Absolut Bio

Erfahren, was wirklich BIO ist
 


Wenn ich einkaufen gehe, halte ich meistens immer nach dem Öko-Test-Aufdruck Ausschau. Es könnte ja sein, dass nicht immer Bio drin ist, wo das Bio-Siegel drauf steht.

Ökotest Logo © www.oekotest.deWie zum Beispiel bei der Bionade, die kürzlich bei Öko-Test durchgefallen ist und ein No-Name-Produkt aus dem Discounter viel besser bewertet wurde. Wie das, obwohl doch gerade Bionade das Bio-Erfrischungsgetränk schlechthin ist und auch das Bio-Siegel trägt? Also habe ich mich mal ein bisschen bei Öko-Test schlau gemacht….

Die Zeitschrift Öko-Test Magazin gibt es seit April 1985. Mittlerweile mit einer Auflage von über 180.000 Exemplaren und fast 2,11 Mio Lesern. Weiter erscheinen monatlich das Öko-Test Kompakt, mehrmals jährlich die Öko-Test Ratgeber sowie die Öko-Test Jahrbücher. Öko-Test ist mittlerweile das Verbrauchermagazin zu ökologischen Themen. Dabei testet Ökos-Test alles mögliche an Lebens- und Verbrauchsmitteln, sogar Finanzdienstleistungen und beschränkt sich nicht auf die Bio- oder Öko-Produkte.

In strengen Testverfahren wird jedes Produkt auf seine Inhaltsstoffe analysiert und heraus kristallisiert, welche davon bedenklich oder gesundheitsschädlich sind; des weiteren wird untersucht, ob die Produkte die Versprechen der Hersteller einhalten oder nicht sogar zu entgegengesetzter Wirkung führen, wie z.B. Anti-Faltencremes, die Falten verursachen. Die Testverfahren sind die aufwendigsten und modernsten. Deswegen hat Öko-Test auch nur einen von über 100 Prozessen verloren, in denen gegen die Messmethoden und Untersuchungsergebnisse geklagt wurden.

Nicht hauptsächlich, aber vor allem im Gegensatz zu Stiftung Warentest spielt auch die Umweltverträglichkeit der Produkte und eine nachhaltige, sowie sozialverträgliche Herstellung eine Rolle. Öko-Test möchte sich nach eigenen Angaben nicht als Miesepeter darstellen und vor allem schlechte Nachrichten verbreiten, sondern eher die guten Alternativen aufzeigen, die es zu jedem Produkt gibt – und das sind meistens, aber auch nicht immer, die ökologischen Produkte. Ganz oft ist es auch sehr überraschend, wie viele der No-Names den strengen Kriterien gerecht werden und ein “sehr gut” erhalten, teure Lifestyle- und Markenprodukte dagegen ein “ungenügend”.

Supermarkt © Markus Monig/flickr

Das Öko-Bewusstsein weiter zu tragen, liegt im Interesse von Öko-Test; aber seine Stärke sind mit Sicherheit die an hoher Objektivität grenzenden Testverfahren. Ein Blick ins Heft lohnt – allein schon wegen der Hintergrundinformationen zu Zusatzstoffen etc.

Das Öko-Test-Siegel ist für mich jeden Falls ein weiteres Garant für Produktqualität, etwas, worauf ich mich verlassen kann - wenn es mal wieder schnell gehen muss im Supermarkt….


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Um die starke Nachfrage nach Bioprodukten bedienen zu können, stammen viele Produkte aus dem Import. Zum Beispiel Äpfel aus Neuseeland oder Kaffee aus Lateinamerika. In klimageschädigten Zeiten scheint dies ein Unding zu sein. Was sollte auch schon ökologisch sein, das erst per Flugzeug eingeflogen werden muss und somit das Klima belastet?

Der Planet Erde in zwei Händen © aussigall/flickr

Klar ist es, dass dann viele Konsumenten lieber Produkte aus der Region bevorzugen. Aber, wie eine Studie des Öko-Instituts festgestellt haben will, ist es für das Klima eher zweitrangig, woher das Essen stammt. Positivere Wirkungen auf das Klima hat tatsächlich, dass überhaupt der Landbau nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet wird und Treibhauseffekte ausgeglichen werden – und dies ganz egal, von wo aus auf der Erde. Bio-Lebensmittel produzieren somit ein Drittel weniger Treibhausgase als konventionelle. Das Blatt Schrot & Korn spitzt treffend zu: „Es ist egal, ob der Apfel aus Argentinien oder Bonn kommt. Wichtiger ist es, mit dem Rad einzukaufen.“
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Bio-Produkten im Supermarkt

Ein Phänomen einer Gesellschaft im Wohlstand ist die Entscheidungsfreiheit beim Einkauf von Lebensmitteln. Auch ich griff bereits oftmals zu Bio-Produkten, da der Siegeszug dieser Artikel auch die Discount-Supermärkte und somit unweigerlich meinen “Stammladen” erreicht hat. Erschienen mir die spezialisierten Händler lange Zeit als Kuriosität, so konnte ich die zunehmende Beliebtheit der Öko-Waren nicht länger ignorieren. Probieren kann man es ja einmal.

Um aber vollständig ehrlich zu bleiben, kann ich nicht von der Hand weisen, dass viele der Bio-Produkte in den Supermärkten von deren eigenen Marken stammen. Dass diese offenbar nur zu diesem Zweck geschaffen wurden, ist nur einer der Gründe für mein Misstrauen.

Ich frage mich, ob die generell erhältlichen Waren denn so schlecht sein können. Schließlich hat mich meine eigene Mutter auch nicht mit Bio-Speisen versorgt, was mir, so hoffe ich, nicht erheblich geschadet hat. Dass Kunden in einigen Fällen bereit sind, für eine angeblich ökologisch verträglichere Variante des mehr oder weniger gleichen Artikels ein Vielfaches des normalen Preises zu bezahlen, erstaunt mich doch zutiefst.

Dieser Umstand wirft bei mir die Frage auf, ob es uns denn wirklich so schlecht gehen kann. Offenbar besteht ein gigantischer Markt für Menschen, die sich den Luxus leisten möchten, genau zu bestimmen, was sie essen. Der Glaube an die Ehrlichkeit der Industrie überrascht mich dabei in gleicher Weise. Vielleicht bin ich ja von Experten der Lebensmitteltechnologie umgeben. Ich bleibe aber trotzdem lieber bei den Rezepten von Mama.


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Tiefgekühlt oder verzehrfertig, Pizzen oder Dosensuppen: was bei den konventionellen Lebensmitteln längst gang und gebe ist, zieht nun auch immer mehr in die Regale der Bio-Läden und Supermärkte. Aber welchen Sinn haben Convenience Produkte im Bio-Bereich?

Tiefkühlpizza © flickr

Für die schnelle Bio-Küche gib es inzwischen so gut wie alles, was auch im konventionellen Handel in diesem Bereich zu haben ist. Convenience, das heißt so viel wie bequem oder komfortabel und steht für Produkte, die in irgendeiner Form vorbereitet sind. Sei es der Salat, der schon gewaschen und zerkleinert ist und nur noch mit Dressing übergossen werden muss; das Gemüse, das bereits blanchiert und in wenigen Minuten gar ist oder die Suppe in der Tüte oder Dose, die man nur noch erhitzen muss.

Einer Studie der Agrarorganisation CMA zufolge wächst die Nachfrage nach schnellen, unkomplizierten Mahlzeiten stetig – auch nach Produkten in Öko-Qualität. Besonders der ökobewußte Single, der nicht kompliziert große Mahlzeiten kochen will und die beruftätigen Eltern, die schnell aber doch gesund für ihre Kinder kochen wollen, treiben diesen Trend voran.

