Neben dem Kopfwasser kann man das Grundrezept auch so anreichern, dass speziell Schuppen behandelt werden.
Zutaten:
- 50g Brennnessel-Tinktur
- 20g Klettenwurzel-Tinktur (selbst ansetzen oder aus der Apotheke)
- 20g Calendula-Tinktur
- 20 Tropfen Rosmarin-Öl
- 100g Hamameliswasser
Die Tinkturen miteinander vermischen und das Rosmarin darin auflösen. Mit dem Hamameliswasser aufgießen und abschließend in eine dunkle Flasche abfüllen.
Das würzig duftende Haarwasser eignet sich ideal zur täglichen Behandlung der Kopfhaut und damit des Haarbodens. Es belebt, durchblutet und klärt die Kopfhaut, ohne sie dabei zu entfetten. Die heilenden Substanzen wirken dabei der Bildung von Schuppen entgegen. Als Anti-Schuppenkur sollte man das Haarwasser daher regelmäßig, mindestens einmal am Tag, anwenden.
Bei Schuppen, fettiger Kopfhaut, Haarausfall, Entzündungen auf der Kopfhaut und dergleichen gibt es wenig, was unserer Kopfhaut besser bekommt, als ein Haarwasser aus Brennnesseln.
Zutaten:
- 40g Brennnessel-Tinktur
- 1/2 Teelöffel Arnika-Tinktur (gibt es in der Apotheke, kann aber auch selbst angesetzt werden)
- 60g Hamameliswasser
Alle Zutaten werden in eine Flasche mit Spritzverschluss gefüllt und dann gut durchgeschüttelt.
Die Kopfhaut sollte so oft wie möglich mit dem würzig duftenden Kopfwasser einmassiert werden. Es wirkt sanft desinfizierend, durchblutungssteigernd und klärend und regt zudem das Haarwachstum an.
Die Tinktur von Brennnesseln kann man auch fertig in der Apotheke kaufen, aber 1. kostet dies Geld und 2. kann man natürlich nie sicher sein, ob auch wirklich alles “bio” ist. Wer sparen will und auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Tinktur auch selbst ansetzen. Man verwendet sie vor allem als Bestandteil von Haarwasser oder Shampoo.
Zutaten:
- 3g frische Brennnesselblätter
- 100g Alkohol 70% (gibt es z.B. in der Apotheke oder der Drogerie)
Zubereitung:
Die frisch gezupften Brennnesselblätter in ein dunkles (Apotheker)Glas mit breiter Öffnung geben und mit Alkohol übergießen. Falls die Blätter recht groß sind, sollten sie vorher kleiner geschnitten werden. Das Glas bzw. die Flasche verschließen und an die Sonne oder einen warmen Platz im Haus stellen. Ab und zu gut durchschütteln!
Nun braucht es etwas Geduld, denn die Tinktur braucht ganze vier Wochen, um anständig durch zu ziehen.
Nach vier Wochen die fertige Tinktur abseihen (also durch ein Sieb gießen
).
Ob am Seeufer, an der vielbefahrenen Bundesstrasse oder im Hinterhof: Die Brennnessel ist hart im Nehmen und wächst fast überall.
Dabei gab es Zeiten, in denen man sie kaum finden konnte. Nicht, weil sie nicht wuchs, sondern weil sie ständig abgeerntet wurde. Zu dieser Zeit wussten die Menschen eben noch, was für eine Wunderpflanze die Brennnessel ist!
Brennnesseln sind krautartige Pflanzen, die manchmal büschelweise wie Sträucher wachsen. Sie erreichen, je nach Standort, Wuchshöhen von 10 bis 150 Zentimetern und ihre Stängel sind unverzweigt und mit Brenn- sowie Borstenhaaren besetzt.
