Bitte diesen Haarfestiger wirklich nur bei dunklem Haar anwenden!
Zutaten:
- 1 EL Brennnessel-Blätter
- 1/4l Wasser
- 1/2 TL Bienenhonig (bitte nur REINEN Bienenhonig verwenden)
Die Brennnessel-Blätter (frisch oder getrocknet) in eine Schüssel geben und mit kochend heißem Wasser übergießen. Bedeckt etwa 15min ziehen lassen. Anschließend den Brennnessel-Tee abseihen und den Bienenhonig darin auflösen.
Das Haar nach jeder Wäsche mit dem frisch zubereiteten Haarfestiger spülen, wenn ihr an glanzlosem und/ oder fettigem Haar leidet. Der Bienenhonig wirkt sanft festigend (und keinesfalls klebrig!) und die Wirkstoffe der Brennnesseln verhelfen zu glänzendem Haar und einer gesunden Kopfhaut.
Wer schöne Haare haben möchte, braucht zuallererst eine gesunde Kopfhaut- wie soll sonst daraus etwas gesundes, schönes wachsen können?
Für alle, die eine günstige, gesunde und absolut biologische Haarspülung suchen, habe ich hier das richtige Rezept. Einfacher gehts nun wirklich nicht!
Zutaten:
- 2 Handvoll frische oder getrocknete Brennnessel-Blätter
- 1/2l Wasser
- 1/4l Obstessig
Die Zutaten reichen, je nach Haarlänge, für mehrere Anwendungen.
Zunächst muss das Wasser zum Kochen gebracht werden.
Die Brennnesselblätter in eine Schüssel (idealerweise aus Porzellan) geben, mit dem kochenden Wasser übergießen und etwa drei Stunden lang bedeckt durchziehen lassen.
Danach alles durch ein Sieb geben (gut ausdrücken!!) und den Obstessig mit dem Brennnesselaufguß vermischen. In eine Flasche abfüllen und verschlossen aufbewahren.
Diese Haarspülung wird nach der regulären Haarwäsche angewendet und verleiht dem Haar einen wunderschönen Glanz. Wichtig dabei ist, dass die Spülung gut in Haar und Kopfhaut einmassiert wird! Dabei schlägt man nämlich zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Haare werden glänzend und gut frisierbar und die Kopfhaut (und damit der Haarboden) bekommen die heilenden Substanzen zu spüren und werden angeregt.
Neben dem Kopfwasser kann man das Grundrezept auch so anreichern, dass speziell Schuppen behandelt werden.
Zutaten:
- 50g Brennnessel-Tinktur
- 20g Klettenwurzel-Tinktur (selbst ansetzen oder aus der Apotheke)
- 20g Calendula-Tinktur
- 20 Tropfen Rosmarin-Öl
- 100g Hamameliswasser
Die Tinkturen miteinander vermischen und das Rosmarin darin auflösen. Mit dem Hamameliswasser aufgießen und abschließend in eine dunkle Flasche abfüllen.
Das würzig duftende Haarwasser eignet sich ideal zur täglichen Behandlung der Kopfhaut und damit des Haarbodens. Es belebt, durchblutet und klärt die Kopfhaut, ohne sie dabei zu entfetten. Die heilenden Substanzen wirken dabei der Bildung von Schuppen entgegen. Als Anti-Schuppenkur sollte man das Haarwasser daher regelmäßig, mindestens einmal am Tag, anwenden.
Bei Schuppen, fettiger Kopfhaut, Haarausfall, Entzündungen auf der Kopfhaut und dergleichen gibt es wenig, was unserer Kopfhaut besser bekommt, als ein Haarwasser aus Brennnesseln.
Zutaten:
- 40g Brennnessel-Tinktur
- 1/2 Teelöffel Arnika-Tinktur (gibt es in der Apotheke, kann aber auch selbst angesetzt werden)
- 60g Hamameliswasser
Alle Zutaten werden in eine Flasche mit Spritzverschluss gefüllt und dann gut durchgeschüttelt.
Die Kopfhaut sollte so oft wie möglich mit dem würzig duftenden Kopfwasser einmassiert werden. Es wirkt sanft desinfizierend, durchblutungssteigernd und klärend und regt zudem das Haarwachstum an.
Die Tinktur von Brennnesseln kann man auch fertig in der Apotheke kaufen, aber 1. kostet dies Geld und 2. kann man natürlich nie sicher sein, ob auch wirklich alles “bio” ist. Wer sparen will und auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Tinktur auch selbst ansetzen. Man verwendet sie vor allem als Bestandteil von Haarwasser oder Shampoo.
Zutaten:
- 3g frische Brennnesselblätter
- 100g Alkohol 70% (gibt es z.B. in der Apotheke oder der Drogerie)
Zubereitung:
Die frisch gezupften Brennnesselblätter in ein dunkles (Apotheker)Glas mit breiter Öffnung geben und mit Alkohol übergießen. Falls die Blätter recht groß sind, sollten sie vorher kleiner geschnitten werden. Das Glas bzw. die Flasche verschließen und an die Sonne oder einen warmen Platz im Haus stellen. Ab und zu gut durchschütteln!
Nun braucht es etwas Geduld, denn die Tinktur braucht ganze vier Wochen, um anständig durch zu ziehen.
Nach vier Wochen die fertige Tinktur abseihen (also durch ein Sieb gießen
).
