„BioFach“, die weltweit größte Messe für ökologische Produkte aller Art, findet auch im nächsten Jahr, vom 15.-18.2.2012, in Nürnberg statt.
Die „BioFach“ Messe 2012 wird auch im nächsten Jahr auf über 40.000m² Neuheiten, Trends und Vorreiter der Biobranche vorstellen und dabei helfen, sie zu vernetzen. Das Land, auf welches sich nächstes Jahr konzentriert wird, ist Indien. Von Bio-Lebensmitteln, über ökologisches Spielzeug, bis hin zu Naturtextilien und -kosmetik, werden die großen und kleinen der Branche ihr Programm vorstellen. Und auch in diesem Jahr wird wieder der „Best New Product Award 2012“ vergeben, der wie auch im letzten Jahr, von den Besuchern vergeben wird. weiterlesen »
Twosquaremeter ist ein Mode-Label, das Textilien aus Algenfasern fertigt. Die Mode vom Grund des Meeres ist damit nicht nur stylisch, sondern vor allem innovativ und wahrscheinlich eine der interessantesten Varianten, Naturfaserkleidung herzustellen.
Die Idee von Twosquaremeter und einigen anderen internationalen Designern, Naturfasern vom Meeresgrund zur Herstellung von Textilien zu verwenden, ist so simpel und scheinbar logisch, dass man sich fragt, wieso sich diese Technik nicht längst durchgesetzt hat. Denn die Naturmode aus dem Wasser hat ein paar einschlägige Vorteile, welche die Verwendung der auf den ersten Blick ungewöhnlichen Rohstoffe legitimieren. Damit hat die Modeindustrie sich nun an einen Stoff gewagt, den Wellness-Experten schon lange für sich entdeckt haben. Bisher gibt es nur Damenkleidung von Twosquaremeter, Entwürfe für Herren sollen aber noch im Oktober folgen.
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Mit Recycling-Mode setzt sich derzeit eine junge Frau aus der deutschen Hansestadt im Norden durch. Die Hamburger Designerin Janny Schulte begann in einer Zeit der Geldnot mit dem Umnähen alter Jersey-Textilien. Heute verkauft sie ihre Designs deutschland- und europaweit mit großem Erfolg.
Aus der Recycling-Mode wurde ein ökologisches Konzept, welches beweist, dass Bio und Öko nicht gleich bieder sind, sondern durchaus sexy und stilvoll sein können. Es handelt sich bei Superhorstjansen deshalb nicht um Mode, die sich vorrangig um den ökologischen Konzept bemüht, sondern diesen in einen Stil integriert, welcher sich am aktuellen Trend orientiert.
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Hessnatur ist der Marktführer in Sachen Bio-Mode in Deutschland und feiert dieses Jahr sein 35-Jähriges Bestehen. Der Versandhandel ist in Butzbach ansässig und hat außer im deutschsprachigen Raum viele Kunden in den USA.
Heinz Hess gründete 1976 das Modelabel Hessnatur, weil er nach der Geburt seines ersten Kindes auf der Suche nach natürlicher Baby-Kleidung war. Zu diesem Zeitpunkt war das noch nicht möglich. Er gründete das Öko-Unternehmen, als er bemerkte, dass auch andere Interesse an nachhaltiger giftfreier Mode hatten. Mittlerweile wächst der Versandhandel für Bio-Mode schon seit 35 Jahren.
Gegründet wurde das Unternehmen zunächst unter dem Namen “dorothea hess – Versand naturgemäßer Waren”. Dorothea war die Frau von Heinz Hess.
Die Anfänge gestalteten sich schwierig, da es nur wenige Händler gab, die Naturtextilien verkauften. Durch den großen Bedarf an Bio-Mode wuchs das Angebot jedoch schnell in den folgenden Jahren.
Stiftung Warentest testete 2010 T-Shirts verschiedener Marken und lobte Hessnatur: “Echtes starkes Engagement für Mitarbeiter und Umwelt zeigt allein der Naturanbieter hessnatur”. weiterlesen »
Klar, bei „bio“ denkt man zuerst ans Essen. Der Boom des Attributes Bio hat uns ja auch vor allem über Lebensmittel erreicht.
Biologisch verträglicher Anbau ist jedoch ein Markenzeichen, welches nicht nur bei Genussmitteln immer wichtiger wird. Auch in der Textilbranche zeichnet sich ein lobenswerter Trend in Richtung „Bio-Kleidung“ ab.
So wird erstens darauf geachtet, ob die Tiere, von denen die verarbeitete Wolle stammt, artgerecht gehalten wurden. Ob das Tier jetzt Fleisch oder Wolle liefert, der moralische Aspekt der bio- Produkte verlangt natürlich auch bei Kleidern, dass den edlen Spendern das Leben so bequem wie möglich gemacht wird.
