Letztes Jahr lag der Ökostrom-Anteil an der Gesamtstromerzeugung in Deutschland bei 14 Prozent. Doch nun mehren sich die Stimmen der Kritiker.
Strom, der aus Biomasse stammt, wird zunehmend kritisiert. Einer der Gründe ist, dass durch ihn Monokultur gefördert und parallel Lebensmittelanbau torpediert würde.
Grundsätzlich ist allerdings zwischen Biogaserzeugung in konventioneller Landwirtschaft und im Ökolandbau zu unterscheiden.
Der aus Ökolandbau nutzt vor allem nachwachsende Rohstoffe und Reststoffe. Beim konventionellen Landbau hingegen wird in der Tat Monokultur gefördert und zahlreiche Ackerflächen für den Anbau des Mais verwendet, aus dem dann das Gas produziert wird.
Weiteres klares Plus für Biogasanlagen auf Biobetrieben ist, dass diese meist in unmittelbare Umgebung liefern und lange Transporte so entfallen- was wiederum eindeutig die Umwelt schont.
Fazit: Man sollte eindeutig darauf achten, um welche Art von Ökostrom es sich handelt, denn auch hier ist nict immer 100 Prozent Öko drin.
In Deutschland werden nur rund sechs Prozent aller Schafe nach den Kriterien des ökologischen Landbaus gehalten, in Skandinavien sind es dagegen weit über 20 Prozent.
Und die Skandinavier, aber auch die Österreicher wissen auch, wieso. Die ökologische Schafhaltung ist perfekt, denn sie schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Artgerechte Tierhaltung und die Pflege der Landschaft kommen so zusammen. Klingt ja auch logisch. Doch um das auch hier in Deutschland zu ermöglichen, müsste vorab erst einmal die Vermarktung und der Vertrieb von Schaf-Produkten verbessert werden. Mehr als die Hälfte, fast 60 Prozent des Ökoschaffleisches werden ab Hof oder auf Märkten verkauft, ein großer Teil auch in Erzeugergemeinschaften. Etwas über 30 Prozent geht an die Gastronomie- da bleibt nicht viel für den Einzelhandel und leider kauft der Großteil der deutschen Bevölkerung nach wie vor sein Fleisch genau dort ein. Würde diese Vermarktungspolitik verbessert, wäre der Weg für mehr ökologische Schafhaltung geebnet. Oder aber alternativ müssten einfach viel mehr Verbraucher direkt auf Höfen und Wochenmärkten einkaufen
Kaltschalen sind herrlich erfrischend bei sommerlichen Temperaturen. Kaltschalen mit Gurke sind nicht nur erfrischend, sondern entschlacken auch noch und geben reichlich Energie
Natürlich nur, wenn das Gemüse auch aus biologischem Anbau stammt. Passend dazu ein Rezept von Bio-Spitzenkoch Rainer Hensen.
Zutaten (für 4 Personen): weiterlesen »
Auch Süßigkeiten können weniger süß sein und Bio-Normen entsprechen. Die Grabower Süßwaren GmbH produziert erfolgreich Bio-Schaumküsse.
Neben den beliebten “Grabower Küsschen” exportiert der ostdeutsche Betrieb nun auch weltweit seine Bio-Dinkel-Kekse.
Vor drei Jahren entstand die Idee, einen Bio-Kuss für den Naturkostmarkt herzustellen.
Zur Zeit arbeiten in der Grabower Unternehmensgruppe 700 Vollzeitkräfte an vier Standorten in Mecklenburg, Thüringen, Bayern und Sachsen.
Im mecklenburgischen Grabow werden täglich 6,5 Millionen Schaumküsse hergestellt, zuckerfreie und Bio-Küsse mitgezählt.
Letztere kommen ohne gehärtete Fette im Schokoladenüberzug und dem Waffelboden aus. weiterlesen »
Die Zahl der Bio-Landwirte und Öko-Lebensmittel-Produzenten in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen.
Insgesamt 2036 Unternehmen durften 2007 ihre Produkte mit Hinweisen auf den ökologischen Landbau versehen, wie das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg mitteilte.
Die Zahl der Bio-Bauernhöfe habe sich dabei von 1999 bis 2007 von 576 auf 1242 Betriebe mehr als verdoppelt.
Die ökologisch bewirtschaftete Ackerfläche betrage mittlerweile mehr als 69 400 Hektar. Das entspricht bei insgesamt 2,62 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in Niedersachsen einem Anteil von 2,6 Prozent.
Auch die Zahl der Betriebe, die ökologische Produkte verarbeiten oder vermarkten, hat nach LAVES-Angaben zwischen 1999 und 2007 stark zugenommen, und zwar 321 auf 794 Unternehmen.
Die EU-Kommission versucht allen Ernstes, mit einem Trick die Einfuhr von Gen-Soja zu gestatten, welches mit nicht genehmigten und dazu noch gentechnisch veränderten Partikeln kontaminiert ist.
Die Generaldirektion “Gesundheit” will extra dafür eine neue Nachweisgrenze von 0,1 Prozent einführen.
Bisher gab es eine solche Grenze nicht, es galt die “Null-Toleranz”. Mit der 0,1 Prozent-Grenze soll eben das geändert werden.
Der Frankfurter Rundschau liegen Unterlagen vor, aus denen sogar Pläne hervor gehen, die Grenze auf das dreifache anzuheben! Verantwortlich ist wohl EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou, sie will nun auch geringe Verschmutzungen mit nicht genehmigten Gen-Pflanzen legal machen.
Und wer steckt dahinter?
Nun, man kann nur spekulieren, aber vermutlich sind es neue betriebsinterne Entwicklungen bei den Unternehmen Monsanto, Syngenta und Pioneer – die allesamt Saatgut vertreiben. Mit anderen Worten: wirtschaftliche Gründe überwiegen die gesundheitlichen Bedenken der Kommissarin. weiterlesen »
Wer das erste Mal ein Emmerbrot sieht, könnte es auch gut mit einem dunklen Roggenbrot verwechseln.
Kräftig und nussig jedoch ist sein Geschmack.
Aus dem Anbau verschwunden ist der Emmer, ein Spelzgetreide wie Dinkel, vor allem wegen seines geringen Ertrags. Bei konventionellem Weizenanbau liege die Erntemenge bei zehn Tonnen pro Hektar. Der Spelz, eine unverdauliche Schutzhülle rund um das einzelne Korn, sorgt für einen zusätzlichen Arbeitsgang, denn er muss fachgerecht entfernt werden, bevor das Korn gemahlen werden kann. Emmer ist deshalb noch teurer als Dinkel und führt beim fertigen Brot zu einem Kilopreis von fünf Euro.
Dafür steckt im Emmer wesentlich mehr Inhalt als in Weizen oder Roggen. Emmer enthält mehr Beta-Karotin und mehr Mineralstoffe, beispielsweise Zink und Magnesium. Auch als Auslöser von Allergien sei Emmer gänzlich unverdächtig.
Emmer, oft auch Zweikorn genannt, der bereits in den Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens verwendet wurde, muss weder gespritzt noch gedüngt werden und eignet sich deshalb besonders für den Bioanbau.
Verbreitet ist die Annahme, dass Emmer aufgrund seiner geringen Klebeeigenschaften nicht für die Brotzubereitung geeignet ist. Doch dem ist nicht so. Emmer erfordert jedoch ein spezielles Backverfahren.
Auf dem Talhof, dem rittältesten biologisch-dynamisch arbeitende Bauernhof weltweit (betrieben von der Ludolf-Andreas-Gesellschaft der Voith-Tochter Dr. Cornelia Hahn) bäckt Claus Ruoff beispielsweise nach strengen Demeter-Richtlinien in einem klassischen Holzofen Emmerbrot.
Immer mehr Bio-Bäckereien, wie auch die Vollkornbäckerei Koehler aus Würzburg folgen Ruoffs Beispiel und haben Emmerbrot in ihr Sortiment aufgenommen. Die meisten arbeiten nach Demeter-Richtlinien und tragen das entsprechende Bio-Siegel.
Einige EU-Staaten wollen angesichts der großen Skepsis in der Bevölkerung grundsätzlich keine genetisch veränderten Organismen (GVO) mehr zulassen.
“Einige Länder wollen sich GVO-frei erklären können”, sagte die französische Umwelt-Staatssekretärin Nathalie Kosciusko-Morizet nach dem Treffen der EU-Umweltminister in Paris.
Dies wünschten sich vor allem Inselstaaten.
Der deutsche Bundesumweltminister Sigmar Gabriel befürwortet durchaus nationale Ausnahmemöglichkeiten.
Doch Deutschland müsse sie nicht in Anspruch nehmen, weil hier bei uns gesetzlich geregelt sei, unter welchen Bedingungen genetisch veränderte Pflanzen angebaut werden könnten. Diese Regelungen seien durchaus ausreichend und die Bevölkerung damit einverstanden, so Gabriel, denn jeder könne jederzeit nachprüfen, ob ein Lebensmittel gentechnikfrei sei. Dass dies angesichts der Umfragewerte durchaus angezweifelt werden darf, behielt der Minister wohlweislich für sich. weiterlesen »
Es gibt Fleischfresser und Vegetarier. Und dann gibt es noch eine etwas kleinere Clique, die sich dem strikten Gebot unterworfen hat, jegliche Tierprodukte zu meiden.
Veganer essen kein Fleisch, keinen Fisch, keine Eier und keinerlei tierische Produkte. Auch in anderen Bereichen des Lebens achten Veganer mehr oder weniger strikt darauf, durch ihr Konsumverhalten nicht für den Tod von Tieren verantwortlich zu sein.
Das fängt wie gesagt beim Essen an. Veganer lehnen jegliche Form von Verzehr tierischer Produkte strikt ab. Dabei geht es nicht nur um direktes “totes Tier” wie Steak oder Muscheln. Auch tierische Erzeugnisse wie ein Ei, Milch oder Honig sind für Veganer tabu.
Mit dem gängigen Vorurteil gegenüber jeder Form von Vegetarismus müssen natürlich auch die Veganer kämpfen: So heißt es, den Menschen fehle das Eiweiß aus dem Fleisch und die für Stoffwechsel und Kreislauf wichtige Fettsäuren aus dem Verzicht von tierischen Fetten. Das ist natürlich Quatsch, für fast alle carnivoren Arten, sich Proteine zu verschaffen, gibt es vegetarische Ausweichmöglichkeiten. Zusätzlich wird der Eiweißbedarf des Menschen oft überschätzt.
Wirklich strikte Veganer gehen den Weg der Vermeidung konsequent weiter: So wird auch bei Kleidung darauf geachtet, kein Prozent Wolle oder Leder verarbeitet zu wissen. Mit Baumwolle oder Synthetikfasern bieten sich ja auch genug Ausweichmöglichkeiten an!
Tierversuche sind ein weiteres wichtiges Thema für Veganer. Durch Tierversuche zustandegekommene Produkte wie bestimmte Hautcremes oder z.B. Haarspray sind im strikt veganischen Kontext unakzeptabel.
Die Gründe für Veganismus sind meistens ethisch motiviert. Es geht darum, dass der Mensch durch sein Herrschaftsverhältnis über das Tier sich Rechte herausnimmt, die nicht unbedingt notwendig für sein Überleben sind, sondern aufgrund der menschlichen Bequemlichkeit den Tieren Leid zufügen. Das Argument, dass Tiere extra gezüchtet werden, um beispielsweise geschlachtet zu werden und sie ohne den Menschen gar nicht existieren würden ist für einen Veganer nichtig – schließlich ist es keine Entschuldigung für den Vorwurf, man würde Mord an Tieren begehen.
Die Veganische und die Bio-Bewegung überschneiden sich an vielen Punkten, auch wenn Veganismus sicherlich die extremere Auslegung eines ähnlichen Grundgedankens ist.
Auch mit Bio-Zutaten kann man einen köstlichen Sommerkuchen zaubern! Deswegen gibt es hier und heute ein leckeres Rezept für die Himbeertorte “St. Jacques” von Bio-Spitzenkoch Rainer Hensen.
Zutaten (für 6 Personen):
1 kg Himbeeren
450 g Mehl (Typ 550)
400 g Butter
250 g Zucker
120 g Puderzucker
130 g weiße Schokolade
5 Eier
1 Eigelb
20 g Honig
1 TL Sesamöl
1 Vanilleschote
1 Blatt Gelatine
4 TL Himbeergelee
Nudelholz
Springform (Durchmesser 26 cm)
Zeit für die Zubereitung: rund 90 Minuten
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