Das Besondere an Bio-Convenience soll zum einen die kontrolliert biologische Herkunft der Grundstoffe wie Mehl, Zucker, Gemüse, Obst, Fleisch, Kräuter oder Gewürze sein, zum anderen der Verzicht von den meisten Zusatzstoffen, wie Aromen, Geschmacksverstärker, Süß- und Konservierungsstoffe.

Klingt doch eigenlicht super, nur: schmeckt es auch? Und: wird dadurch nicht die Idee der nachhhaltigen und ökologisch bewußten Ernährung konterkariert, wenn es doch wieder nur darum geht, möglichst schnell etwas industriell Produziertes in sich reinzuschaufeln? Teuer sind die Produkte meistens auch – und bringen viel Müll mit sich….

Aber ich muss zugeben: es ist einfach zu verlockend, sich eine Bio-Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben als kompliziert zu kochen, gerade bei Stress und Zeitmangel. Ist erst das Angebot da, greift man wohl doch eher zu – außer man gehört zur Öko-Fundi-Szene. Die vorgefertigten Produkte machen den Weg schwer hin zum kritischen Konsumenten. Aber naja: wenig verarbeitetes Tiefkühlgemüse, das quasi gleich nach der Ernte schockgefrostet wird, soll zumindest etwas mehr Vitamine enthalten als Gemüse, das auf dem Markt gekauft wird und noch ein paar Tage liegt. Ein kleiner Trost.


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Bio Supermarkt und Kochstudio

Das Bio-Siegel soll den Verbraucher in Sicherheit wiegen, Lebensmittel ohne Zusätze wie beispielsweise Stabilisatoren, Farbstoffe, künstliche Mittel zur Geschmacksverstärkung, künstliche Aromen oder künstlich hergestellt Süßstoffe zu erwerben.

Die Tiere dürfen nicht mit Antibiotika oder Leistungs- und Wachstumshormonen gefüttert werden. Stickstoffhaltige Dünger und Pestizide sind ebenfalls verboten. Momentan ist es noch nicht gestattet, die Bio-Lebensmittel mit Strahlen zu behandeln oder gentechnisch zu manipulieren. Ab dem Jahr 2009 wird Bio-Bauern aber genehmigt, 0,9 Prozent der Lebensmittel mit gentechnisch manipulierten Zutaten ,,aufwerten“ zu dürfen. Auch wenn dies nur ein kleiner Anteil ist – meiner Meinung nach kann man dann schon nicht mehr von ,,Bio“ sprechen. Über die Auswirkungen genmanipulierter Lebensmittel streiten sich die Wissenschaftler noch immer und der Verzehr dieser Lebensmittel wird wohl dem Zweck einer flächendeckenden Studie dienen.

Seit zirka 10 Jahren sind die Bezeichnungen, „Öko“, „Bio“ oder „biologisch/ökologisch“ vom Gesetz her geschützt. Diese Lebensmittel dürfen auch als „organisch-biologisch“ oder „aus kontrolliertem biologischen Anbau“ bezeichnet werden. Viele Lebensmittelhersteller verwenden ähnlich Bezeichnungen, um dem Verbraucher ein Bio-Produkt vorzutäuschen. Begriffe wie „aus integrierter Landwirtschaft“, „aus umweltschonendem Anbau“, „Eier aus Freilandhaltung“ oder „aus Bodenhaltung“, stehen nicht für ein Bio-Produkt! Nur das Vorhandensein des EU-Biosiegels auf einem Lebensmittel bestätigt, dass es sich um ein Bio-Produkt handelt. Bio-Siegel geben allerdings nur Auskunft über Beschaffenheit der Lebensmittel, nicht über die Länge des Transportweges!


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Es mag ja sein: Bio boomt und längst ist auch schon mal das ein oder andere Bio-Produkt im Einkaufswagen – weil es gerade so nett aussah, oder weil man das Gewissen beruhigen wollte. Aber wirklich und konsequent auf eine bewußte Ernährung zu achten und einen ökologisch gerechten und nachhaltigen Lebensstil zu führen, ist gar nicht so einfach.

