe erzeugt werden müssen, um diese zu mästen. Die Folgen: mehr Wasserverbrauch und belastete Böden. weiterlesen »
Nicht nur Herrchen und Frauchen, auch die lieben Vierbeiner sollen sich gesund ernähren. Mittlerweile gibt es viele Tierfutter-Sorten, die „Bio“ sind.
Defu Bio-Tierfutter bietet beispielsweise eine tolle Auswahl für Hunde und Katzen an. Die verwendeten Bio-Rohstoffe stammen zum weitesten Teil aus den eigenen Bio-Erzeugergemeinschaften, die allesamt dem ökologischen Landbau angehören. Viele von ihnen gehören zu Demeter. Strenge Qualitätskontrollen und das Bio-Siegel gehören bei Defu natürlich auch dazu.
Auch die Marke Biopur verwendet ausschließlich Bio-Lebensmittel, die auch für den Menschen geeignet wären. Definitiv nicht verwendet werden laut Hersteller Tiermehle, Nitritpökelsalz, keinerlei chemische Zusätze oder Konservierungsstoffe, keine minderwertigen Nebenerzeugnisse und weder Aroma-, noch Lock-, noch Farbstoffe. Ebenfalls auch keine gentechnisch veränderten Erzeugnisse.
Terra-pura wäre ein weiterer empfehlenswerter Hersteller von Bio-Tierfutter. Dieses Futter wird in einer Metzgerei in Rheinland-Pfalz hergestellt und auch hier wird noch hochwertigste Bio-Qualität ohne chemische Zusätze verwendet.
Natürlich gibt es noch etliche andere Anbieter von Bio-Tierfutter, diese drei seien lediglich stellvertretend genannt.
Aber das Bio-Futter muss man nicht zwingend kaufen, man kann dem lieben Haustier auch problemlos selbst das Futter zubereiten- das liegt übrigens voll im Trend.
Für junge Hunde und Welpen nimmt man 2 Teile Bio-Fleisch, zum Beispiel Rind, Kalb oder Lamm und vermengt dieses mit einem Teil Gemüse, Obst oder Getreideprodukten wie zum Beispiel Flocken.
Für den erwachsenen Hund ist die Zusammensetzung des Frischfutters etwas anders. Hier nimmt man zwei Teile Fleisch (ebenfalls am besten Rind oder Lamm, aber auch grätenfreien Fisch oder knochenfreies Geflügel), dazu einen Teil Obst oder Gemüse und einen weiteren Teil Getreideflocken.
Auf blähende Obst- und Gemüsesorten sollte besser verzichtet werden, dem Tier zuliebe.
Für die wählerische Katze ist es nicht ganz so einfach, pauschale Rezepte zu empfehlen. Katzenbesitzer finden viele tolle Anregungen zum nachkochen im Buch “Was Deiner Katze schmeckt” von Britta Dobenecker und Claudia Thielen, ISBN 3-89440-236-9.
Der Tierschutzverein VIER PFOTEN hat gemeinsam mit Reportern einen weiteren Fleisch-Skandal aufgedeckt: verbotenes Stopfgansfleisch ist vereinzelt in Deutschlands Märkten erhältlich.
Laut einem Bericht von RTL, der in Zusammenarbeit mit dem Tierschutz entstand, landet immer wieder Fleisch von ungarischen und französischen Stopfgänsen in unseren Märkten. Allerdings erst, nachdem die krankhaft vergrößerte Leber entnommen wurde und so wird die Identifizierung schwierig. Zum Teil wird ganz einfach mit Umetikettierung gearbeitet, die eigentliche Herkunft des Fleisches wird also einfach überklebt. Die Produzenten der Stopfgänse schrecken sogar nicht davor zurück, gegenüber Tierschutz und Journalisten gewalttätig zu werden, Drohungen sind quasi an der Tagesordnung. weiterlesen »
In Deutschland werden nur rund sechs Prozent aller Schafe nach den Kriterien des ökologischen Landbaus gehalten, in Skandinavien sind es dagegen weit über 20 Prozent.
Und die Skandinavier, aber auch die Österreicher wissen auch, wieso. Die ökologische Schafhaltung ist perfekt, denn sie schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Artgerechte Tierhaltung und die Pflege der Landschaft kommen so zusammen. Klingt ja auch logisch. Doch um das auch hier in Deutschland zu ermöglichen, müsste vorab erst einmal die Vermarktung und der Vertrieb von Schaf-Produkten verbessert werden. Mehr als die Hälfte, fast 60 Prozent des Ökoschaffleisches werden ab Hof oder auf Märkten verkauft, ein großer Teil auch in Erzeugergemeinschaften. Etwas über 30 Prozent geht an die Gastronomie- da bleibt nicht viel für den Einzelhandel und leider kauft der Großteil der deutschen Bevölkerung nach wie vor sein Fleisch genau dort ein. Würde diese Vermarktungspolitik verbessert, wäre der Weg für mehr ökologische Schafhaltung geebnet. Oder aber alternativ müssten einfach viel mehr Verbraucher direkt auf Höfen und Wochenmärkten einkaufen
Der Schauspieler Wolfgang Edelmayer, der sich stark für den Tierschutz engagiert, hat für Youtube ein Video besprochen. Darauf liest er den Brief eines Hundes an seine Besitzer vor. Berührend und verstörend und verdammt wahr…
Wer sein Haustier liebt, möchte es auch mit qualitativ hochwertigem Futter versorgen. Solches gibt es selbstverständlich auch in Bio-Qualität!
