Im Umfeld des Flughafensees Tegel in Berlin findet man erstaunlich heile Natur und die jungen Wälder der Jungfernheide.
Insbesondere die Wälder bieten zahlreichen Vogel-, Amphibien- und Insektenarten eine Heimat und einen geschützten Lebensraum. So brüten im Vogelschutzreservat unter anderem die Rohrammer, die Rohrdommel und der Teichrohrsänger. Am Steilhang des Ufers befinden sich die Nistplätze von Eisvögeln und Uferschwalben und im Waldbereich sind zahlreiche Meisenarten beheimatet. Dem Menschen bietet das Gebiet rund um den Tegeler See eine Menge Erholung. Doch nicht nur das, hier gibt es auch die Möglichkeit, eine Menge über die Natur zu lernen.
So zum Beispiel im Freilandlabor Flughafensee, das zum NABU Berlin gehört. Seit 1986 gibt es diesen grünen Lernort, an dem Schüler und Besucher allerlei über die Natur und die Umwelt erfahren können. Hier treffen sich naturkundliche Arbeitsgemeinschaften und Projektarbeiten werden veranstaltet. Im Freilandlabor selbst kann geforscht werden. Bis zu 30 Teilnehmer können Wasserproben analysieren, Kleinstlebewesen mikroskopieren und Arten bestimmen.
Außerdem ist das Freilandlabor ein idealer Ausgangsort für Spaziergänge und Ausflüge in das Gebiet des Tegeler Sees.
Auskunft & Anmeldung:
Tel./Fax: (030) 4325155
E-Mail: flughafensee@nabu-berlin.de
Er gilt als “fliegender Edelstein” und ist wahrlich eine Schönheit: Der Eisvogel. Nun wurde er zum Vogel des Jahres 2009 gekürt.
Vermutlich hat der Eisvogel seinen Namen vom eisblauen Gefieder auf seinem Rücken. Andere Deutungen leiten den Namen vom althochdeutschen “eisan” für “schillernd” oder “glänzend” ab. Egal, welche Deutung nun stimmt, passen tun beide.
Bildhübsch ist der kleine plüschige Vogel- und leider bedroht.
Der Eisvogel ernährt sich von Insekten und bis zu 30 Gramm Kleinfisch täglich , den er in seinem Lebensraum problemlos vorfindet, denn Eisvögel leben am Gewässer. Dort gelten sie auch als Indikator für die Reinheit des Wassers, denn sie kommen nur dort vor, wo das Wasser sauber ist.
Der Eisvogel ist etwa so groß wie ein Spatz und brütet Ende März/ Anfang April in selbstgegrabenen Brutröhren an den Uferböschungen von Flüssen und Seen. Der Bestand in Deutschland wird auf 6000 bis 8000 Brutpaare geschätzt.
In Zeiten zunehmender Umwelt- und damit auch Wasserverschmutzung sind demnach die Lebensräume dieses kleinen hübschen Vogels mehr als bedroht.
Aus diesem Grund hat der NABU ihn auch zum Vogel des Jahres 2009 erklärt, um so auf den “Edelstein der Lüfte” und die Bedrohung seiner Art aufmerksam zu machen.
Mit 218 Kilometern Länge ist die Fulda der längste Fluß Hessens und bietet vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.
Auf 75 Kilometern Länge liegen schützenswerte Naturbereiche, die viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten beheimaten. Rund 2,5 Hektar fallen davon in den Besitz des NABU, etliche weitere Flächen gehören anderen Natur- und Umweltschutzverbänden.
Hier werden groß angelegte Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt. Gemeinde und Anlieger arbeiten dabei kooperativ mit dem NABU und seinen Partnern zusammen. