Das kleine Fleisch-Einmaleins – BIO, tiergerecht oder doch lieber keines? - Absolut Bio

Viele Menschen entscheiden sich bewusst dafür, Vegetarier zu werden. Fleisch wird aus moralischen Gründen und/oder gesundheitlichen Aspekten vom Speiseplan gestrichen. Aber auch die Menschen, die noch nicht ganz auf den Fleischkonsum verzichten, achten immer mehr darauf, was sie kaufen.

Gesunde Ernährung trotz Fleisch

Die Frage ist unvermeidbar: Können wir uns gesund ernähren, wenn wir Fleisch konsumieren? Die Schlagzeilen über Gammelfleisch, Dioxinbelastung von Eiern und antibiotikaresistente Keime lassen daran zweifeln. Es muss aber einen Weg geben, auch mit Fleisch gesund zu essen. Man muss nur einiges beachten! Maßvoll, aber auch abwechslungsreich muss der Verzehr sein. Auch natürlich ist die Qualität des Fleisches wichtig.

Qualität ist das A und O

Im Supermarkt gibt es Fleisch zu Spottpreisen. Wer zu den Billigprodukten greift, unterstützt leider automatisch die Massentierhaltung. Es werden Antibiotika eingesetzt, die Tiere leben in schlechter Haltung – nur um dann für wenige Euro im Kühlregal zu landen. Deshalb sollten Sie nur Fleisch kaufen, das von einem Biobauern oder zumindest nicht aus Massentierhaltung stammt. Wenn Sie auf Supermarktfleisch nicht verzichten wollen, helfen ein paar Tricks, um frisches Fleisch von altem zu unterscheiden: Rindfleisch sollte dunkelrot sein, Schweinefleisch hellrot oder auch rosa. Diese Färbung signalisiert Frische! Wenn das Fleisch schmierig, trocken oder sehr feucht aussieht, sollte man die Finger davon lassen. Leichte Fetteinlagerungen und eine Marmorierung sind ebenfalls ein gutes Zeichen für Qualität.

Was steht auf der Verpackung?

Geflügelfleisch ist sehr anfällig für Keime. Daher ist eine gute Garung unverzichtbar, um alle Krankheitserreger abzutöten. Bio-Fleisch ist in jedem Fall das Beste. Zwar garantiert Bio-Fleisch nicht, dass es absolut keimfrei ist, aber die Tiere leben unter besseren Haltungsbedingungen. Auch Antibiotika werden nur eingeschränkt eingesetzt. Biofleisch erkennt man am Biosiegel. Gesetzlich geschützte Begriffe sind „aus biologischer Erzeugung“ oder auch „aus ökologischer Erzeugung“ – sodass sie sich darauf verlassen können, dass auch stimmt, was auf der Verpackung steht. Formulierungen wie „tiergerechte Haltung“ sind nicht geschützt. Sie können sich daher nicht auf die Versprechungen verlassen.

Was sollte man außerdem beachten? Gänsefleisch wird oft mit „Aus Fettleber-Produktion“ beschriftet. Finger weg! Denn die Gänse wurden durch Stopfen gequält. Abgepacktes Fleisch ist in Supermärkten beliebt. Die Schutzatmosphäre sorgt dafür, dass das Fleisch länger schön frisch aussieht, in Wahrheit ist das Fleisch oft nicht mehr ganz frisch.

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