Bio Schulverpflegung hält langsam aber sicher Einzug in die Schulkantinen und Mensen. Vorreiter in dieser Entwicklung ist nach Italien die Bundeshauptstadt Berlin.
Bio Schulverpflegung
Immer mehr Schüler besuchen Ganztagsschulen oder nehmen am Nachmittagsunterricht teil. Durch die Verkürzung des Abiturs auf 12 Jahre,sind die Stundenpläne umfangreicher. Um aber optimal auf den langen Schultag mit Nährstoffen versorgt zu sein, ist eine vollwertige Ernährung wichtig. Viele Mensen und Schulkantinen bieten deswegen Mahlzeiten und Gerichte in Bio-Qualität an. Diese Versorgung durch die Schule ist aber auch für die allgemeine Ernährung der Kinder wichtig, da viele eine gesunde Kost von zu Hause gar nicht kennen. Fertigpizza und Nudelgerichte liefern zwar vor allem leere Kohlenhydrate und Kalorien, halten außerdem auch lange satt, machen aber eben auch dick. Gerade zu Zeiten von Hartz4 und ansteigender Kinderarmut, können sich jedoch viele Eltern frisches Obst und Gemüse in Bio-Qualität gar nicht leisten. weiterlesen »
Bio Soja ist ein besonders guter pflanzlicher Eiweißlieferant und stellt eine wertvolle Alternative zu Fleisch da. Die in Soja enthaltenen Isoflavine stehen außerdem im Ruf das Risiko für Herz- und Tumorerkrankungen zu senken.
Die Sojabohne wird vor allem als Futterpflanze für die Tiermast angebaut, in jüngster Zeit findet sie aber auch in Form von Tofu, Sojamilch, Miso oder Tempeh Einzug in die menschliche Ernährung. Da die Hülsenfrucht reich an Eiweiß ist, stellt sie eine gute Alternative zu Fleisch da und wird deswegen vor allem in der vegetarischen und veganen Küche verwendet, aber auch für eine cholesterinarme Ernährung, z.B. bei koronaren Herzerkrankungen, ist Soja geeignet.
Auf dem Biomarkt kommt Soja meist in vegetarischen Fertiggerichten wie Sojabratlingen- und Burgern, Tofuwürsten, Käseersatz, aber auch in süßen Desserts vor. Sojamehl aus dem Bio-Laden oder Reformhaus lässt sich außerdem sehr gut als veganer Ei-Ersatz zum Binden von Kuchenteig oder beim Panieren von Speisen einsetzen.

Nach Angaben von Frankfurter Wissenschaftlern ist Mineralwasser aus der PET-Flasche offenbar häufig mit Umwelthormonen belastet.
Bei 12 von 20 getesten Marken sei eine starke Belastung mit Hormonen festgestellt worden, teilten Wissenschaftler vom Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Frankfurter Universität. Trinkwasser aus der Leitung, das als Vergleich getestet wurde, hätte deutlich weniger Belastungen aufgewiesen. Das heiße jetzt nicht, dass Mineralwasser aus PET-Flaschen eine Gefahr für die Gesundheit darstelle, es belege nur erstmals, wie verbreitet Umwelthormone mittlerweile seien, so die Forscher.
Durch Versuche sei nun auch nachgewiesen, dass ein Teil der Hormone unmittelbar aus der Kunststoff-Flasche stammen würden. Die Wissenschaftler haben dabei Mineralwasser, das aus Plastik- und Glasflaschen stammte, miteinander vergleichen und untersucht. Dabei kam heraus, dass das Wasser aus PET-Flaschen doppelt so hoch mit Östrogenen belastet war. Ursache könnten u.a. die in PET-Flaschen verwendeten Weichmacher sein.
Mittels eines genetisch veränderten Hefestamms ist die Östrogenaktivität des Mineralwassers untersucht worden. Bei solchen Untersuchungen kann man die Bindung von im Wasser enthaltenen Hormonen an den Östrogenrezeptor des Menschen messen und darauf basierend dann Aussagen über die Belastung des Wassers treffen.
Im Schnitt liegt die Belastung bei 18 Nanogramm (Milliardstel Gramm) sogenannter Östradiol-Äquivalente pro Liter.
Das ist zwar immernoch gering, aber Hormone sind schon in geringen Dosen wirksam. Um was für Substanzen es sich nun genau handelt, wird derzeit noch erforscht.
Obwohl der Bio-Trend ungebrochen anhält, gibt es immer noch viele Verbraucher, die nicht ganz so genau wissen, warum Bio-Lebensmittel gesünder sein sollen als konventionelle Lebensmittel.
