Einfach mal anschauen und in sich gehen.
Na?
Noch Appetit auf Pute aus dem Sonderangebot?
Wer das hier bis zum Ende anschaut und nichts anfängt, nachzudenken, kann kein Herz haben…
Habt ihr euch beim Einkaufen schon mal Gedanken gemacht, wie das Hühnchen wohl gelebt hat, dessen Brust ihr grad in den Wagen gepackt habt? Oder ob euer Gehacktes früher mal ein glückliches Rind war?
Und wie sieht es mit eurem Haustier aus- ist DAS glücklich?
Bewusst leben, bedeutet auch, bewusst nachzudenken. Es reicht nicht, ab und an mal “bio” zu kaufen. Wer bei Sonderangeboten und “Billigfleisch” zuschlägt und nie auch nur einen Gedanken an das Tier verschwendet, lebt eine Doppelmoral.
Gibt es das “glückliche” Frühstücks-Ei?
Die erschreckenden Bilder von in engen Drahtverschlägen massenhaft gehaltenen Hennen sind bei den Verbrauchern nicht ohne Wirkung geblieben: Seit Jahren wächst der Anteil an sogenannten “Bio-Eiern” kontinuierlich an.
Doch abgesehen davon, dass ein Ei an sich nun mal nicht glücklich sein kann, hat sich das Bio- oder Freilandhaltungs-Ei zu einem festen Markenbegriff im Bio-Lebensmittelbereich entwickelt. Viel dazu beigetragen hat auch die Stempelkennzeichung eines jeden einzelnen Eies.
Ein solcher Eier-Code sieht wie folgt aus: 0 – DE – 111222333. Die erste Stelle gibt dabei für den Verbraucher, der sich für die Aspekte von Tierhaltung und -schutz interessiert, die Haltungsform an. Faustregel: Je niedriger die Zahl, desto tiergerechter, denn “0″ steht für ökologische Haltung, “1″ für Freilandhaltung, “2″ für Bodenhaltung und die “3″ steht mit der Käfighaltung für die zwar zugelassene industrielle, aber nicht tiergerechte Haltung. Der Buchstabencode gibt dann das erkunftskland an, die Ziffernfolge danach steht eindeutig für einen Haltungsbetrieb, so dass man die Herkunft jedes Eies nachverfolgen kann.
Da insbesondere die “Bodenhaltung” in der Vergangenheit als Marketingbegriff für Umut gesorgt hatte, weil sie für viele Verbraucher viel positiver klang oder vermarktet wurde, als es in der Realität der Fall war, sollte man sich einmal kurz mit den Haltungsbedingungen vertraut machen.
Wer sich einmal die geschilderten Bedingungen vor Augen führt, wird schnell merken, dass an sich nur die beiden letzten Formen den Hennen ein Leben unter nahezu normalen Bedingungen ermöglichen. Und schnell wird klar, warum Eier entweder tiergerecht oder billig sein können. Daher entscheiden sich immer mehr Verbraucher bewusst für die teureren, aber auch qualitativ besseren Freilandhaltungseier. Selbst die Lebensmitteldiscounter führen mittlerweile Freilandhaltungseier im Sortiment und Dank der Stempelung ist es für jeden Verbraucher einfach, zwischen Werbeaufdruck und wirklicher Herkunft zu unterscheiden.