In der heutigen Zeit spielen Bioprodukte einer immer bedeutendere Rolle. Junge Eltern achten beispielsweise bei Einkauf auf die kleinen, grünen Biosiegel, um ihre Kinder möglichst gesund zu ernähren. Studenten stellen ihre Ernährung teilweise sogar ganz auf Bioprodukte um. Bio-Obst und Bio-Gemüse schön und gut, aber Bio-Schokolade? Schmeckt sie genauso lecker wie handelsübliche Schokolade?
Bedingt durch eine gute Zutatenauswahl und einen langen Chonchierprozess, kann bei der Herstellung von Bio-Schokolade auf den Einsatz von Emulgatoren verzichtet werden. Somit kann der Eintrag von eventuell gen manipulierten Sojabohnen ausgeschlossen werden. Der Hersteller VIVANI verwendet außerdem anstelle von Süßungsmitteln Rohrzucker, was nach eigenen Angaben auch nicht bei allen Bio-Schokoladen so angewandt wird. Durch diesen Zucker bleiben mehr Mineralstoffe in der Schokolade erhalten und der eigentliche Kakaogeschmack wird trotzdem nicht verfälscht. Für VIVANI spielt der Beitrag zum Erhalt einer nachhaltigen und gesunden Landwirtschaft in den Ländern, aus denen die Rohprodukte für ihre Bio-Schokolade exportiert werden, eine bedeutende Rolle.
Mit dem Kauf von Bio-Schokolade unterstützen sie als Konsumenten landwirtschaftliche Betriebe in Lateinamerika und Afrika. Diese erhalten mit ihrer Hilfe eine Chance weiterhin eine nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben und somit ihre Familien zu ernähren.
Sie müssen sicher tiefer in die Tasche greifen, als wenn sie Schokolade im Discounter kaufen, aber wie sie sehen: Es lohnt sich!
Auch Süßigkeiten können weniger süß sein und Bio-Normen entsprechen. Die Grabower Süßwaren GmbH produziert erfolgreich Bio-Schaumküsse.
Neben den beliebten “Grabower Küsschen” exportiert der ostdeutsche Betrieb nun auch weltweit seine Bio-Dinkel-Kekse.
Vor drei Jahren entstand die Idee, einen Bio-Kuss für den Naturkostmarkt herzustellen.
Zur Zeit arbeiten in der Grabower Unternehmensgruppe 700 Vollzeitkräfte an vier Standorten in Mecklenburg, Thüringen, Bayern und Sachsen.
Im mecklenburgischen Grabow werden täglich 6,5 Millionen Schaumküsse hergestellt, zuckerfreie und Bio-Küsse mitgezählt.
Letztere kommen ohne gehärtete Fette im Schokoladenüberzug und dem Waffelboden aus. weiterlesen »
Die Zahl der Bio-Landwirte und Öko-Lebensmittel-Produzenten in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen.
Insgesamt 2036 Unternehmen durften 2007 ihre Produkte mit Hinweisen auf den ökologischen Landbau versehen, wie das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg mitteilte.
Die Zahl der Bio-Bauernhöfe habe sich dabei von 1999 bis 2007 von 576 auf 1242 Betriebe mehr als verdoppelt.
Die ökologisch bewirtschaftete Ackerfläche betrage mittlerweile mehr als 69 400 Hektar. Das entspricht bei insgesamt 2,62 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in Niedersachsen einem Anteil von 2,6 Prozent.
Auch die Zahl der Betriebe, die ökologische Produkte verarbeiten oder vermarkten, hat nach LAVES-Angaben zwischen 1999 und 2007 stark zugenommen, und zwar 321 auf 794 Unternehmen.
Wer das erste Mal ein Emmerbrot sieht, könnte es auch gut mit einem dunklen Roggenbrot verwechseln.
Kräftig und nussig jedoch ist sein Geschmack.
