Gemüse vom Balkon: Nichts ist so Bio wie Selbstangebautes - Absolut Bio

Gemüse auf dem Balkon anbauen? Ist denn da überhaupt genug Platz? Na klar! Und um ehrlich zu sein, gibt es nichts aufregenderes, als selbstangebautes Bio-Gemüse zu ernten. Jetzt im Herbst ist auch die ideale Zeit dafür, sich ein paar Samen aus der jetzigen Ernte zu sichern und schon mal mit der Planung zu beginnen.


Gut geplant ist nämlich halb angebaut. So ein Gemüsegarten auf dem Balkon braucht Platz und den hat man ja meistens nicht. Das Bisschen lässt sich aber gut mit Pflanzkübeln und –kästen ausnutzen. Mit ein wenig Geschick kann auf diese Art trotzdem jede Menge frisches Bio-Gemüse angebaut werden!

Warum Bio-Gemüse vom Balkon

Hand aufs Herz, nicht jeder von uns kauft seine Bio-Produkte immer im Bioladen oder vom Biobauern auf dem Wochenmarkt. Oftmals holt man sich Karotten und Co. mal schnell vom Discounter oder aus dem nächst gelegenen Supermarkt. Dass das dort angebotene Gemüse nur deswegen so günstig ist, weil es Zweite Wahl ist, wissen die meisten von uns nicht.

Worauf warten wir also noch. Auch der kleinste Balkon kann zu einem ertragreichen Gemüsegarten umfunktioniert werden. Zu Beginn sollte sich allerdings jeder Gedanken darüber machen, was er anbauen möchte. Es gibt zahlreiche Gemüsesorten, die besonders für den unerfahrenen Einsteiger geeignet sind. Ihre Aussaat ist unkompliziert, sie sind nicht übermäßig anspruchsvoll und die eigene Geduld wird auch nicht zu sehr auf die Probe gestellt.

Bio-Gemüse vom Balkon- Was geht und was nicht

Richtig leicht lassen sich Pflücksalate, wie Lollo Rosso, Rucola und Feldsalat anbauen. Die wachsen nicht nur schnell, sie passen auch in einen Balkonkasten und können somit prima kultiviert werden. Dann eignen sich Radieschen noch ganz besonders für den Einstieg. Das tolle an ihnen ist, dass sie bis in den Dezember hinein geerntet werden können und garantiert besser schmecken, als alles, was so aus dem Supermarkt kommt.

Für ungeduldige und noch unerfahrene Hobby-Balkon-Gärtner eignen sich auch Möhren. Gerade die sind häufig zweiter Wahl, wenn sie in Supermärkten und Discountern in „Bio-Qualität“ angeboten werden. Außerdem gibt es sowieso immer nur die Orangenen. Das ist doch langweilig. Möhren gibt es in vielen verschiedenen Farben, wie Kartoffeln übrigens auch. Warum also nicht einmal zu blauen Kartoffeln lila Möhren probieren.

Ansonsten lassen sich alle gängigen Gemüsepflanzen auf dem Balkon kultivieren. Bei Tomaten, Paprika, Kürbis und den anderen gibt es sogar extra Miniaturzüchtungen. Die muss man aber nicht kaufen. Kleine Tomatensorten, oder vielleicht eine hängende Sorte für die Ampel, wie Small Egg, tun es auch. Die sehen sogar noch richtig gut aus!

Ein kurzer Überblick zu Aussaat und Aufzucht von Balkon-Gemüse

An oberster Stelle sollte stehen, dass man sich über die Bedürfnisse der Pflanzen, für deren Kultivierung man sich entschieden hat, gründlich informiert. Dazu gehören neben dem Platz- auch der Nährstoffbedarf und die Lichtmenge. Nicht jede Pflanze eignet sich für jeden Balkon!

Dann kann man, wenn man die Setzlinge selbst anziehen möchte, sich nach und nach Gefäße dafür besorgen. Manche machen das in kleinen Torftöpfen mit Anzuchterde. Andere sammeln Joghurtbecher und schneiden zur Vermeidung von Staunässe ein Loch hinein. Beim Aussähen hat da jeder Gärtner so seine eigene Methode. Wichtig ist nur, dass der Samen doppelt so tief in die Erde gesteckt wird, wie er dick ist. Die Erde sollte locker, steril und nährstoffarm sein.

In der Regel kann mit der Anzucht im Februar begonnen werden. Aber auch das ist von Pflanze zu Pflanze verschieden. Jetzt im Herbst ist es weniger sinnvoll mit dem Projekt Balkongarten zu beginnen, denn das würde nur zu Geilwuchs bei den zarten Trieben führen. Das Licht ist einfach nicht mehr ausreichend und der Ertrag wäre sehr gering. So richtig dicht am Fenster stehend, lassen sich allenfalls noch die Tomatensorte Minibel, Radieschen und sibirischer Hauspaprika kultivieren.

Jetzt geht es nach Draußen!

Sind die Samen gekeimt und die Pflanzen groß genug, so werden die Kräftigsten von ihnen eingepflanzt. Hierbei ist immer die Größe des Pflanzgefäßes den individuellen Bedürfnissen der Pflanze anzupassen. Auch dürfen die Pflanzen nicht zu eng stehen. Das hat Pilzerkrankungen und Wurzelfäule zur Folge, und mit der Ernte wird es dann auch nichts.

Mit verschiedenen Vorrichtungen zum Aufhängen und Halterungen für die Kästen, kann man dann schließlich auch jede menge Pflanzen auf dem Balkon unterbringen. Eine Blumentreppe kann ebenfalls eingesetzt werden. Und immer ist auf die Lichtverhältnisse, auf Staunässe und ausreichende Wasserzufuhr zu achten. Viel Spaß beim Balkon-Gärtnern!