In herkömmlicher Tiernahrung aus dem Supermarkt wird häufig Fleisch aus Massentierhaltung verarbeitet .
Des Weiteren landen oft minderwertige Fleischnebenprodukte wie Hufe, Federn, Hörner, Blut, Därme, Geflügelköpfe oder gar Urin in herkömmlicher Tiernahrung. Auch Fette, Bindemittel, Konservierungsstoffe, Tiermehl, Geschmackverstärker und reichlich Zucker sind häufig Bestandteile von Fertig-Futter im Handel.
Diese Bestandteile werden oft unter dem Sammelbegriff “Tierische Nebenerzeugnisse” zusammengefaßt, die nur sehr schwer oder gar nicht verdaulich sind und somit zum größten Teil wieder mit dem Kot ausgeschieden werden.
Diese geringe Nährstoffdichte (bedingt durch die minderwertigen Füllstoffe) hat also zur Folge, dass im Verhältnis zum hochwertigen Bio-Futter eine größere Futtermenge gefüttert werden muss, was eine große Belastung für das Verdauungssystem des Tieres darstellt und natürlich die höheren Kosten für das Bio-Futter ein wenig relativiert.
Auf den Internetseiten der Firma Bio Tierkost werden Herrchen und Frauchen fündig, wenn sie ihren Liebling garantiert bio ernähren möchten. Die angebotenen Produkte sind garantiert tierversuchsfrei, mit Bio-Fleisch, das garantiert nicht aus Massentierhaltung stammt, und ohne jegliche chemischen Zusätze zubereitet. Sogar die unter Tierschützern und Haustierhaltern umstrittene, streng vegane Tierkost ist hier erhältlich. Das Getreide und Gemüse im angebotenen Bio-Futter wächst ohne synthetische Pflanzenschutzmittel und ohne Künstdünger auf dem Bio-Acker.
Bio-Futter ist ein kontrolliertes biologisches Produkt und erfüllt somit strenge und gesetzlich gestellte Normen, was die Produktionsmethoden und die Zutaten betrifft.
Heute werde ich mal ein wenig persönlich, aus gegebenem Anlass.
Von jemandem, der einen Bio-Blog schreibt, erwartet man jetzt vermutlich eine absolute Kontra-Einstellung zum Thema Tierversuche.
Nun, ganz so ist es dann doch nicht…
In bestimmten Bereichen erachte ich sie als sinnvoll und notwendig, so sehr es mir auch mein tierliebendes Herz bricht.
Wenn man in den Medien die Bilder der bei Tierversuchen misshandelten Tiere sieht, stockt einem der Atem.
In gewissen Punkten muss man dann doch aber mal den gesunden Menschenverstand einschalten.
Wir leben nicht mehr im Mittelalter! Auch die härtesten Ökos greifen bei Schmerzen gerne zur Tablette oder lassen sich bei Bedarf operieren oder den Arm eingipsen. Und all das wäre nun mal ohne Tierversuche nicht möglich. Es gäbe noch Pest und Cholera, eine kleine Erkältung wäre lebensbedrohlich, Verhütung unmöglich. Die Welt würde allerdings wohl kaum, wie so gerne behauptet wird, aus den Nähten platzen vor lauter Menschen, denn die meisten würden wohl kaum das 30. Lebensjahr erleben. Eben wie im Mittelalter…
Ziele von Tierversuchen sind der Erkenntnisgewinn in der Grundlagenforschung und die Entwicklung und Erprobung neuer Therapiemöglichkeiten in der Medizin. Es wird geschätzt, dass weltweit jedes Jahr mindestens 100 Millionen Wirbeltiere – vor allem Zuchtformen der Hausmäuse und der Wanderratten, aber auch Primaten – für Tierversuche verwendet werden. Viele davon sterben während der Experimente oder werden anschließend getötet. Die Forschung mit Tieren wird in Universitäten und Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen und Dienstleistungsunternehmen durchgeführt. Die meisten Tiere werden eigens für Forschungszwecke gezüchtet, nur sehr wenige werden dafür aus der freien Wildbahn gefangen.
So steht es bei Wikipedia.
Nun, gäbe es keinerlei Tierversuche, hätte ich keine Eltern mehr, denn beide mussten sich Operationen und Behandlungen unterziehen, die ohne jegliche Tierversuche nicht möglich gewesen wären. Und selbstverständlich macht es mich sehr sehr froh, dass ich deswegen
meine Eltern noch habe! Genauso, wie es mich erleichtert, wenn ich bei Kopfschmerzen eine Tablette nehmen kann. Für all diese Sachen ist es notwendig, dass es Tierversuche gibt.