Ob am Seeufer, an der vielbefahrenen Bundesstrasse oder im Hinterhof: Die Brennnessel ist hart im Nehmen und wächst fast überall.
Dabei gab es Zeiten, in denen man sie kaum finden konnte. Nicht, weil sie nicht wuchs, sondern weil sie ständig abgeerntet wurde. Zu dieser Zeit wussten die Menschen eben noch, was für eine Wunderpflanze die Brennnessel ist!
Brennnesseln sind krautartige Pflanzen, die manchmal büschelweise wie Sträucher wachsen. Sie erreichen, je nach Standort, Wuchshöhen von 10 bis 150 Zentimetern und ihre Stängel sind unverzweigt und mit Brenn- sowie Borstenhaaren besetzt.
Wer von uns hat noch nie Bekanntschaft gemacht mit der Brennnessel? Erst brennt es, dann juckt es und irgendwer tröstet einen sicher mit den Worten “Macht nichts, dafür bekommst du später kein Rheuma”. Später bekommt man Quaddeln, die einem noch ein paar Tage lang Freude bereiten und die auch als “Nesselsucht” bekannt sind. Zu verdanken haben wir das den schon erwähnten Brennhaaren. Diese Brennhaare hat die Pflanze als Schutzmechanismus am Stängel entwickelt.
Es sind lange Röhren, deren Wände im oberen Teil durch eingelagerte Kieselsäure hart und spröde wie Glas sind.Brennnesseln lassen sich gefahrlos anfassen, indem man sie von unten nach oben überstreicht. Andernfalls kann das Köpfchen schon bei einer leichten Berührung abbrechen und hinterlässt eine schräge, scharfe Bruchstelle, gleich der einer medizinischen Spritzenkanüle. Bei Kontakt sticht das Härchen in die Haut des “Opfers”, und sein ameisensäurehaltiger Inhalt („Methansäure“) fließt in die Wunde und verursacht brennenden Schmerz und oft auch Entzündungen.
Andere Wirkstoffe, die die Brennnessel enthält, sind zum Beispiel Serotonin (das Zeug, dass in unserer Hirnchemie entscheidend ist für gute oder schlechte Stimmung), Histamin (also das, worauf wir allergisch reagieren können - deswegen heißen Anti-Allergika auch Anti-Histamine), Acetylcholin (ein Neurotransmitter, der z.B. der Informationsübermittlung zwischen Nerv und Muskel dient) und Natriumformiat (das Salz der Ameisensäure).
Wenn man sich also mal diese Wirkstoffe anschaut, dämmert es wohl jedem, dass die Brennnessel sicherlich so einiges kann. Ganz nebenbei enthält die junge Brennnessel auch ne Menge Vitamine und ist als Salat, Suppe oder Tee nicht zu verachten! Die Brennhaare werden dabei entweder durch Kochen oder durch die Vermischung mit einer Sauce vernichtet, also keine Sorge, die Zunge leidet nicht
Die mehrjährige Große Brennnessel (Urtica dioica) ist eines der ältesten Heilkräuter mit einem breiten Wirkungsspektrum und gilt heute längst nicht mehr nur als Unkraut, sondern auch unter Wissenschaftlern wieder als eine „Königin unter den Heilpflanzen“.
Die Caffeoyl-Chinasäuren, die in der Brennnessel enthalten sind, wirken schmerzlindernd, adstringierend und entzündungshemmend, was die Medizin vor allem zur Linderung von Arthroseschmerzen und Gelenkrheumatismus nutzt; außerdem werden Brennnesseln therapeutisch eingesetzt bei Erkrankungen der Atmungsorgane und Magen-Darm-Katarrh mit Kolikschmerzen.
Für die harntreibende Wirkung sind vor allem die Kaliumsalze verantwortlich. Besonders die Wurzel gilt als wichtiges Mittel bei Prostatabeschwerden, da sie die Prostata entstaut, wodurch das Urinieren leichter fällt. Auch andere Erkrankungen der Harnorgane werden mit Brennnesselpräparaten behandelt. Bei Blutarmut soll die kurmäßige Einnahme von Brennnesselsaft helfen.
Daneben setzt die Volksmedizin die Brennnessel zur Anregung des Milchflusses bei Stillenden, bei Haarausfall, Hautausschlägen, Allergien, Osteoporose und Wechseljahrsbeschwerden sowie bei Blutarmut und Erschöpfung ein. In Milch gekochte Wurzeln werden gegen Ruhr und Durchfall empfohlen. Früher kam die Brennnessel auch zur Bekämpfung und Vorbeugung von Skorbut zum Einsatz.
Noch im Zweiten Weltkrieg sollen Brennnesseln zum Verbinden infizierter Wunden verwendet worden sein, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.
Die Heilpflanze wird in Form von Kapseln, Dragées, Presssäften und Tees angeboten. Gesammelt wird das ganze Kraut (Herb. Urticae).
Ist doch unglaublich, oder? Und an so einer tollen Pflanze laufen wir tagtäglich vorbei und würdigen sie kaum eines Blickes. Dabei würde sie uns einiges an Krankheiten und vor allem Geld sparen, wenn wir sie mal ein wenig mehr beachten würden
Also, falls ihr in eurem Garten Brennnesseln entdeckt, dann lasst sie doch einfach mal stehen und probiert euch durch die selbstgemachte Brennnessel-Kosmetik oder die Rezepte! - Mehr bio geht kaum noch.