Zweitens ist ein Kleidungsstück aus biologisch verträglichem Anbau frei von Giften und künstlichen Färbemitteln. Diese Regelung wiederum ist gesund für den Menschen: Sowohl für die Arbeiter, die sich mit den giftigen Mitteln die Lunge verpesten, als auch für den Kunden selbst: Dieser hat die Gewissheit, dass seine Kleidung unter Voraussetzungen angefertigt wurde, die so natürlich wie möglich sind.
Dass keine künstlichen Fasern verwendet werden, versteht sich ja von selbst: Egal ob vom Tier oder vom Baum – die verwendete Faser ist zu 100 Prozent natürlich! Außerdem muss der Anbau ohne Pestizidbehandlung erfolgt sein.
Dabei ist die „Bio- Kleidung“ nicht zu verwechseln mit dem schon einige Zeit zurückliegenden Trend der Hanf- Kleider, welche irgendwie immer an Jutesäcke erinnerten und nicht wirklich kleidsam waren. Ein Bio- Kleidungsstück unterscheidet sich äußerlich nicht von seinem ungesunden Pendant, und so muss man auch nicht befürchten, beim Tragen als Hippie gebrandmarkt zu werden.
Im Gegenteil: Biologisch verträgliche Kleidung ist ein Schritt in die richtige Richtung, der dabei auch noch gut aussieht und nur unwesentlich mehr kostet. Eine rundum gute Sache also!
Baumwolle, Jute, Bambusfasern, Kork und sogar Hanf gehören zu den Fasern, die den neuen Öko-Trend im Kleiderschrank ausmachen. Vor allem aber Baumwolle, die fast 50 % aller getragenen Fasern der Welt ausmacht.
Ökologisch korrekt angebaute Baumwolle favorisieren immer mehr Käufer. Denn mit Pestiziden und Insektiziden bearbeitete Baumwollfelder können die Fasern so intensiv vergiften, dass Rückstände in der Kleidung bleiben und diese schließlich Allergien auf der Haut auslösen können. Aber nicht nur der biologische Anbau, vor allem auch die fairen Arbeitsbedingungen sind es, die durch den Kauf von “ethisch korrekter” Kleidung ermöglicht werden sollen. Erinnert man sich noch an die vielen “Sweat-Shop” Skandale großer Firmen wie Nike oder H&M Ende der 90er Jahre, sieht es heute fast so aus, als wären diese urplötzlich von der Welt verschwunden. Immer mehr Unternehmen achten darauf, den Trend zu “öko” und “ethisch korrekt” nicht zu verpassen, um vor allem ihr Image per Eigendarstellung zu verbessern.
Öko-Mode in diesem nachhaltigen Sinn hat es sicherlich schon in den 70er Jahren gegeben, aber ausgelatschte Birkenstock-Sandalen und unförmige Kratzpullis sind heute längst von der Bildfläche verschwunden. Öko-Klamotten sind stylish, folgen den aktuellen Design-Trends, sind bunt gefärbt und mit Applikationen versehen – jeder soll schließlich angesprochen werden. Und die wachsende Nachfrage (vor allem in Hollywood) zeigt, dass es zum guten Stil gehört, sich ökologisch korrekt zu kleiden. Aber biologisch angebaute Naturfasern – dann doch gefärbt? Und wer garantiert eigentlich angesichts der globalisierten Produktionsformen, welcher Zulieferer wirklich auf Kinderarbeit verzichtet und angemessene Löhne zahlt? Ein Bio-T-Shirt bei H&M für 9,90 € bestimmt nicht. Und wer als Verbraucher da nicht kritisch ist, will womöglich nur auf ziemlich günstige Weise sein schlechtes Gewissen beruhigen – aber wirklich „ethisch korrekt“ ist das nicht gerade.
Was verbirgt sich also hinter dieser Öko-Mode? Es gibt bereits einige Textilsiegel, die man als Standard bezeichnen könnte. Das bekannteste ist der “Öko Tex Standard 100″. Dieser prüft jedoch nur die Qualität der Endprodukte, sagt also nichts über die Produktionsbedingungen aus und wird auch nicht von Greenpeace empfohlen. Ein anderes Siegel, das umweltschonende und sozialverträgliche Bedingungen prüft, ist “Naturtextil ‘Better’ und ‘Best’ “.
Die Kriterien zur Vergabe eines Siegels sind jedoch sehr uneinheitlich. Ein Siegel allein rechtfertigt noch lange kein 100prozentiges Vertrauen. Man sollte sich also lieber nicht darauf verlassen, dass die Hersteller und Anbieter immer das Interesse der Verbraucher im Auge haben, sondern in erster Linie die Umsatzzahlen ihres Unternehmens. Wer ganz sicher gehen will, dass es sich auch wirklich um Nachhaltigkeit und nicht um einen Modegag handelt, sollte sich einen Hersteller und seine Philosophie genau ansehen: