Die Nutzung von Bioenergie, die durch die Verwertung von Biomasse gewonnen wird, soll bis 2020 in Deutschland verdoppelt werden. Wie wird sie erzeugt und wie kann sie genutzt werden?
In Deutschland deckt Bioenergie 5% des Hauptenergiebedarfs. Im Rahmen des nationalen Biomassenaktionsplans von 2009 soll dieser Wert bis 2020 verdoppelt werden.
Der neue Biosprit E10 ist ab nächstes Jahr an den Tankstellen erhältlich und wer in Erwägung zieht, sich einen neuen PKW mit niedrigem Schadstoffausstoß anzuschaffen, sollte darauf achten, dass das zukünftige Gefährt den biologischen Kraftstoff E10 problemlos verträgt. In der Regel ist dies bei den meisten Neuwagen der Fall, jedoch sieht es bei gebrauchten Automobilen anders aus. Aber die jeweiligen Werkstätten können im Zweifelsfall darüber Auskunft geben.
Das mit 10% Bioethanol angereicherte Super E10 sollte bereits im Jahr 2008 auf den Markt kommen. Dafür sollte das bis dahin erhältliche E5 nicht mehr angeboten werden, was jedoch aufgrund einiger Widerstände unterschiedlicher Verbände (z.B. ADAC) scheiterte. Demnach hätten viele Kfz-Besitzer auf das weitaus teurere Super Plus umsteigen müssen, da viele Fahrzeuge den Biosprit Super E10 nicht vertragen.
Mittlerweile haben sich die Zuständigen geeinigt, und Super E5 soll weiterhin auf dem Markt bleiben. Jedoch kann an dieser Stelle vermutet werden, dass das altbekannte Normalbenzin stattdessen vom Markt genommen wird, das sich mittlerweile auf der preislichen Ebene von Super befindet. weiterlesen »
Bio-Bier war bis vor wenigen Jahren ein exotisches Gebräu in den Regalen der Bio-Supermärkte. Mittlerweile finden sich auch in hippen Bars und Discos zahlreiche Exemplare des ökologisch hergestellten Gerstensafts. Höchste Zeit für einen Test der beliebtesten Bio-Bier Sorten!
Bio-Bier stellen sich viele als ein dickflüssiges, bräunliches Gesöff aus der Ploppflasche vor, das mit einem spritzigen Pils nichts am Hut hat. Bis vor kurzem führten Bio-Biere noch ein Nischendarsein im Schatten der grossen Namen der Bierindustrie. Doch der Zeitgeist hat auch diese heilige Bastion der deutschen Lebensmittel erklommen, und die Nachfrage nach ökologisch gebrautem Gerstensaft ist immens gestiegen. Bio ist hip, und Bier sowieso. Doch kommen die Öko-Pilsener auch an den Geschmack der massenorientierten Produkte aus den grossen Brauereien heran?
Bio-Bier – Nur was für Ökofritzen?
Anhand der meisten Etiketten könnte man das zwar vermuten, doch der Mainstream Trend geht eindeutig in Richtung Bio. Immer mehr Tankstellen und Getränkehändler führen Bio-Bier im Sortiment, und hier greifen auch jüngere Leute gerne mal zu.
Bio-Bier – Wie ist das mit dem Geschmack?
Generell lässt sich feststellen, das Bio-Bier sich praktisch nicht von konventionell gebrauten Varianten unterscheiden lässt. Zu diesem Schluss kam auch Öko-Test, die unlängst einen umfangreichen Test von Bio-Bieren durchführten. Natürlich muss die Sorte identisch sein, das heisst ein dunkles Bock kann auch nur mit einem dunklen Bier mit ähnlichem Alkoholgehalt verglichen werden.
Natürlich gibt es mehr Bio-Biere, die etwas trüber daherkommen als ein klares Pilsener, doch durch weiterlesen »
Bio-Kamine sind in den letzten Jahren zu einem echten Trend geworden. Die Hersteller versprechen wohlige Atmosphäre im Wohnzimmer, ohne Kaminanschluss und Rauch. Die Verbrennung von Bio-Ethanol soll rückstandslos von Statten gehen, und angeblich keine schädlichen Dämpfe verursachen. Sind die Deko-Kamine eine lohnenswerte Anschaffung?