Wer von uns hat noch nie Bekanntschaft gemacht mit der Brennnessel? Erst brennt es, dann juckt es und irgendwer tröstet einen sicher mit den Worten “Macht nichts, dafür bekommst du später kein Rheuma”. Später bekommt man Quaddeln, die einem noch ein paar Tage lang Freude bereiten und die auch als “Nesselsucht” bekannt sind. Zu verdanken haben wir das den schon erwähnten Brennhaaren. Diese Brennhaare hat die Pflanze als Schutzmechanismus am Stängel entwickelt.
Es sind lange Röhren, deren Wände im oberen Teil durch eingelagerte Kieselsäure hart und spröde wie Glas sind.Brennnesseln lassen sich gefahrlos anfassen, indem man sie von unten nach oben überstreicht. Andernfalls kann das Köpfchen schon bei einer leichten Berührung abbrechen und hinterlässt eine schräge, scharfe Bruchstelle, gleich der einer medizinischen Spritzenkanüle. Bei Kontakt sticht das Härchen in die Haut des “Opfers”, und sein ameisensäurehaltiger Inhalt („Methansäure“) fließt in die Wunde und verursacht brennenden Schmerz und oft auch Entzündungen.
Andere Wirkstoffe, die die Brennnessel enthält, sind zum Beispiel Serotonin (das Zeug, dass in unserer Hirnchemie entscheidend ist für gute oder schlechte Stimmung), Histamin (also das, worauf wir allergisch reagieren können – deswegen heißen Anti-Allergika auch Anti-Histamine), Acetylcholin (ein Neurotransmitter, der z.B. der Informationsübermittlung zwischen Nerv und Muskel dient) und Natriumformiat (das Salz der Ameisensäure).
Wenn man sich also mal diese Wirkstoffe anschaut, dämmert es wohl jedem, dass die Brennnessel sicherlich so einiges kann. Ganz nebenbei enthält die junge Brennnessel auch ne Menge Vitamine und ist als Salat, Suppe oder Tee nicht zu verachten! Die Brennhaare werden dabei entweder durch Kochen oder durch die Vermischung mit einer Sauce vernichtet, also keine Sorge, die Zunge leidet nicht
Die mehrjährige Große Brennnessel (Urtica dioica) ist eines der ältesten Heilkräuter mit einem breiten Wirkungsspektrum und gilt heute längst nicht mehr nur als Unkraut, sondern auch unter Wissenschaftlern wieder als eine „Königin unter den Heilpflanzen“.
Die Caffeoyl-Chinasäuren, die in der Brennnessel enthalten sind, wirken schmerzlindernd, adstringierend und entzündungshemmend, was die Medizin vor allem zur Linderung von Arthroseschmerzen und Gelenkrheumatismus nutzt; außerdem werden Brennnesseln therapeutisch eingesetzt bei Erkrankungen der Atmungsorgane und Magen-Darm-Katarrh mit Kolikschmerzen.
Für die harntreibende Wirkung sind vor allem die Kaliumsalze verantwortlich. Besonders die Wurzel gilt als wichtiges Mittel bei Prostatabeschwerden, da sie die Prostata entstaut, wodurch das Urinieren leichter fällt. Auch andere Erkrankungen der Harnorgane werden mit Brennnesselpräparaten behandelt. Bei Blutarmut soll die kurmäßige Einnahme von Brennnesselsaft helfen.
Daneben setzt die Volksmedizin die Brennnessel zur Anregung des Milchflusses bei Stillenden, bei Haarausfall, Hautausschlägen, Allergien, Osteoporose und Wechseljahrsbeschwerden sowie bei Blutarmut und Erschöpfung ein. In Milch gekochte Wurzeln werden gegen Ruhr und Durchfall empfohlen. Früher kam die Brennnessel auch zur Bekämpfung und Vorbeugung von Skorbut zum Einsatz.
Noch im Zweiten Weltkrieg sollen Brennnesseln zum Verbinden infizierter Wunden verwendet worden sein, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.
