Sommer, Hitze- da will man sich nicht unbedingt den Bauch vollschlagen und schon gar keine schweren Sachen essen. Ideal sind da erfrischende Gerichte aus Obst und Gemüse, die man kalt und warm essen kann, die leicht sind und Energie spenden. So wie diese Johannisbeer-Erdbeer-Suppe von Bio-Spitzenkoch Rainer Hensen!
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Bio-Produkte schonen die Umwelt, überzeugen durch ihren Geschmack und meistens enthalten sie auch deutlich mehr Nährstoffe als ihre konventionellen Produkt-Kollegen, die in der Regel schon eine lange Reise hinter sich haben, eh sie in den Regalen der Märkte landen. Damit die Nährstoffe aber auch lange erhalten bleiben und das Produkt frisch auf den Tisch kommt, kommt es auf die richtige Lagerung an.
Am wichtigsten ist es hierbei, die Temperaturunterschiede im Kühlschrank ideal zu nutzen.
Während sich Geräuchertes und Fertigprodukte im oberen Fach des Kühlschranks bei etwa acht Grad Celsius wohlfühlen, gehören leicht verderbliche Nahrungsmittel wie zum Beispiel Fisch, Fleisch oder Wurst ins untere Fach. Dort ist es mit zwei bis drei Grad Celsius am kältesten.
Das mittlere Fach ist der beste Platz für Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Milch oder Käse, denn da bleiben sie bei vier bis fünf Grad Celsius am längsten frisch.
Salate und feste Gemüsesorten wie Karotten, Kohl oder Lauch gehören ins Gemüsefach. Damit sie möglichst lange knackig bleiben, empfiehlt es sich, das Gemüse in Plastikbeuteln mit kleinen Luftlöchern zu verpacken, denn im Kühlschrank ist die Luft zu trocken, um Gemüse darin unverpackt aufzubewahren. Ein Beutel mit Löchern schützt das Gemüse, lässt aber gleichzeitig genügend Luft durch.
Es gibt aber auch Lebensmittel, die man wegen ihrer Kälteempfindlichkeit lieber nicht im Kühlschrank lagern sollte. Hierzu gehören die meisten Obstsorten. Beeren, Bananen, Äpfel, Zitrusfrüchte und Tomaten, aber auch Gemüse wie Kartoffeln und Zwiebeln verlieren im Kühlschrank ihr Aroma. Lose verpackt und geschützt vor Licht und Sonne sind sie in einer offenen Schale am besten aufgehoben.
Die Avocado gehört zur Familie der sogenannten Lorbeergewächse. Der bis zu 15 Meter hohe Avocadobaum hat seinen Ursprung in Südmexiko und wurde bereits von den Azteken vor über 1000 Jahren kultiviert.
Nach der Entdeckung Amerikas durch die Spanier wurde die Avocado weltweit verbreitet und wird heute in den Tropen und Subtropen beiderseits des Äquators bis zum 40. Breitengrad kultiviert. Allein Mexiko erzeugt 1/3 der Weltproduktion, etwa 20% werden in Südamerika, der Rest in Afrika, Asien und Europa angebaut.
Die Bezeichnung „Avocado“ stammt von dem Nahuatl-Wort ahuacatl, was übrigens auch Hoden bedeutet.
Die Spanier machten daraus aguacate.
Früher wurde die Avocado gelegentlich auch als Abacata oder Abacate bezeichnet, in Deutschland auch als Butterfrucht, Butterbirne oder aufgrund ihrer Form und der Beschaffenheit ihrer Schale als Alligatorbirne.
Die Avocadofrucht, die eigentlich eine Beere ist, ist birnenförmig bis rund. Je nach Art ist ihre ledrige Außenschale ist sie mittel- bis dunkelgrün . Innendrin befindet sich ein Kern, der etwa tischtennisballgroß wird. Das Fruchtfleisch ist grüngelb bis goldgelb und oxidiert zu einer dunklen Farbe, sobald es der Luft ausgesetzt ist. Dies kann durch schnelle Zugabe von Antioxidantien, wie etwa der in Zitronensaft enthaltenen Ascorbinsäure verhindert werden.
Das Fruchtfleisch um den großen Kern herum ist sehr nahrhaft. Der walnussgroße Samenkern in der Mitte ist ungenießbar. Keine Frucht neben der Olive enthält mit bis zu 30% mehr Fett. Aus diesem Fett wird z.B. Speiseöl gewonnen, es wird aber auch für kosmetische Zwecke verwendet. Hauptbestandteil sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium und Eisen sowie Eiweiß, Provitamin A und den Vitaminen E, K und denen der B-Gruppe, vor allem Vitamin B6. In der gesamten Pflanze kommt das Toxin Persin vor. Bei Aufnahme größerer Pflanzenmengen gilt es für Tiere als giftig, für Menschen ist Persin dagegen harmlos.
Die in Deutschland im Handel verbreiteten Sorten sind im Gegensatz zu den meisten anderen Sorten nicht süß.
Im deutschen Handel findet sich fast ausschließlich der weltweit verbreiteteste Typ Fuerte, eine birnenförmige Avocado mit mittelgrüner Schale und hellgelbem, zum Rand hin grünlichen Fruchtfleisch. Die Fuerte erreichen ein Gewicht von 250 bis 400 g.
