Die Nahrungsquelle Fisch droht allmählich zu versiegen. 75 Prozent der wichtigsten Fischbestände weltweit sind bereits dramatisch geschrumpft.
Gründe: Überfischung und Verschwendung.
Nahezu 30 Millionen Tonnen Meerestiere werden jährlich wie Müll zurück ins Meer geworfen, weil sie zu klein oder einfach nicht erwünscht sind. Nur die wenigsten von ihnen überleben dieses Vorgehen, die Artenvielfalt ist bedroht, am meisten leiden die Meeresschildkröten.
Diese Menge an entsorgtem Beifang entspricht einem Drittel des gesamten Fischfangs weltweit!
Für 450 Gramm Seezungenfilet müssen etwa sieben Kilogramm Meerestiere als Beifang sterben.
Im Oktober veröffentlichte die EU-Kommission endlich einen Gesetzentwurf zur Reduzierung von Beifang, verabschiedet wird er frühestens im Dezember.
Da diese Pläne jedoch nicht ausreichen, startet der WWF weltweit eine Kampagne, um den Beifang zu senken. Spezielle Netze und bessere Fangmethoden sollen gefördert werden, außerdem soll die Öffentlichkeit mehr über die bestehende Problematik informiert werden.
Nähere Infos gibt es unter www.wwf.de/beifang
Das Bundeskabinett hat diese Woche auf Vorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eine neue gesetzliche Grundlage für die Förderung der Biokraftstoffe beschlossen.
Ziel des Gesetzes ist es, Konkurrenzen um Anbauflächen für Biosprit und Nahrungsmittel zu vermeiden und den Ausbau der Biokraftstoffe stärker als bisher auf die effektive Minderung der Treibhausgasemissionen auszurichten. Die bisher für den Beginn des kommenden Jahres vorgesehene Erhöhung der Beimischungsquote auf 6,25 Prozent wird um ein Jahr verschoben.
Dem Kabinettsbeschluss zufolge soll der gesetzlich festgelegte Beimischungsanteil von Biokraftstoffen für das Jahr 2009 zunächst von 6,25 auf 5,25 Prozent gesenkt werden, jeweils bezogen auf den Energiegehalt. Erst ab 2010 soll dieser Anteil auf 6,25 Prozent angehoben werden und bis 2014 auf diesem Niveau eingefroren bleiben. Die Höhe die Quoten soll 2011 überprüft werden. Dabei wird insbesondere die Frage der Nachhaltigkeit der Produktion der Biokraftstoffe eine herausgehobene Rolle spielen.
Mit dem Gesetz soll auch erstmals aus Biogas aufbereitetes Biomethan auf die Ottokraftstoff- und die Gesamtquote angerechnet werden können. Auch bei dieser Regelung steht der Klimaschutz im Vordergrund: Biomethan soll nur dann angerechnet werden können, sofern bestimmte Anforderungen im Produktionsverfahren erfüllt sind, die eine günstige Klimabilanz gewährleisten. Biomethan zeichnet sich insbesondere durch einen hohen Energieertrag pro Hektar Anbaufläche aus.
Außerdem ist vorgesehen, die steuerliche Belastung von reinem Biodiesel in den kommenden Jahren um jeweils 3 Cent pro Liter gegenüber der bisherigen gesetzlichen Regelung abzusenken. Biodiesel, das als so genannter “Reinkraftstoff” außerhalb der Quote verkauft wird, wird damit im Jahr 2009 mit 18 statt 21 Cent pro Liter besteuert.
Pünktlich zum Jahresende erscheint das “Jahrbuch der Ökologie 2009″ mit einer Mischung fundierter, abwechslungsreicher und kritischer Beiträge aus Natur- und Umweltschutz, Sozial- und Politikwissenschaften.
Insgesamt zwölf Schwerpunktbeiträge verdeutlichen, wie essentiell wichtig die biologische Vielfalt für eine intakte Natur und für die Sicherung aller Lebensgrundlagen ist. Sie ist ausschlaggebend für die Vitalität und Evolution aller Lebensformen auf der Erde. Werden Lebensräume von Pflanzen und Tieren kleiner oder verschwinden sie vollständig, fehlen damit wichtige Bausteine und Ökosysteme können völlig zusammenbrechen. weiterlesen »
Das Alkohol oder besser gesagt, Ethanol, Fahrzeuge betreiben kann ist vor allem in Süd- und Lateinamerika beliebt.
Das bisherige Problem mit dem Bio – Sprit war derjenige, dass es zu einer Nahrungsmittelverknappung beziehungsweise zu einer Preissteigerung kam – und zwar weltweit. Der Frankfurter Mikrobiologe Eckhard Boles will nun Treibstoff brauen.
Das Zauberwort hierfür heißt Butanol. Dank dem Mehr an Kohlenstoffatomen lässt sich aus Butanol mehr Energie holen.