Viele Menschen wünschen sich einen Kamin im Wohnzimmer, doch über einen entsprechenden Anschluss verfügt nicht jeder, vor allem nicht in Mietwohnungen. Auch die Feuerstättenverordnung kann einem schnell einen Strich durch die Rechnung ziehen, wenn man die Installation eines Kamins im Eigenheim plant. Abhilfe versprechen die sogenannten Bio-Kamine, die zwar nicht das gemütliche Knistern bieten, aber dafür mit einem geruchlosen Feuer werben. Kann man in den dekorativen Kästen wirklich bedenkenlos Biosprit in der Wohnung verfeuern?
Bio-Kamine – Werbeversprechen und Realität
Nicht selten versprechen Hersteller von Bio-Kaminen potentiellen Kunden einige Dinge, die nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Zunächst sorgt die relativ kleine Flamme im Kamin nicht wirklich weiterlesen »
Der russische Designer Michael Smolyanov lässt mit seiner neuesten Kreation zwei Welten aufeinander prallen: Das “Bio Bike” ist ein Motorrad im organischen Design, das zudem unter Verwendung von organischen Materialien konstruiert wurde.
Rein optisch ähnelt es einem farbenfrohen Hybrid aus Grashüpfer und Medusa – Das Konzeptbike “M-Org” ist ein amtlicher Eyecatcher. In knalligem Grün mit gelben Akzenten springt dieser PS starke Hüpfer jedem ins Auge.
Bio Bike im knalligen Design
Auf den ersten Blick scheint sich Smolyanov bei der Konstruierung des “M-Org” hauptsächlich auf die Optik konzentriert zu haben. Die organisch geschwungenen Linien des Rahmens bilden eine spannenden Gegensatz zu den wuchtigen Reifen, die mit gelber Akzentuierung sehr kraftvoll zur Geltung kommen. Doch hinter der durchgestylten Fassade des Bio Bikes steckt noch mehr. weiterlesen »
Die Umwelt muss geschont werden. Das weiß die Automobilindustrie. Auf der IAA sind grüne Autos deshalb auch wieder ein wichtiges Thema. Einerseits steckt die Autobranche in der Krise andererseits gilt es jedoch weitere Alternativen zu finden, neben Biosprit.
Wann wird ein Auto endlich vollkommen grün sein? Und vor allen Dingen: Wird es bezahlbar sein für den normalen Autofahrer? Sparsame Motoren, sind das eine, hohe Anschaffungspreise jedoch das andere. Hybridfahrzeuge und Elektroautos sollen helfen unsere Welt sauberer zu gestalten. Aber was nützen die besten Konstruktionspläne wenn es entweder an der Umsetzung oder an der Finanzierung scheitert?
Nicht nur die Forscher der Universität Wien arbeiten an Lösungen für wirklich umweltfreundlichen Biosprit. ![]()
Auch hierzulande wird schon lange geforscht und entwickelt.
Maßgeblich beteiligt ist daran die Berliner Firma Cyano Biofuels, die eng mit dem Institut für Biologie der Humboldt-Universität zu Berlin zusammenarbeitet und zur Cyano Biotech GmbH gehört.
Der Unternehmensschwerpunkt liegt auf der biotechnologischen Nutzung der Cyanobakterien, insbesondere der Entwicklung und Optimierung von Cyanobakterien für die Produktion umweltfreundlicher Biokraftstoffe.
Dabei wird eng mit Forschern und Unternehmern aus aller Welt zusammengearbeitet, unter anderem der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, dem Bundesumweltamt und der University of Hawaii. weiterlesen »
Pflanzliche Rohstoffe für die Produktion von Biotreibstoffen stehen aufgrund der Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion nicht unbegrenzt zur Verfügung.
Ein Team um den Wissenschaftler Michael Schagerl vom Institut für Meeresbiologie an der Universität Wien hat einen potenziellen Rohstoff für Bio-Diesel gefunden, der keine Agrarflächen benötigt und auch nicht mit Feldfrüchten und Getreide in Konkurrenz steht: Algen.
Nun wird strategisch nach bestimmten Algensorten gesucht, die sich für die Diesel-Gewinnung eignen.
In einem ersten Schritt werden Algen isoliert, kultiviert und auf ihren maximalen Ölertrag getestet. In einem weiteren Schritt wird ein Modellphotobioreaktor errichtet, die Algenernte optimiert und Algenöl zu Bio-Diesel verestert. Schließlich ist vorgesehen, einen Bioreaktor mit den Abgasen eines Biomassekraftwerkes zu betreiben. Somit wird das bei der Verbrennung entstandene Kohlendioxid wieder als Biomasse gebunden.
Algensprit ist klimaneutral und somit den bisher verwendeten fossilen Energieträgern vorzuziehen. Durch die hohen Wachstumsraten der Mikroalgen und die Verwendung von Photobioreaktoren geht im Gegensatz zu Bio-Diesel aus Feldfrüchten nur wenig potenzielle Agrarfläche verloren. Damit wäre die Gewinnung von Biokraftstoffen aus Algen ein Ausweg aus der zunehmenden Armut, die im Zuge der Biosprit-Gewinnung besonders in den sogenannten Dritte-Welt-Ländern um sich greift. Mit diesem Verfahren kann Algenöl zu hochwertigem Bio-Treibstoff verarbeitet werden, ohne dass Konkurrenz zur Lebensmittelgewinnung entsteht.
Das Bundeskabinett hat diese Woche auf Vorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eine neue gesetzliche Grundlage für die Förderung der Biokraftstoffe beschlossen.
Ziel des Gesetzes ist es, Konkurrenzen um Anbauflächen für Biosprit und Nahrungsmittel zu vermeiden und den Ausbau der Biokraftstoffe stärker als bisher auf die effektive Minderung der Treibhausgasemissionen auszurichten. Die bisher für den Beginn des kommenden Jahres vorgesehene Erhöhung der Beimischungsquote auf 6,25 Prozent wird um ein Jahr verschoben.
Dem Kabinettsbeschluss zufolge soll der gesetzlich festgelegte Beimischungsanteil von Biokraftstoffen für das Jahr 2009 zunächst von 6,25 auf 5,25 Prozent gesenkt werden, jeweils bezogen auf den Energiegehalt. Erst ab 2010 soll dieser Anteil auf 6,25 Prozent angehoben werden und bis 2014 auf diesem Niveau eingefroren bleiben. Die Höhe die Quoten soll 2011 überprüft werden. Dabei wird insbesondere die Frage der Nachhaltigkeit der Produktion der Biokraftstoffe eine herausgehobene Rolle spielen.
Mit dem Gesetz soll auch erstmals aus Biogas aufbereitetes Biomethan auf die Ottokraftstoff- und die Gesamtquote angerechnet werden können. Auch bei dieser Regelung steht der Klimaschutz im Vordergrund: Biomethan soll nur dann angerechnet werden können, sofern bestimmte Anforderungen im Produktionsverfahren erfüllt sind, die eine günstige Klimabilanz gewährleisten. Biomethan zeichnet sich insbesondere durch einen hohen Energieertrag pro Hektar Anbaufläche aus.
Außerdem ist vorgesehen, die steuerliche Belastung von reinem Biodiesel in den kommenden Jahren um jeweils 3 Cent pro Liter gegenüber der bisherigen gesetzlichen Regelung abzusenken. Biodiesel, das als so genannter “Reinkraftstoff” außerhalb der Quote verkauft wird, wird damit im Jahr 2009 mit 18 statt 21 Cent pro Liter besteuert.
Das Alkohol oder besser gesagt, Ethanol, Fahrzeuge betreiben kann ist vor allem in Süd- und Lateinamerika beliebt.
Das bisherige Problem mit dem Bio – Sprit war derjenige, dass es zu einer Nahrungsmittelverknappung beziehungsweise zu einer Preissteigerung kam – und zwar weltweit. Der Frankfurter Mikrobiologe Eckhard Boles will nun Treibstoff brauen.
Das Zauberwort hierfür heißt Butanol. Dank dem Mehr an Kohlenstoffatomen lässt sich aus Butanol mehr Energie holen.
Aber die Forschung dauert noch. Es bedarf einer Hefekultur, die Zucker besser umwandeln kann, als es die heutige Hefepilz bewerkstelligt. Der Clou dabei ist jedoch, den Sprit aus pflanzlichem Abfall entstehen zu lassen. Damit hätte man das Problem mit der Welternährung, den steigenden Preisen erst einmal gelöst. Oder etwa nicht? Was wenn die Energieproduzenten das ganze Stroh aufkaufen, was machen dann die Bauern? Und was werden unsere Kühe fressen? Sicherlich kann man diesen Treibstoff auch aus anderen Abfällen gewinnen. Stroh liegt aber schon gelagert in den vielen Scheunen dieses Landes.
Letztlich bleibt dann noch die Frage, ob das nicht auch die CO2 Konzentration erhöht? Fossile Emissionen sind zwar höher, schon allein wegen der Logistik, aber ganz ohne ist auch der Bio – Sprit nicht.