Wer behauptet, Bio-Lebensmittel hätten keinen nachweislichen Vorteil gegenüber konventionell erzeugten Lebensmitteln, der irrt sich gewaltig.
Fakt ist:
- Bio-Lebensmittel enthalten ebenso viel oder sogar mehr Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wie Lebensmittel aus herkömmlichen Anbau
- Bio-Lebensmittel enthalten deutlich weniger wertmindernde Stoffe wie Pestizidspuren oder Nitrat
- Bio-Lebensmittel haben eine höhere Nährstoffdichte
- Bio-Lebensmittel haben ein geringeres Allergiepotential
- ökologische Landwirtschaft ist deutlich umweltfreundlicher und tiergerechter als konventionelle Landwirtschaft
Bio-Produkte boomen in Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt hat auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst das vierte Bio-Hotel im Urlaubsland eröffnet.

Die Borner Pension “Walfischhaus” darf sich ab sofort Bio-Hotel nennen.
Damit ist es das erste Haus dieser Art in der Urlaubsregion Fischland-Darß-Zingst.
Das ehemalige Kapitänshaus ist eines von vier Häusern in Mecklenburg-Vorpommern, die ihren Gästen ausschließlich Bio-Lebensmittel anbieten. Regional, saisonal und frisch kommen hier die Bio-Lebensmittel, angefangen beim frischen Fisch aus dem Bodden bis zum saftigen Rindfleisch vom Darß, auf den Tisch.
Die Zimmers ind von der schwedischen Designerin Gudrun Sjödén inspiriert und gemütlich eingerichtet. Besonders die vielen Blumen und Ornamente zaubern eine ideale Wohlfühl-Atmosphäre, wie man sie sich im Urlaub wünscht. Die fünf Doppelzimmer sind sehr geräumig und haben ein Bad mit Dusche und WC, eine gemütliche Couchecke, Fernseher und ein Radio mit CD-Spieler. Vier von den Doppelzimmern verfügen je nach Lage über eine Terrasse oder einen Balkon mit Blick auf den Borner Hafen. Das angrenzende Restaurant verwöhnt mit einer bodenständigen, aber kreativen Bio-Küche, frischen und meist regionalen Zutaten und bietet so Genuß im Einklang mit der Natur.
Den Namen erhielt die Pension durch zwei Walfisch-Backenknochen, die der einstige Besitzer, Kapitän Otto Busch, von seinen Reisen auf die Fidschi-Inseln mitbrachte. Diese standen bis Mitte der 1920er Jahre als Torbogen vor dem Wohnhaus.
Morgen startet in Gießen die bundesweit erste Bio-Brotbox-Aktion des neuen Schuljahres. In der mittelhessischen Stadt erhalten 675 Erstklässler zur Einschulung eine wiederverwendbare Brotdose mit Frühstückszutaten in Bio-Qualität.
Dieses Jahr werden mehr als 185.000 ABC-Schützen in 14 von 16 Bundesländern mit einer Bio-Brotbox ihre Schullaufbahn starten.
25 meist ehrenamtlich tätige Gruppen organisieren die Aktionen, die in ganz unterschiedlichem Umfang in Dörfern, Städten, Landkreisen, Regionen oder flächendeckend in ganzen Bundesländern stattfinden.
Die Inhalte der Bio-Brotbox unterscheiden sich von Initiative zu Initiative. weiterlesen »
Allergische Erkrankungen und Pseudoallergien nehmen seit Jahren stetig zu.
Inzwischen ist jeder Zweite von mindestens einer Allergie betroffen, Tendenz steigend!
Dabei sind besonders Nahrungsmittelallergien auf dem Vormarsch. Die Symptome sind so unterschiedlich wie die Menschen. Einer hat Durchfall, andere bekommen Ausschlag oder einen Blähbauch. Nicht immer handelt es sich dann um eine echte Allergie, doch ob Allergie oder “nur” Unverträglichkeit spielt für den Betroffenen dann kaum eine Rolle: Ihm geht es schlecht.
Macht es da für den Allergiker einen Unterschied, ob Lebensmittel ökologisch oder konventionell angebaut wird? Eine spannende Frage, der das Bundesinstitut für Risikobewertung in einem Projekt nachgegangen ist. Dabei wurde untersucht, ob die Art des Anbaus irgendeine Auswirkung auf das allergische Potential verschiedener Obst- und Gemüsesorten hat.
Ergebnis: Die Art des Anbaus spielt keine Rolle! Einzig und allein die Sorte und das Anbaujahr sind entscheidend.
Leider leider reicht es also als Allergiker nicht aus, auf Lebensmittel aus biologischem Anbau zurück zu greifen. Gesünder ist es dennoch alle mal, auch wenn es sich kaum auf die Allergie auswirkt.