Aber die Forschung dauert noch. Es bedarf einer Hefekultur, die Zucker besser umwandeln kann, als es die heutige Hefepilz bewerkstelligt. Der Clou dabei ist jedoch, den Sprit aus pflanzlichem Abfall entstehen zu lassen. Damit hätte man das Problem mit der Welternährung, den steigenden Preisen erst einmal gelöst. Oder etwa nicht? Was wenn die Energieproduzenten das ganze Stroh aufkaufen, was machen dann die Bauern? Und was werden unsere Kühe fressen? Sicherlich kann man diesen Treibstoff auch aus anderen Abfällen gewinnen. Stroh liegt aber schon gelagert in den vielen Scheunen dieses Landes.
Letztlich bleibt dann noch die Frage, ob das nicht auch die CO2 Konzentration erhöht? Fossile Emissionen sind zwar höher, schon allein wegen der Logistik, aber ganz ohne ist auch der Bio – Sprit nicht.
Der Sommer ist zurück! Naja, zwischendurch zumindest ab und an mal ![]()
Tagsüber brennt dann die Sonne erbarmungslos vom Himmel und selbst in den Nächten sinkt das Quecksilber selten unter die 20-Grad-Marke.
Bei diesem Wetter sehnt man sich nach Abkühlung und Erfrischung.
Zum Glück gibt der WWF Tipps zum sinnvollen und umweltschonenden Abkühlen.
Weder für die Umwelt noch für unsere Geldbeutel sind hohe Stromkosten gut. Um diese zu vermeiden, sollte man auf die heimlichen Stromfresser im Haushalt acht geben.
Bis zu 50 Euro Stromkosten sparen moderne Kühl- und Gefriergeräte der Effizienzklasse A ++ jedes Jahr gegenüber älteren Modellen. Trotzdem stehen in deutschen Haushalten noch etwa 30 Millionen Kühl- und Gefriergeräte, die 10 Jahre oder älter sind. weiterlesen »
Letztes Jahr lag der Ökostrom-Anteil an der Gesamtstromerzeugung in Deutschland bei 14 Prozent. Doch nun mehren sich die Stimmen der Kritiker.
Strom, der aus Biomasse stammt, wird zunehmend kritisiert. Einer der Gründe ist, dass durch ihn Monokultur gefördert und parallel Lebensmittelanbau torpediert würde.
Grundsätzlich ist allerdings zwischen Biogaserzeugung in konventioneller Landwirtschaft und im Ökolandbau zu unterscheiden.
Der aus Ökolandbau nutzt vor allem nachwachsende Rohstoffe und Reststoffe. Beim konventionellen Landbau hingegen wird in der Tat Monokultur gefördert und zahlreiche Ackerflächen für den Anbau des Mais verwendet, aus dem dann das Gas produziert wird.
Weiteres klares Plus für Biogasanlagen auf Biobetrieben ist, dass diese meist in unmittelbare Umgebung liefern und lange Transporte so entfallen- was wiederum eindeutig die Umwelt schont.
Fazit: Man sollte eindeutig darauf achten, um welche Art von Ökostrom es sich handelt, denn auch hier ist nict immer 100 Prozent Öko drin.
Der große “Bio”- Fluss hat seit einen Jahren einen neuen Ableger: Ökologisch verträgliche Fischprodukte und Meeresfrüchte.
Ein Artikel des SWR zitiert Andreas Lippmann von der Deutsche See Fischmanufaktur zum Thema. Danach sei “eine kontrollierte Aquakultur nach ökologischen Richtlinien” auf dem Markt immer erfolgreicher. Das war vor 2 Jahren, aktuell lässt sich beobachten, dass dieser Trend im Lebensmittelgeschäft sich verfestigt hat.
So hat der Naturland-Verband für den Ökologischen Landbau auf seiner Website einen eigenen Bereich für nachhaltige Aquakultur.
Egal, um welche Art von Meereserzeugnis es sich handelt – Lachs, Karpfen, Jakobsmuscheln oder einfach nur Fischstäbchen – folgende Richtlinien sind dem Verband sowohl bei der Fischzucht als auch bei der Verarbeitung wichtig:
- Nachhaltigkeit des Anbaus: Sowohl die Standorte für Fischzucht sollen sorgfältig ausgewählt werden, als auch einheimische Ressourcennutzer nicht verdrängt werden. (z.B. Fischer)
- Die Besatzdichten der Zuchtbecken dürfen nicht zu hoch sein und es darf keine Chemie eingesetzt werden
- Futtermittel, Medizin für die Fische und Behandlungsmethoden müssen ökologisch abbaubar sein
- Es darf nicht für die Zuchtbecken und Netzgehege zu Futterzwecken gefischt werden, das Fischmehl und -öl im Futter soll aus der Verarbeitung von Speisefischen stammen.