Die Heilpflanze wird in Form von Kapseln, Dragées, Presssäften und Tees angeboten. Gesammelt wird das ganze Kraut (Herb. Urticae).
Ist doch unglaublich, oder? Und an so einer tollen Pflanze laufen wir tagtäglich vorbei und würdigen sie kaum eines Blickes. Dabei würde sie uns einiges an Krankheiten und vor allem Geld sparen, wenn wir sie mal ein wenig mehr beachten würden
Also, falls ihr in eurem Garten Brennnesseln entdeckt, dann lasst sie doch einfach mal stehen und probiert euch durch die selbstgemachte Brennnessel-Kosmetik oder die Rezepte! – Mehr bio geht kaum noch.
Der Sommer kündigt sich an und es wird hoffentlich so richtig schön warm. Meist hat man dann nur keinen rechten Appetit. Durch die Hitze steht vielen wahrscheinlich nicht der Sinn nach einer warmen Mahlzeit. Ein lecker erfrischendes Rezept aus der Bio-Küche ist hier vielleicht genau das Richtige.
Bei einer Kreation mit gesundem Gemüse lässt es sich im Sommer gutgehen und liegt auch nicht so schwer im Magen. Wie wäre es mal mit einem köstlich sommerlichen Gemüsepfanne mit Schafskäse?
Bei dem Bio-Händler Ihres Vertrauens erhalten Sie die wichtigsten Zutaten für das folgende Gericht.
Zutaten:

Beilage:
Zubereitung (etwa 15min):
Die geshnittenen Zucchinischeiben und Zwiebeln in etwas Wasser andünsten (bessere Alternative zu Öl). Anschließend die Tomatenwürfel , Olivenöl und Knoblauch langsam unterrühren. Jetzt den Schafskäse auf das dünstende Gemüse geben, dann mit Pfeffer würzigen und alles zusammen erwärmen.
Währenddessen den Vollkorntoast toasten, mit Knoblauch belegen und mit Öl beträufeln.
Eine Alternative zum Toast wäre vielleicht ein leckeres Kräuterbrot oder ein Tomaten-Sommerbrot. Rezepte und Anregungen finden Sie im Internet.
Vor einigen Jahren wurde noch von der großen Entdeckung geredet. Passend zum wachsenden öffentlichen Umweltbewusstsein und den beschworenen Schreckensbildern von zügig schmelzenden Polkappen erschien Biokraftstoff als sauberer Ausweg aus dem CO-2-Desaster.
Biokraftstoff sollte zum einen neue Alternativen zum schwindenen Öl als Treibstoffressource bieten, zum anderen hat Biodiesel eine bessere CO2-Bilanz in der Verbrennung als herkömmliche Kraftstoffe. Damit wäre der Nachschub an Kraftstoffen für das neue Jahrtausend gesichert gewesen und die Umwel wäre spürbar weniger belastet. So die offizielle Vision / Version der Verantwortlichen, als der Biokraftstoff zur Jahrtausendwende massiv gehyped und beworben wurde.
Die Realität zeigt auf tragische Weise, dass sich die Dinge in die völlig falsche Richtung entwickelt haben. Biokraftstoffe sind, vor allem in den USA und Mexiko, für die zunehmende Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen für Kraftstofferzeugnisse verantwortlich. Das bedeutet, wo früher eine Ressource für Brot produziert wurde, wird heute der Grundstoff für Biokraftstoff hergestellt. Dieser Umstand hat global gesehen massive Auswirkungen: In den letzten drei Jahren sind nach Angaben der Weltbank die Lebensmittelpreise um 83 Prozent gestiegen. Das liegt nicht nur am Biotreibstoff, dieser ist aber ein wichtiger Faktor in der Inflation der Preise für Grundnahrungsmittel. Als Reaktion darauf sind 33 Länder von Unruhen bedroht, in Haiti wurde sogar die Regierung gestürzt, weil hungrige Menschen rebellierten. So hat das Bemühen der westlichen Welt um Biotreibstoff den ärmeren Teil der Welt noch mehr als vorher in den Hunger getrieben.
