Spargelbauern wissen: am besten gedeiht das Gewächs bei 20 Grad. Doch wo bis vor Kurzem die Temperatur noch aufwendig mit dem Thermometer direkt am Feld gemessen werden musste, kann eine App nun Abhilfe schaffen. Hier erfahren Sie mehr über den Bio-Spargel-Anbau der Zukunft.

Digitalisierung auf dem Ackerland

20 Zentimeter Tiefe und eine Temperatur von 20 bis 22 Grad. Unter diesen Bedingungen fühlt sich Bio-Spargel am wohlsten. Größere Temperaturunterschiede können das Wachstum des Spargels jedoch ungewollt beeinflussen. Ist es zu kalt, wächst der Spargel zu langsam. Ist es ihm hingegen zu warm, kann das zu Qualitätseinbußen führen.

Zurzeit wird die Temperaturregulierung vielfach noch über den Einsatz von Schwarz-Weiß-Folien gelöst, die über die Spargelreihen gespannt werden. Während die weiße Seite der Folien Sonnenlicht reflektiert und den Spargel kühl hält, speichert die schwarze Seite das Sonnenlicht und hält ihn warm. Einziges Problem bei dieser Methode: Um zu wissen, ob der Spargel die richtige Temperatur hat, mussten Spargel-Bauern bisher mit einem Thermometer aufs Feld und die Temperatur messen. Viele Landwirte vertrauen auch weiterhin auf den Wetterbericht oder ihrem Bauchgefühl, wenn es um die Kontrolle ihrer Spargel-Felder geht. Der Digitalisierung sei Dank, können sich Spargel-Bauern diesen Schritt jedoch bald sparen.

Spargel-App sendet Daten auf Smartphone

Hilfe naht da in Form von funkenden Temperatursensoren und einer Spargel-App, die die Temperatur auf dem Spargelfeld auf dem Handy anzeigt. Da macht Landwirtschaften beinahe so viel Spaß, wie eine Runde Casino-Gaming auf dem Casumo Handy. Für die Messung der Temperatur sorgen Sensoren, die in den Spargelreihen platziert werden. Die ermittelten Daten des Spargel-Sensors gelangen dann auf das Smartphone des Landwirts, der nun weitere Arbeitsschritte in die Wege leitet.

Folienwenden weiterhin nötig

So hilfreich die App ist, auf das Folienwenden können die Spargel-Bauern nicht verzichten. Weiterhin müssen der Landwirt und seine Helfer die Folien wenden. Doch durch die Daten, die kontinuierlich an das Smartphone gesendet werden, können Landwirte nicht nur besser voraussagen, wann der erste Spargel bereit zur Ernte ist, auch der Arbeitseinsatz der Spargel-Helfer kann so besser geplant werden.

Drohnen und Roboter erleichtern schon jetzt die Ernte

Der Spargel-Sensor zeigt: Landwirte müssen zukünftig technisch aufrüsten, wenn sie auf dem Markt bestehen wollen. Viele von ihnen pflanzen Spargel bereits mit GPS-Hilfe ein oder überwachen die Eigenschaften des Gewächses mit Drohnen aus der Luft. Auch Bosch hat den Trend bereits erkannt. Vom deutschen Unternehmen entwickelte Roboter könnten also bald Bodenproben nehmen und lästiges Unkraut vernichten. Man darf also auch weiterhin gespannt sein, welche technischen Neuerungen uns in Zukunft das Arbeitsleben der Landwirte erleichtern.

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Foto: Pixabay, 3372304, distel2610

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