Denn nur im Supermarkt nach dem Bio-Siegel Ausschau zu halten, reicht dazu nicht aus. Es gibt viele unterschiedliche Wege, ein bewußteres Leben zu führen. Man fängt an, die eigenen Bedürfnisse zu hinterfragen und grübelt zum Beispiel darüber nach, wie die Menschen früher eigentlich ohne Dauerstrom und Dauerheizung ausgekommen sind. Oder wie ein Leben jenseits der hektischen Wohlstandszivilisation auch aussehen könnte.

Die Entscheidung liegt natürlich bei jedem einzelnen, aber die Entwicklung geht hin zum kritischen Konsumenten und zum bewußten Verbraucher, der sich nichts von Werbung und Industrie vormachen lassen will.

Ganz einfach anfangen kann man natürlich bei der Ernährung. Wer noch eine Bewußtseinsänderung braucht:


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Baumwolle, Jute, Bambusfasern, Kork und sogar Hanf gehören zu den Fasern, die den neuen Öko-Trend im Kleiderschrank ausmachen. Vor allem aber Baumwolle, die fast 50 % aller getragenen Fasern der Welt ausmacht.

Organic Fashion © Chris and Kris / flickr

Ökologisch korrekt angebaute Baumwolle favorisieren immer mehr Käufer. Denn mit Pestiziden und Insektiziden bearbeitete Baumwollfelder können die Fasern so intensiv vergiften, dass Rückstände in der Kleidung bleiben und diese schließlich Allergien auf der Haut auslösen können. Aber nicht nur der biologische Anbau, vor allem auch die fairen Arbeitsbedingungen sind es, die durch den Kauf von “ethisch korrekter” Kleidung ermöglicht werden sollen. Erinnert man sich noch an die vielen “Sweat-Shop” Skandale großer Firmen wie Nike oder H&M Ende der 90er Jahre, sieht es heute fast so aus, als wären diese urplötzlich von der Welt verschwunden. Immer mehr Unternehmen achten darauf, den Trend zu “öko” und “ethisch korrekt” nicht zu verpassen, um vor allem ihr Image per Eigendarstellung zu verbessern.

Öko-Mode in diesem nachhaltigen Sinn hat es sicherlich schon in den 70er Jahren gegeben, aber ausgelatschte Birkenstock-Sandalen und unförmige Kratzpullis sind heute längst von der Bildfläche verschwunden. Öko-Klamotten sind stylish, folgen den aktuellen Design-Trends, sind bunt gefärbt und mit Applikationen versehen – jeder soll schließlich angesprochen werden. Und die wachsende Nachfrage (vor allem in Hollywood) zeigt, dass es zum guten Stil gehört, sich ökologisch korrekt zu kleiden. Aber biologisch angebaute Naturfasern – dann doch gefärbt? Und wer garantiert eigentlich angesichts der globalisierten Produktionsformen, welcher Zulieferer wirklich auf Kinderarbeit verzichtet und angemessene Löhne zahlt? Ein Bio-T-Shirt bei H&M für 9,90 € bestimmt nicht. Und wer als Verbraucher da nicht kritisch ist, will womöglich nur auf ziemlich günstige Weise sein schlechtes Gewissen beruhigen – aber wirklich „ethisch korrekt“ ist das nicht gerade.

Baumwolle  © BaLLoOon/ flickr

Was verbirgt sich also hinter dieser Öko-Mode? Es gibt bereits einige Textilsiegel, die man als Standard bezeichnen könnte. Das bekannteste ist der “Öko Tex Standard 100″. Dieser prüft jedoch nur die Qualität der Endprodukte, sagt also nichts über die Produktionsbedingungen aus und wird auch nicht von Greenpeace empfohlen. Ein anderes Siegel, das umweltschonende und sozialverträgliche Bedingungen prüft, ist “Naturtextil ‘Better’ und ‘Best’ “.

Die Kriterien zur Vergabe eines Siegels sind jedoch sehr uneinheitlich. Ein Siegel allein rechtfertigt noch lange kein 100prozentiges Vertrauen. Man sollte sich also lieber nicht darauf verlassen, dass die Hersteller und Anbieter immer das Interesse der Verbraucher im Auge haben, sondern in erster Linie die Umsatzzahlen ihres Unternehmens. Wer ganz sicher gehen will, dass es sich auch wirklich um Nachhaltigkeit und nicht um einen Modegag handelt, sollte sich einen Hersteller und seine Philosophie genau ansehen:


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Man mag hin und her überlegen, dem Bio-Boom skeptisch gegenüber stehen oder über Skandale in der Biobranche grübeln, aber eines steht fest: Zu ökologischen Lebensmitteln gibt es einfach keine Alternative. Und dies sind die Gründe dafür, warum das so ist:

Rapsfeld im Sommer©Dirk Schmidt/PIXELIO

  • Weil auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet wird, benötigen Öko-Bauern nur ein Drittel der Energie, die ein konventioneller Betrieb benötigt. So wird die Natur und das Klima geschützt.
  • Mehr Gemüse ist nicht nur für die Gesundheit gut, auch der Anbau von Gemüse verursacht längst nicht soviel Kohlenstoffdioxid-Ausstoß wie die Tierhaltung: Pro Kilo Rindfleisch werden 6,5 Kilo CO2 freigesetzt, für Obst nur ein halbes Kilo, pro Kilo Gemüse nur durchschnittlich 150 Gramm.
  • Der Import von Lebensmitteln per Flugzeug schadet dem Klima 80-mal mehr als per Schiff oder 300-mal mehr als die heimische Erzeugung. Gemüse und Obst, aber zum Beispiel auch Mineralwasser aus der Region lautet die Devise für nachhaltigen Konsum.
  • Frische Lebensmittel haben weniger schädlichen Einfluss auf das Klima als Tiefkühlkost – obwohl es die inzwischen auch in reichlicher Bio-Qualität gibt. Trotzdem: Sechs Kilogramm CO2 werden pro Kilo Tiefkühlmahlzeit verpulvert, dazu kommt die Energie, die für die Kühlgeräte im Supermarkt und zu Hause verschwendet wird.
  • Es gibt immer mehr Studien, die gesundheitliche Vorteile der Bio-Kost gegenüber konventionell erzeugten Lebensmitteln belegen. (Quelle: Ökotest 07/2007)

Biologisch angebaute Lebensmittel haben also nicht nur für den Einzelnen Vorteile. Die umweltgerechte Wirtschaftsweise und der die Natur achtende Anbau bringen ein enormes Plus für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Erde.

Kaninchen mit Möhre © jaimuima/ flickr

Also: auf Bio umsteigen! Dass Bio besser schmeckt und in Tests bevorzugt wird, davon wird man sich schnell überzeugen können. Sogar Kaninchen mümmeln lieber Bio-Möhren…


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Gemüsefeld

Kann man den wirklich noch von einem Bio-Produkt sprechen, wenn das Lebensmittel gentechnisch manipuliert wurde? Wohl kaum… Bio-Produkte zeichnen sich gerade dadurch aus, dass das Lebensmittel so natürlich wie möglich auf den Markt kommt. Auf Pestizide und chemisch hergestellte Düngemittel wird verzichtet und Tiere, welche für den Verzehr bestimmt sind, bekommen nur gesundes Futter.

Im Jahr 2009 ist es dann ganz legal, dass ein Anteil von 0,9 Prozent an gentechnisch veränderten Zusätzen in Bio-Produkten sein darf. Bleibt nur zu hoffen, dass für diese “Bio-Produkte” dann auch eine Deklarationspflicht besteht. Gentechnik und „Bio“ passen einfach nicht zusammen, denn es handelt sich bei der Genmanipulation immerhin um einen künstlichen Eingriff in die Natur. Die Gentechnik ist auch noch nicht genügend erforscht. Kein Wissenschaftler kann wirklich voraussagen, welche Folgen der Verzehr von genmanipulierten Lebensmitteln mit sich bringt. Genmanipulierte Pflanzen bergen auch ein Risiko für natürliche Pflanzen. Durch Wind werden Samen weiter getragen und unbemerkt findet eine Kreuzung mit natürlichen Pflanzen statt. Verbraucher sind der Meinung ein natürliches Lebensmittel zu erwerben, und erhalten unwissentlich ein genmanipuliertes Gemüse.