- Gentechnik ist tabu
- Die Weiterverarbeitung des Fisches soll nach “Ökologischen Richtlinien” erfolgen, was das genau heißt, kann man ebenfalls auf der Website des Verbandes nachlesen.
Es wird also – wie so oft, wenn sich ein “bio”-Siegel verdient werden soll – darauf geachtet, dass der Konsum der Meereserzeugnisse weder der Anbauumgebung noch dem Endkonsumenten schadet. Meiner Meinung nach ist es höchste Zeit, dass in Sachen biologischer Anbau verstärkt auf unsere Meere geachtet wird, schließlich ist das Meer der größte Lebensraum des Planeten!
Ökologisch sensible Gebiete und gentechnisch veränderte Pflanzen in der unmittelbaren Nachbarschaft vertragen sich nicht besonders gut. Das jedenfalls legt eine vom Landesumweltamt Brandenburg in Auftrag gegebene Studie nah, die am 15. Februar im Rahmen eines Workshops zum Monitoring von Gen-Mais MON 810 in Berlin vorgestellt wurde.
Während beim Workshop debattiert wurde, passierte parallel die Novelle des Gentechnikgesetzes den Bundesrat. Hierin wurden erstmals Sicherheitsabstände zwischen Gentech-Mais-Anbaufeldern und Nachbarfeldern festgelegt. Ob das allerdings Einfluss auf den Pollenflug hat, ist wohl mehr als fraglich.
Um die Eignung von Methoden zum Pollen-Monitoring zu untersuchen, kamen im Sommer 2007 rund um das Naturschutzgebiet Ruhlsdorfer Bruch (Märkisch-Oderland) Pollensammler zum Einsatz. Mit technischen Systemen sollte ermittelt werden, ob der Wind Maispollen eventuell bis in die Kernzone des Schutzgebiets trägt, während man mittels Honigbienen
herausfinden wollte, in welchem Ausmaß die Maisfelder von Insekten aus dem Schutzgebiet aufgesucht werden. Damit wollte man wissenschaftlich begründete Sicherheitsabstände für den Gentech-Maisanbau ermitteln.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein erhebliches Maß von Maispollen, darunter auch solche des genmanipulierten Typs MON 810, über mehr als 120 Meter über die Kernzone in das Schutzgebiet hinein getragen wurde.
Die großflächig angebaute Maissorte MON 810 enthält ein Bakteriengift, das die Raupe des Maiszünslers, einer Schmetterlingsart, tötet.
Die Wirkung auf andere Arten, vor allem andere Schmetterlinge, ist nicht bekannt. Nun sorgen sich die Naturschützer natürlich speziell um die Schmetterlingsarten, vor allem die zahlreichen bedrohten, in den Naturschutzgebieten.
Trotz dieser Unwägbarkeiten wird MON 810 deutschlandweit auf über 4350 Hektar angebaut, fast die Hälfte davon in Brandenburg.
Vor diesem Hintergrund fordert der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) für Naturschutzgebiete einen Mindestabstand von 1000 Metern zu Gen-Feldern, um Gefährdungen durch genmanipulierte Pflanzen dort vorzubeugen.
Mit dem Gentechnikgesetz ist die Rechtslage bedauerlicherweise nun eine andere.
Vorgeschrieben sind nur 150-Meter-Abstände von Gen-Äckern zu konventionellen Flächen und 300 Meter zu Öko-Feldern.
Abstandsregelungen zu Schutzgebieten bestehen nicht, es sei denn, es gelingt der eindeutige Nachweis, dass eine erhebliche Gefährdung bestimmter Arten gegeben ist.
Eine Brandenburger Initiative, 800 Meter Abstand zu Schutzgebieten vorzusehen, fand in den Ausschüssen des Bundesrates keine Mehrheit.
“Es ist ein Skandal, dass das Gentechnikgesetz den Schutz ökologisch sensibler Gebiete vollständig ausspart”, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Er hofft jetzt auf das Land Brandenburg, das Rahmenbedingungen für Abstandsregelungen zu wertvollen Schutzgebieten entwickeln will – auf freiwilliger Basis.
Man mag hin und her überlegen, dem Bio-Boom skeptisch gegenüber stehen oder über Skandale in der Biobranche grübeln, aber eines steht fest: Zu ökologischen Lebensmitteln gibt es einfach keine Alternative. Und dies sind die Gründe dafür, warum das so ist:
Biologisch angebaute Lebensmittel haben also nicht nur für den Einzelnen Vorteile. Die umweltgerechte Wirtschaftsweise und der die Natur achtende Anbau bringen ein enormes Plus für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Erde.
Also: auf Bio umsteigen! Dass Bio besser schmeckt und in Tests bevorzugt wird, davon wird man sich schnell überzeugen können. Sogar Kaninchen mümmeln lieber Bio-Möhren…