Aus dem Anbau verschwunden ist der Emmer, ein Spelzgetreide wie Dinkel, vor allem wegen seines geringen Ertrags. Bei konventionellem Weizenanbau liege die Erntemenge bei zehn Tonnen pro Hektar. Der Spelz, eine unverdauliche Schutzhülle rund um das einzelne Korn, sorgt für einen zusätzlichen Arbeitsgang, denn er muss fachgerecht entfernt werden, bevor das Korn gemahlen werden kann. Emmer ist deshalb noch teurer als Dinkel und führt beim fertigen Brot zu einem Kilopreis von fünf Euro.
Dafür steckt im Emmer wesentlich mehr Inhalt als in Weizen oder Roggen. Emmer enthält mehr Beta-Karotin und mehr Mineralstoffe, beispielsweise Zink und Magnesium. Auch als Auslöser von Allergien sei Emmer gänzlich unverdächtig.
Emmer, oft auch Zweikorn genannt, der bereits in den Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens verwendet wurde, muss weder gespritzt noch gedüngt werden und eignet sich deshalb besonders für den Bioanbau.
Verbreitet ist die Annahme, dass Emmer aufgrund seiner geringen Klebeeigenschaften nicht für die Brotzubereitung geeignet ist. Doch dem ist nicht so. Emmer erfordert jedoch ein spezielles Backverfahren.
Auf dem Talhof, dem rittältesten biologisch-dynamisch arbeitende Bauernhof weltweit (betrieben von der Ludolf-Andreas-Gesellschaft der Voith-Tochter Dr. Cornelia Hahn) bäckt Claus Ruoff beispielsweise nach strengen Demeter-Richtlinien in einem klassischen Holzofen Emmerbrot.
Immer mehr Bio-Bäckereien, wie auch die Vollkornbäckerei Koehler aus Würzburg folgen Ruoffs Beispiel und haben Emmerbrot in ihr Sortiment aufgenommen. Die meisten arbeiten nach Demeter-Richtlinien und tragen das entsprechende Bio-Siegel.
Bio-Produkte spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Ernährung. Der Grund hierfür liegt darin, dass beim Abbau von pflanzlichen Lebensmitteln oder auch bei der Viehzucht auf gentechnisch veränderte sowie wachstumsfördernde Mittel und auch auf Stoffe wie Pestizide verzichtet wird.
Zu den nach meiner Ansicht besten Bio-Produkten zählt der Zuckermais. Dieser ist sowohl roh als auch gekocht und mit Butter bestrichen eine Köstlichkeit. Auch zum Verzehr geeignet sind die verschiedenen Sprossen wie die der Hirse oder von Weizen. Sprossen können ebenfalls roh in Kombination mit einem Salat verspeist werden, oder leicht gedünstet als Beilage für Fleischgerichte. Des Weiteren sind Maronen eine tolle Möglichkeit für Füllungen oder auch zur Herstellung von Kuchen und Brot. Auberginen müssen in Öl gebraten werden, damit sie ihren typischen Geschmack entfalten. Im rohen Zustand sind sie nicht zum Verzehr geeignet. Rhabarber ist gekocht mit Zucker und Vanillesoße ein angenehmes Dessert mit etwas säuerlichem Geschmack. Fenchel ist gekocht eine angenehme Beilage zu Fisch. Chicorée kann roh in einem Salat oder gedünstet als Beilage serviert werden. Aufgrund der leichten Bitterkeit kann dieser aber auch mit Joghurtsoße gegessen werden.
Tierische Bio-Produkte sind ebenso empfehlenswert, da diese beispielsweise nicht unnötig mit Antibiotika behandelt wurden. Auch aufgrund der besseren Haltung ist das Fleisch aus einer solchen Viehzucht qualitativ besser. Dem entsprechend sind auch weitere Produkte wie Milch und solche wie Käse, die aus dieser Milch gewonnen werden weniger belastet als solche aus der normalen Herstellung.
Kann man den wirklich noch von einem Bio-Produkt sprechen, wenn das Lebensmittel gentechnisch manipuliert wurde? Wohl kaum… Bio-Produkte zeichnen sich gerade dadurch aus, dass das Lebensmittel so natürlich wie möglich auf den Markt kommt. Auf Pestizide und chemisch hergestellte Düngemittel wird verzichtet und Tiere, welche für den Verzehr bestimmt sind, bekommen nur gesundes Futter.
Im Jahr 2009 ist es dann ganz legal, dass ein Anteil von 0,9 Prozent an gentechnisch veränderten Zusätzen in Bio-Produkten sein darf. Bleibt nur zu hoffen, dass für diese “Bio-Produkte” dann auch eine Deklarationspflicht besteht. Gentechnik und „Bio“ passen einfach nicht zusammen, denn es handelt sich bei der Genmanipulation immerhin um einen künstlichen Eingriff in die Natur. Die Gentechnik ist auch noch nicht genügend erforscht. Kein Wissenschaftler kann wirklich voraussagen, welche Folgen der Verzehr von genmanipulierten Lebensmitteln mit sich bringt. Genmanipulierte Pflanzen bergen auch ein Risiko für natürliche Pflanzen. Durch Wind werden Samen weiter getragen und unbemerkt findet eine Kreuzung mit natürlichen Pflanzen statt. Verbraucher sind der Meinung ein natürliches Lebensmittel zu erwerben, und erhalten unwissentlich ein genmanipuliertes Gemüse.
In Deutschland und Österreich sind die meisten Menschen gegen genmanipulierte Lebensmittel. Sie haben auch Angst, dass genmanipulierte Lebensmittel durch irgendwelche gesetzlichen Hintertürchen an der Deklarationspflicht vorbeikommen. Um sich gegen genmanipulierte Lebensmittel zu wehren, hilft nur eins: Wenn niemand mehr Produkte kauft, die als gentechnisch behandelt deklariert sind, werden sie ganz schnell wieder aus den Märkten verschwinden!
Am Freitag begann in Berlin die 73. Internationale Grüne Woche, die weltgrößte Landwirtschaftsmesse. 1.500 Aussteller aus der Landwirtschaft und dem Lebensmittelbereich stellen noch bis zum 27. Januar an die 100.000 Produkte aus aller Herren Länder aus. Partnerland ist in diesem Jahr die Schweiz.
Alles dreht sich um das Thema Essen, Ernährung, Anbau und Landwirtschaft. Vor allem in der konventionell geführten Landwirtschaft. Wie sieht es aus mit den Bio-Bauern? Die sind immer mehr vertreten, gerade auch weil der Bedarf an ökologisch angebauten Lebensmitteln in den letzen Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Fünfzig Öko-Aussteller präsentieren sich auf 3.000 Quadratmetern Hallenfläche, deren Schwerpunkt die nachhaltige Landwirtschaft und der Biomarkt sind. Bäcker, Imker, Käser und Winzer bieten ihre Produkte zum Kosten an – nachhaltige Landwirte demonstrieren auf einem Erlebnisbauernhof innovative Methoden in der Produktion und führen artgerechte Tierhaltung vor.
Doch trotz Bio-Hype und verstärkter Nachfrage scheint der Ökolandbau immer noch der kleine Bruder der konventionellen Landwirtschaft zu sein. Die erhöhte Nachfrage nach Bioprodukten, vor allem regionalen, könne allein aus dem Inland gar nicht gedeckt werden – zu wenige Betriebe produzierten nachhaltig und der Umstieg sei oft schwer, wie es in einem Artikel der Tageszeitung heißt. Anlass zu Diskussion und Austausch bietet die Messe vor allem in diesen Fragen der Agrarpolitik.
Dass der ökologische Landbau mehr gefördert werden müsse, geht auch aus einer gerade erschienenen Studie des Bundesamtes für Naturschutz hervor. Die Landwirtschaft sei immer noch ein Hauptverursacher des Rückgangs der biologischen Vielfalt. Stark gestiegene Preise und Konkurrenz um Flächen für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen mache es einer ökologisch sinnvollen Bewirtschaftung schwerer.
Angesichts der weiter steigenden Nachfrage ist die Biobranche jedoch optimistisch – und kämpft auch weiterhin für bessere Konditionen im Handel und mehr Investitionen in die Ökobetriebe. Präsentieren wird sie sich nämlich demnächst wieder auf der größten Messe für Bio-Produkte, der BioFach in Nürnberg vom 21. bis zum 24. Februar 2008.