Aber absolut unnötig ist es, für die 153. Sorte von Kopfschmerztabletten die 153. Tierversuchsreihe durchzuführen!
Längst
weiß man doch, dass Tiere in den seltensten Fällen einen identischen Krankheitsverlauf haben wie Menschen - aber sie haben dasselbe Schmerzempfinden! Da werden Krankheiten künstlich am Tier ausgelöst, die das Tier NIEMALS bekommen würde! Reicht es denn nicht, EINE oder ZWEI Testreihen durchzuführen? Können Wirtschaft und Wissenschaft nicht die Befunde per Netzwerk miteinander teilen?
Nein, ich vergaß, in einer marktwirtschaftlichen Welt ist das nicht möglich. Es schaffen nicht einmal die Universitäten, untereinander die Ergebnisse zu teilen.
Jede Veröffentlich ist Geld, wer zuerst malt, streicht die meisten Zuschüsse ein. Was ist da schon ein Tierleben wert?
Wenn es doch wenigstens um neue Erkenntnisse ginge, aber der Großteil der Tierversuche im medizinischen Bereich dreht sich um Dinge, die längst getestet sind, längst bekannt sind. Doch will eben jeder seinen eigenen Test haben, und dann noch einen Bestätigungstest.
Und vielleicht noch einen dritten, vierten, damit man sicher sein kann, dass die Ergebnisse ja auch nicht abweichen.
Noch schlimmer aber sind die Tierversuche in anderen Bereichen als denen der Medizin….
Ich verurteile aufs Schärfste Tierversuche in den Bereichen der Kosmetik oder der Textilindustrie! Sollen sich doch die aufgetakelten Tussis selbst die neue Wimperntusche an die Augen schmieren und gucken, was passiert! Oder der Vorstandschef, der kann seine neuen Textilprodukte ja mal gerne selbst testen, anstatt das den rasierten Kaninchen und Hunden zu überlassen.
Auch im Bereich der Schönheitschirurgie hält sich mein Verständnis mehr als in Grenzen (ich spreche wohlgemerkt hier explizit nicht von der Rekonstruktions-Chirurgie!)! Ich finde es abstoßend, dass tausende Tiere sterben müssen, nur damit sich die “schönen” Reichen ihren Busen polstern, die Falten wegspritzen oder das Gramm Fett am Oberschenkel absaugen lassen können! ![]()
Ich gebe offen zu, ja, ich war durchaus stellenweise erheitert, als ich kürzlich las, welche Auswirkungen beispielsweise Botox auf den menschlichen Geist hat. Schade, dass man für diese Erkenntnis Tierversuche benötigt hat, denn dass die Botox-Süchtigen nicht alle Latten am Zaun haben, war mir persönlich schon vorher klar. ![]()
Italienische Forscher um Matteo Caleo injizierten Ratten das Nervengift in die Schnurrhaarmuskeln. Bereits nach drei Tagen hatte sich das Toxin im Körper ausgebreitet und war auch in Gehirnzellen nachweisbar. Caleo setzte dazu eine neue Methode ein und suchte den Körper der Tiere nach Fragmenten des SNAP-25-Proteins ab, das bei der Erregungsübertragung von den Nervenzellen zum Muskel eine Rolle spielt und von Botulinumtoxin zerstört wird. Im Gegensatz zu der bisher eingesetzten Nachweismethode mit Jod-125 wurde er damit fündig. Die Studienergebnisse sind brisant, denn allein im vergangenen Jahr wurde weltweit Botox im Wert von 1,2 Milliarden Dollar verkauft.
1,2 MILLIARDEN!!!
Stockt nur mir dabei der Atem? Was hätte man mit diesem Geld weltweit bewirken können?!
Aber nein, es wird in die Falten gespritzt, auf dass jede Mimik entfällt und das Gesicht aussieht wie mit dem Bügeleisen bearbeitet, unecht, puppenhaft, UNattraktiv! Für diesen Mist sterben LEBEWESEN! Ob sich die ent-falteten Damen und Herren dessen bewusst sind? Ich glaube kaum.
Mittlerweile ist es ohnehin mehr als umstritten, ob Tierversuche überhaupt einen Nutzen haben. Auf den Internetseiten des Vereins “Ärzte gegen Tierversuche e.V.” findet man viele harte Fakten, die zum Nachdenken anregen.
Und wenn die Fakten nicht reichen: Die Bilder sprechen für sich.
Nähere Erläuterungen zu dem, was ihr auf den Fotos hier seht, bekommt ihr in unten stehendem Video.
BITTE nehmt euch die 9 Minuten und schaut euch dieses Video an! Hier kommen Menschen zu Worte, die wissen, wovon sie sprechen und mit Sicherheit werdet ihr einiges dazu lernen.
Wenn ihr euch aktiv gegen Tierversuche und für den Tierschutz einsetzen möchtet, habt ihr beispielsweise beim Deutschen Tierschutzbund, PETA oder euren örtlichen Tierheimen und Tierschutzverbänden die Möglichkeit dazu.