In Deutschland und Österreich sind die meisten Menschen gegen genmanipulierte Lebensmittel. Sie haben auch Angst, dass genmanipulierte Lebensmittel durch irgendwelche gesetzlichen Hintertürchen an der Deklarationspflicht vorbeikommen. Um sich gegen genmanipulierte Lebensmittel zu wehren, hilft nur eins: Wenn niemand mehr Produkte kauft, die als gentechnisch behandelt deklariert sind, werden sie ganz schnell wieder aus den Märkten verschwinden!


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Obwohl das Wachstum auf dem Biomarkt nicht anhält, lassen sich doch neue Trends in den Ess- und Konsumgewohnheiten so mancher Kunden ablesen: Das, was wirklich “bio” ist, stammt vom Bauern nebenan.

Regionale Produkte werden immer beliebter. Ob Obst, Gemüse oder Fleisch: sogar Spitzen-Köche lassen sich schon lange von ausgesuchten Bauernhöfen ihres Vertrauens beliefern und setzen traditionelle und urwüchsige Speisen auf ihre Karte. Und dies nicht nur, aufgeschreckt von diversen Lebensmittelskandalen, die auch die nachhaltige Produktion betreffen. Nein, man sehnt sich quasi nach der Rückkehr zu defigen Eintöpfen und Hausmacherwurst à la Großmutter. Und ganz nebenbei Tomaten, die erst aus Spanien angeflogen werden müssen, können ja auch nicht mehr ganz bio sein.

Regionaler MarktDas, was Kunden wünschen, ist nicht mehr nur der ökologische Anbau, sondern auch die Direktvermarktung der Produkte. Nicht klimaschädigend, sondern mit kurzen Transportwegen – das sind die Vorteile des Biobauerns aus der Region.

Dies haben auch schon die Supermarktketten erkannt und wollen gebührend darauf reagieren. Edeka z.B. möchte jetzt mit lokalen Erzeugern zusammenarbeiten und unter der Marke “Unsere Heimat – echt & gut” ein Produktsegment anbieten, das nur Produkte aus regionaler Herstellung beinhaltet. Sogar mit mehr Qualität und Garantie als die mit dem herkömmlichen Bio-Siegel ausgestatteten Produkte. Das kostet natürlich dem Verbraucher dementsprechend auch mehr Geld. Und auch ein weiteres Problem stellt sich den Ketten, wenn die Nachfrage nach regionalen Produkten weiter anhält: Die großen Mengen können kleine Bauernhöfe, die umweltgerecht produzieren, auf lange Sicht natürlich nicht liefern – sonst hätten wir schließlich nie Probleme mit unseren Ernährungsgewohnheiten und der Lebensmittelherstellung gehabt: Erst die Entwicklung hin zur Massenware bringt die schlechtere Qualität und den Rückgriff auf industrielle Produktionmaßnahmen mit sich.

Inhalt einer Biokiste

Was also tun? Lassen wir die Supermärkte doch einfach mal außen vor – und bestellen direkt beim Hof nebenan oder vor den Stadttoren. Immer beliebter wird die sogenannte “Biokiste”. Einmal pro Woche stellt der Bauernhof der Wahl eine Kiste mit saisonalem Obst und Gemüse aus seinem Anbau zusammen und liefert sie direkt nach Hause. So entfällt lästiges Einkaufen und mühseliges Auswählen, es ist immer frisches Obst und Gemüse im Kühlschrank und – die Biokiste lädt ein, gesund zu kochen. Einfach einen Bauernhof in der Nähe suchen und ausprobieren!


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