Die Avocado wird aufgrund ihres angenehmen Geschmacks auf zahlreiche Weise zubereitet. Überwiegend wird sie frisch verzehrt. Man schneidet die Frucht in der Mitte längs durch und nimmt den Samenkern heraus. Das Fleisch möglichst sofort mit Zitronensaft beträufeln, so wird die Braunfärbung und damit der Verlust gesunder Wirkstoffe verhindert. Einfach mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer gewürzt und dann ausgelöffelt schmeckt sie den meisten Menschen am besten.
Halbierte Früchte lassen sich gut füllen, z.B. mit Huhn oder Meeresfrüchten. Püriertes Fruchtfleisch mit kleingehackten Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Pfeffer und Salz ergibt die mexikanische „Guacamole“. In Suppen und Saucen dürfen Avocados nur schwach erhitzt und nicht gekocht werden, da sie sonst bitter werden und ihr Aroma verlieren. Der ziemlich neutrale Geschmack erlaubt auch süße Dessertvariationen z.B. mit Äpfeln, Orangen oder Grapefruit. Avocados sind darüber hinaus auch in der veganen Küche sehr geschätzt, weil sie ein guter Ersatz für Fleisch und Käse sind.
Avocados werden heute bei uns ganzjährig angeboten. Bio-Avocados werden “hartreif” (ca. 75% reif) geerntet und dann mit “Controlled Atmosphere” – einem Verfahren, bei dem im Transport-Container der Sauerstoffgehalt auf 5% reduziert und das natürliche Reifegas Ethylen absorbiert wird, so dass die Reifung stoppt – auf das Schiff verladen. Dadurch überstehen sie den Transport von mehr als drei Wochen. Die Genussreife erreicht die Avocado in Europa, beim Großhandel und auf dem Weg zum Kunden. Noch feste Früchte kann man zuhause bei Zimmertemperatur, z.B. zusammen mit einem Apfel, in einer Papiertüte in 2-3 Tagen nachreifen, denn reifende Früchte produzieren Ethylen, welches die Reifung unreifer Früchte in unmittelbarer Nähe anregt. Die Genussreife ist erreicht, wenn die Avocado bei leichtem Fingerdruck nachgibt.
Aus der Reihe “Muntermacher und Vitamin-C-Bomben” heute: Die Grapefruit.
Eine besonders beliebte Beigabe in Biokisten sind Zitrusfrüchte, besonders Zitronen und Grapefruits.
Die Grapefruit ist die Frucht des Grapefruitbaumes, einer Zitruspflanze, ein subtropischer Baum aus der Familie der Rautengewächse.
Grapefruits wurden zuerst auf den westindischen Inseln angebaut. Sie sollen vor rund 200 Jahren aus einer Kreuzung von Orangen und Pampelmusen entstanden sein. Echte Pampelmusen stammen aus Südostasien und tauchen selten in unseren Obstabteilungen auf.
Ihre Herkunft war bis 1950 unbekannt. Die Frucht wurde vermutlich etwa um 1750 in Barbados entdeckt. Sie wird heute in fast allen subtropischen Ländern der Welt angebaut.
Je nach Züchtung haben Grapefruits gelbes oder rosa Fruchtfleisch. Die meist angebaute Sorte ist “Marsh”, bei den rosa Früchten sind es “Starruby” und “Redblush”.
Von außen
erkennt man die rosafleischigen Früchte an der Rosé-Färbung oder an den roten Flächen auf der Schale. Sie schmecken etwas süßer als ihre gelben Verwandten.
Für den herben Geschmack ist übrigens das Naringin verantwortlich, welches als Bitterstoff besonders gesund für unsere Leber und die Verdauung ist.
Aber Vorsicht! Der Genuß von Grapefruits oder Grapefruit-Saft kann Wechselwirkungen mit einigen Medikamenten bedingen, also bitte immer schön die Verpackungsbeilagen lesen!
Grapefruits sind nicht zu verwechseln mit der meist etwas größeren Pomelo, die als Kreuzung aus der Grapefruit und der Pampelmuse hervorgegangen ist.
Die USA sind die Hauptproduzenten der Grapefruit, mit Plantagen in Florida und Texas. Hauptproduzenten für Europa sind Israel, Zypern und Spanien. Und natürlich immer schön auf das Bio-Siegel oder die Nummer der Ökokontrollstelle achten, denn eine Bio-Grapefruit schmeckt um einiges “echter” als die mit der chemischen Keule behandelte Frucht
Einfach mal was Neues ausprobieren? Die ewigen 08/15-Rezepte haben Sie satt? Na dann herzlich willkommen in unserer neuen Kategorie der “Bio-Rezepte”.
Alle Rezepte, die ich hier in Zukunft präsentieren werde, wurden von mir getestet, für lecker befunden und sind mit recht günstigen Bio-Produkten umzusetzen.
Besonders diejenigen profitieren von den Rezepten, die, wie ich, wöchentlich eine frische Biokiste beziehen. Denn genau die ist Quelle meiner Inspiration und Bio-Kochversuche, nicht zuletzt dank der freundlichen Betreiber der “Märkischen Kiste” (siehe Blogroll), die Woche für Woche leckere Rezeptideen passend zu den gelieferten Obst- und Gemüsesorten dazu spendieren
Und es geht gleich los mit der Pastinaken-Apfel-Frischkost.
Zutaten:
So gelingts:
Für die Sauce die saure Sahne mit Zitronensaft und Honig verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Pastinaken schälen und fein in die Sauce raspeln. Die Nüsse mahlen und in die Sauce geben. Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen, würfeln und mit dem Salat vermischen.
Guten Appetit!