Wie gut ist Fleisch vom Discounter? | Absolut-bio.de

Fleisch in guter Qualität können Sie nicht nur beim Metzger kaufen. Auch Lebensmittelketten und Discounter bieten Waren in überraschend guter Qualität an. Worauf es beim Fleischkauf im niedrigen Preissegment zu achten gilt, erfahren Sie hier.

Gestiegene Qualitätsansprüche beim Fleisch

Mehr als jeder zweite Bundesbürger kauft regelmäßig beim Discounter ein. Gleichzeitig jedoch steigen die Ansprüche an die Qualität der Lebensmittel, vor allem beim Fleisch. 90 Prozent der Kunden von Aldi und Lidl wünschen sich Fleisch aus besserer, tiergerechterer Haltung. Das ergab nun eine repräsentative Forsa-Umfrage unter Discounter-Kunden im Auftrag von Greenpeace. Allerdings würden auch 85 Prozent dafür höhere Kosten in Kauf nehmen und bis zu fünf Euro mehr pro Kilogramm Fleisch bezahlen.

Praktiken der Massenproduktion sind in Verruf geraten

Massentierhaltung, Antibiotikabeimengungen im Futter und der Einsatz von Gentechnik: Solche Praktiken der Branche geraten immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Die gestiegene Aufmerksamkeit führt dazu, dass auch immer mehr Verbraucher die Qualität vor die Quantität stellen. Das wissen auch die Discounter und reagieren auf die gewachsene Sensibilität der Kunden.

So hat Aldi mittlerweile seine Herkunfts- und Qualitätsstandards erhöht, Lidl bietet immer mehr Produkte mit dem „Ohne GenTechnik“-Siegel an. Außerdem erweitert der Discounter sein Angebot hin zu mehr Regionalität. So können Kunden seit Kurzem auch Fleisch- und Wurstwaren von Schwarz Cranz bei dem Discounter kaufen.

Fleisch in guter Metzgerqualität wie dieses erkennt man nicht erst am guten Geschmack und Geruch. Auch das Aussehen lässt bereits Rückschlüsse auf die Qualität zu.

Woran sich Qualitätsfleisch erkennen lässt

Die Fleischfarbe sollte zwar satt sein, jedoch nicht künstlich wirken. Rindfleisch ist naturgemäß leicht dunkelrot, Schweine und Putenfleisch zartrosa. Achten Sie zudem auf Wasseransammlungen in der Verpackung. Qualitativ hochwertiges Fleisch verliert kein Wasser. Vorsicht ist auch bei gräulichen oder bräunlichen Verfärbungen geboten: Sie sehen nicht nur unappetitlich aus, sondern deuten darauf hin, dass das Fleisch alt ist. Doch auch hier kann der Schein trügen. Schließlich machen immer mehr Fleischfabrikanten von einer „Verpackung unter Schutzatmosphäre“ Gebrauch. Das sorgt dafür, dass die Fleischoberfläche länger rot bleibt. Der zugrundeliegende Prozess der Oxidation jedoch kann dazu führen, dass das Fleisch zäh wird und zum Teil ranzig schmeckt.

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