Ich habe einen sehr interessanten Kommentar gelesen, in dem die These aufgestellt wird, zumindest in der USA sei dieser Markteffekt beabsichtigt gewesen. Die Regierenden hätten nur nicht mit einer derart globalen Reaktion gerechnet, sondern wollten durch die Konzentration auf Bio-Ethanol-Produktion die Getreidepreise nach oben treiben.
Der sogenannte Bio-Kraftstoff tut jedenfalls nichts anderes, als gegen eine wichtige Grundregel der “Bio”-Bewegung zu verstoßen: Die Nachhaltigkeit ist in einem noch nie dagewesenen Maße nicht gegeben. Wir schädigen durch die Konzentration auf das “Bio”-Produkt Autotreibstoff nur diesmal nicht die Natur, sondern in erster Linie uns selbst.
Der große “Bio”- Fluss hat seit einen Jahren einen neuen Ableger: Ökologisch verträgliche Fischprodukte und Meeresfrüchte.
Ein Artikel des SWR zitiert Andreas Lippmann von der Deutsche See Fischmanufaktur zum Thema. Danach sei “eine kontrollierte Aquakultur nach ökologischen Richtlinien” auf dem Markt immer erfolgreicher. Das war vor 2 Jahren, aktuell lässt sich beobachten, dass dieser Trend im Lebensmittelgeschäft sich verfestigt hat.
So hat der Naturland-Verband für den Ökologischen Landbau auf seiner Website einen eigenen Bereich für nachhaltige Aquakultur.
Egal, um welche Art von Meereserzeugnis es sich handelt – Lachs, Karpfen, Jakobsmuscheln oder einfach nur Fischstäbchen – folgende Richtlinien sind dem Verband sowohl bei der Fischzucht als auch bei der Verarbeitung wichtig:
- Nachhaltigkeit des Anbaus: Sowohl die Standorte für Fischzucht sollen sorgfältig ausgewählt werden, als auch einheimische Ressourcennutzer nicht verdrängt werden. (z.B. Fischer)
- Die Besatzdichten der Zuchtbecken dürfen nicht zu hoch sein und es darf keine Chemie eingesetzt werden
- Futtermittel, Medizin für die Fische und Behandlungsmethoden müssen ökologisch abbaubar sein
- Es darf nicht für die Zuchtbecken und Netzgehege zu Futterzwecken gefischt werden, das Fischmehl und -öl im Futter soll aus der Verarbeitung von Speisefischen stammen.
- Gentechnik ist tabu
- Die Weiterverarbeitung des Fisches soll nach “Ökologischen Richtlinien” erfolgen, was das genau heißt, kann man ebenfalls auf der Website des Verbandes nachlesen.
Es wird also – wie so oft, wenn sich ein “bio”-Siegel verdient werden soll – darauf geachtet, dass der Konsum der Meereserzeugnisse weder der Anbauumgebung noch dem Endkonsumenten schadet. Meiner Meinung nach ist es höchste Zeit, dass in Sachen biologischer Anbau verstärkt auf unsere Meere geachtet wird, schließlich ist das Meer der größte Lebensraum des Planeten!
Für alle, die den ökologischen Landbau populärer machen wollen, gibt es eine sehr hilfreiche Seite im Internet.
Auf der Seite von Oekolandbau.de gibt es einen ganz hervorragenden Public Relations- Leitfaden für Ökobauern, Erzeugergemeinschaften, Verbände, Großküchen und andere Interessierte. Die direkte Verbraucheransprache wird hier ebenso näher gebracht wie die Eigenwerbung , die Umsetzung von Aktionen sowie Projekten. Unter “Downloads” gibt es Vorentwürfe für Flyer und Plakate und ausserdem findet man 52 anregende Aktions-Ideen rund um das Thema “Bio”. Also genau das Richtige für alle, die sich schon immer engagieren wollten, aber bislang nicht wussten, wo und wie.