Auch Süßigkeiten können weniger süß sein und Bio-Normen entsprechen. Die Grabower Süßwaren GmbH produziert erfolgreich Bio-Schaumküsse.
Neben den beliebten “Grabower Küsschen” exportiert der ostdeutsche Betrieb nun auch weltweit seine Bio-Dinkel-Kekse.
Vor drei Jahren entstand die Idee, einen Bio-Kuss für den Naturkostmarkt herzustellen.
Zur Zeit arbeiten in der Grabower Unternehmensgruppe 700 Vollzeitkräfte an vier Standorten in Mecklenburg, Thüringen, Bayern und Sachsen.
Im mecklenburgischen Grabow werden täglich 6,5 Millionen Schaumküsse hergestellt, zuckerfreie und Bio-Küsse mitgezählt.
Letztere kommen ohne gehärtete Fette im Schokoladenüberzug und dem Waffelboden aus. weiterlesen »
Es gibt Fleischfresser und Vegetarier. Und dann gibt es noch eine etwas kleinere Clique, die sich dem strikten Gebot unterworfen hat, jegliche Tierprodukte zu meiden.
Veganer essen kein Fleisch, keinen Fisch, keine Eier und keinerlei tierische Produkte. Auch in anderen Bereichen des Lebens achten Veganer mehr oder weniger strikt darauf, durch ihr Konsumverhalten nicht für den Tod von Tieren verantwortlich zu sein.
Das fängt wie gesagt beim Essen an. Veganer lehnen jegliche Form von Verzehr tierischer Produkte strikt ab. Dabei geht es nicht nur um direktes “totes Tier” wie Steak oder Muscheln. Auch tierische Erzeugnisse wie ein Ei, Milch oder Honig sind für Veganer tabu.
Mit dem gängigen Vorurteil gegenüber jeder Form von Vegetarismus müssen natürlich auch die Veganer kämpfen: So heißt es, den Menschen fehle das Eiweiß aus dem Fleisch und die für Stoffwechsel und Kreislauf wichtige Fettsäuren aus dem Verzicht von tierischen Fetten. Das ist natürlich Quatsch, für fast alle carnivoren Arten, sich Proteine zu verschaffen, gibt es vegetarische Ausweichmöglichkeiten. Zusätzlich wird der Eiweißbedarf des Menschen oft überschätzt.
Wirklich strikte Veganer gehen den Weg der Vermeidung konsequent weiter: So wird auch bei Kleidung darauf geachtet, kein Prozent Wolle oder Leder verarbeitet zu wissen. Mit Baumwolle oder Synthetikfasern bieten sich ja auch genug Ausweichmöglichkeiten an!
Tierversuche sind ein weiteres wichtiges Thema für Veganer. Durch Tierversuche zustandegekommene Produkte wie bestimmte Hautcremes oder z.B. Haarspray sind im strikt veganischen Kontext unakzeptabel.
Die Gründe für Veganismus sind meistens ethisch motiviert. Es geht darum, dass der Mensch durch sein Herrschaftsverhältnis über das Tier sich Rechte herausnimmt, die nicht unbedingt notwendig für sein Überleben sind, sondern aufgrund der menschlichen Bequemlichkeit den Tieren Leid zufügen. Das Argument, dass Tiere extra gezüchtet werden, um beispielsweise geschlachtet zu werden und sie ohne den Menschen gar nicht existieren würden ist für einen Veganer nichtig – schließlich ist es keine Entschuldigung für den Vorwurf, man würde Mord an Tieren begehen.
Die Veganische und die Bio-Bewegung überschneiden sich an vielen Punkten, auch wenn Veganismus sicherlich die extremere Auslegung eines ähnlichen Grundgedankens ist.
Ob am Seeufer, an der vielbefahrenen Bundesstrasse oder im Hinterhof: Die Brennnessel ist hart im Nehmen und wächst fast überall.
Dabei gab es Zeiten, in denen man sie kaum finden konnte. Nicht, weil sie nicht wuchs, sondern weil sie ständig abgeerntet wurde. Zu dieser Zeit wussten die Menschen eben noch, was für eine Wunderpflanze die Brennnessel ist!
Brennnesseln sind krautartige Pflanzen, die manchmal büschelweise wie Sträucher wachsen. Sie erreichen, je nach Standort, Wuchshöhen von 10 bis 150 Zentimetern und ihre Stängel sind unverzweigt und mit Brenn- sowie Borstenhaaren besetzt.