Heute werde ich mal ein wenig persönlich, aus gegebenem Anlass.
Von jemandem, der einen Bio-Blog schreibt, erwartet man jetzt vermutlich eine absolute Kontra-Einstellung zum Thema Tierversuche.
Nun, ganz so ist es dann doch nicht…
In bestimmten Bereichen erachte ich sie als sinnvoll und notwendig, so sehr es mir auch mein tierliebendes Herz bricht.
Wenn man in den Medien die Bilder der bei Tierversuchen misshandelten Tiere sieht, stockt einem der Atem.
In gewissen Punkten muss man dann doch aber mal den gesunden Menschenverstand einschalten.
Wir leben nicht mehr im Mittelalter! Auch die härtesten Ökos greifen bei Schmerzen gerne zur Tablette oder lassen sich bei Bedarf operieren oder den Arm eingipsen. Und all das wäre nun mal ohne Tierversuche nicht möglich. Es gäbe noch Pest und Cholera, eine kleine Erkältung wäre lebensbedrohlich, Verhütung unmöglich. Die Welt würde allerdings wohl kaum, wie so gerne behauptet wird, aus den Nähten platzen vor lauter Menschen, denn die meisten würden wohl kaum das 30. Lebensjahr erleben. Eben wie im Mittelalter…
Ziele von Tierversuchen sind der Erkenntnisgewinn in der Grundlagenforschung und die Entwicklung und Erprobung neuer Therapiemöglichkeiten in der Medizin. Es wird geschätzt, dass weltweit jedes Jahr mindestens 100 Millionen Wirbeltiere – vor allem Zuchtformen der Hausmäuse und der Wanderratten, aber auch Primaten – für Tierversuche verwendet werden. Viele davon sterben während der Experimente oder werden anschließend getötet. Die Forschung mit Tieren wird in Universitäten und Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen und Dienstleistungsunternehmen durchgeführt. Die meisten Tiere werden eigens für Forschungszwecke gezüchtet, nur sehr wenige werden dafür aus der freien Wildbahn gefangen.
So steht es bei Wikipedia.
Nun, gäbe es keinerlei Tierversuche, hätte ich keine Eltern mehr, denn beide mussten sich Operationen und Behandlungen unterziehen, die ohne jegliche Tierversuche nicht möglich gewesen wären. Und selbstverständlich macht es mich sehr sehr froh, dass ich deswegen
meine Eltern noch habe! Genauso, wie es mich erleichtert, wenn ich bei Kopfschmerzen eine Tablette nehmen kann. Für all diese Sachen ist es notwendig, dass es Tierversuche gibt.
Aber absolut unnötig ist es, für die 153. Sorte von Kopfschmerztabletten die 153. Tierversuchsreihe durchzuführen!
Längst
weiß man doch, dass Tiere in den seltensten Fällen einen identischen Krankheitsverlauf haben wie Menschen – aber sie haben dasselbe Schmerzempfinden! Da werden Krankheiten künstlich am Tier ausgelöst, die das Tier NIEMALS bekommen würde! Reicht es denn nicht, EINE oder ZWEI Testreihen durchzuführen? Können Wirtschaft und Wissenschaft nicht die Befunde per Netzwerk miteinander teilen?
Nein, ich vergaß, in einer marktwirtschaftlichen Welt ist das nicht möglich. Es schaffen nicht einmal die Universitäten, untereinander die Ergebnisse zu teilen.
Jede Veröffentlich ist Geld, wer zuerst malt, streicht die meisten Zuschüsse ein. Was ist da schon ein Tierleben wert?
Wenn es doch wenigstens um neue Erkenntnisse ginge, aber der Großteil der Tierversuche im medizinischen Bereich dreht sich um Dinge, die längst getestet sind, längst bekannt sind. Doch will eben jeder seinen eigenen Test haben, und dann noch einen Bestätigungstest.
Und vielleicht noch einen dritten, vierten, damit man sicher sein kann, dass die Ergebnisse ja auch nicht abweichen.
Noch schlimmer aber sind die Tierversuche in anderen Bereichen als denen der Medizin….
Ich verurteile aufs Schärfste Tierversuche in den Bereichen der Kosmetik oder der Textilindustrie! Sollen sich doch die aufgetakelten Tussis selbst die neue Wimperntusche an die Augen schmieren und gucken, was passiert! Oder der Vorstandschef, der kann seine neuen Textilprodukte ja mal gerne selbst testen, anstatt das den rasierten Kaninchen und Hunden zu überlassen.
Auch im Bereich der Schönheitschirurgie hält sich mein Verständnis mehr als in Grenzen (ich spreche wohlgemerkt hier explizit nicht von der Rekonstruktions-Chirurgie!)! Ich finde es abstoßend, dass tausende Tiere sterben müssen, nur damit sich die “schönen” Reichen ihren Busen polstern, die Falten wegspritzen oder das Gramm Fett am Oberschenkel absaugen lassen können! ![]()
Ich gebe offen zu, ja, ich war durchaus stellenweise erheitert, als ich kürzlich las, welche Auswirkungen beispielsweise Botox auf den menschlichen Geist hat. Schade, dass man für diese Erkenntnis Tierversuche benötigt hat, denn dass die Botox-Süchtigen nicht alle Latten am Zaun haben, war mir persönlich schon vorher klar. ![]()
Italienische Forscher um Matteo Caleo injizierten Ratten das Nervengift in die Schnurrhaarmuskeln. Bereits nach drei Tagen hatte sich das Toxin im Körper ausgebreitet und war auch in Gehirnzellen nachweisbar. Caleo setzte dazu eine neue Methode ein und suchte den Körper der Tiere nach Fragmenten des SNAP-25-Proteins ab, das bei der Erregungsübertragung von den Nervenzellen zum Muskel eine Rolle spielt und von Botulinumtoxin zerstört wird. Im Gegensatz zu der bisher eingesetzten Nachweismethode mit Jod-125 wurde er damit fündig. Die Studienergebnisse sind brisant, denn allein im vergangenen Jahr wurde weltweit Botox im Wert von 1,2 Milliarden Dollar verkauft.
1,2 MILLIARDEN!!!
Stockt nur mir dabei der Atem? Was hätte man mit diesem Geld weltweit bewirken können?!
Aber nein, es wird in die Falten gespritzt, auf dass jede Mimik entfällt und das Gesicht aussieht wie mit dem Bügeleisen bearbeitet, unecht, puppenhaft, UNattraktiv! Für diesen Mist sterben LEBEWESEN! Ob sich die ent-falteten Damen und Herren dessen bewusst sind? Ich glaube kaum.
Mittlerweile ist es ohnehin mehr als umstritten, ob Tierversuche überhaupt einen Nutzen haben. Auf den Internetseiten des Vereins “Ärzte gegen Tierversuche e.V.” findet man viele harte Fakten, die zum Nachdenken anregen.
Und wenn die Fakten nicht reichen: Die Bilder sprechen für sich.
Nähere Erläuterungen zu dem, was ihr auf den Fotos hier seht, bekommt ihr in unten stehendem Video.
BITTE nehmt euch die 9 Minuten und schaut euch dieses Video an! Hier kommen Menschen zu Worte, die wissen, wovon sie sprechen und mit Sicherheit werdet ihr einiges dazu lernen.
Wenn ihr euch aktiv gegen Tierversuche und für den Tierschutz einsetzen möchtet, habt ihr beispielsweise beim Deutschen Tierschutzbund, PETA oder euren örtlichen Tierheimen und Tierschutzverbänden die Möglichkeit dazu.