Wer von uns hat noch nie Bekanntschaft gemacht mit der Brennnessel? Erst brennt es, dann juckt es und irgendwer tröstet einen sicher mit den Worten “Macht nichts, dafür bekommst du später kein Rheuma”. Später bekommt man Quaddeln, die einem noch ein paar Tage lang Freude bereiten und die auch als “Nesselsucht” bekannt sind. Zu verdanken haben wir das den schon erwähnten Brennhaaren. Diese Brennhaare hat die Pflanze als Schutzmechanismus am Stängel entwickelt.
Es sind lange Röhren, deren Wände im oberen Teil durch eingelagerte Kieselsäure hart und spröde wie Glas sind.Brennnesseln lassen sich gefahrlos anfassen, indem man sie von unten nach oben überstreicht. Andernfalls kann das Köpfchen schon bei einer leichten Berührung abbrechen und hinterlässt eine schräge, scharfe Bruchstelle, gleich der einer medizinischen Spritzenkanüle. Bei Kontakt sticht das Härchen in die Haut des “Opfers”, und sein ameisensäurehaltiger Inhalt („Methansäure“) fließt in die Wunde und verursacht brennenden Schmerz und oft auch Entzündungen.
Andere Wirkstoffe, die die Brennnessel enthält, sind zum Beispiel Serotonin (das Zeug, dass in unserer Hirnchemie entscheidend ist für gute oder schlechte Stimmung), Histamin (also das, worauf wir allergisch reagieren können – deswegen heißen Anti-Allergika auch Anti-Histamine), Acetylcholin (ein Neurotransmitter, der z.B. der Informationsübermittlung zwischen Nerv und Muskel dient) und Natriumformiat (das Salz der Ameisensäure).
Wenn man sich also mal diese Wirkstoffe anschaut, dämmert es wohl jedem, dass die Brennnessel sicherlich so einiges kann. Ganz nebenbei enthält die junge Brennnessel auch ne Menge Vitamine und ist als Salat, Suppe oder Tee nicht zu verachten! Die Brennhaare werden dabei entweder durch Kochen oder durch die Vermischung mit einer Sauce vernichtet, also keine Sorge, die Zunge leidet nicht
Die mehrjährige Große Brennnessel (Urtica dioica) ist eines der ältesten Heilkräuter mit einem breiten Wirkungsspektrum und gilt heute längst nicht mehr nur als Unkraut, sondern auch unter Wissenschaftlern wieder als eine „Königin unter den Heilpflanzen“.
Die Caffeoyl-Chinasäuren, die in der Brennnessel enthalten sind, wirken schmerzlindernd, adstringierend und entzündungshemmend, was die Medizin vor allem zur Linderung von Arthroseschmerzen und Gelenkrheumatismus nutzt; außerdem werden Brennnesseln therapeutisch eingesetzt bei Erkrankungen der Atmungsorgane und Magen-Darm-Katarrh mit Kolikschmerzen.
Für die harntreibende Wirkung sind vor allem die Kaliumsalze verantwortlich. Besonders die Wurzel gilt als wichtiges Mittel bei Prostatabeschwerden, da sie die Prostata entstaut, wodurch das Urinieren leichter fällt. Auch andere Erkrankungen der Harnorgane werden mit Brennnesselpräparaten behandelt. Bei Blutarmut soll die kurmäßige Einnahme von Brennnesselsaft helfen.
Daneben setzt die Volksmedizin die Brennnessel zur Anregung des Milchflusses bei Stillenden, bei Haarausfall, Hautausschlägen, Allergien, Osteoporose und Wechseljahrsbeschwerden sowie bei Blutarmut und Erschöpfung ein. In Milch gekochte Wurzeln werden gegen Ruhr und Durchfall empfohlen. Früher kam die Brennnessel auch zur Bekämpfung und Vorbeugung von Skorbut zum Einsatz.
Noch im Zweiten Weltkrieg sollen Brennnesseln zum Verbinden infizierter Wunden verwendet worden sein, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.
Die Heilpflanze wird in Form von Kapseln, Dragées, Presssäften und Tees angeboten. Gesammelt wird das ganze Kraut (Herb. Urticae).
Ist doch unglaublich, oder? Und an so einer tollen Pflanze laufen wir tagtäglich vorbei und würdigen sie kaum eines Blickes. Dabei würde sie uns einiges an Krankheiten und vor allem Geld sparen, wenn wir sie mal ein wenig mehr beachten würden
Also, falls ihr in eurem Garten Brennnesseln entdeckt, dann lasst sie doch einfach mal stehen und probiert euch durch die selbstgemachte Brennnessel-Kosmetik oder die Rezepte! – Mehr bio geht kaum noch.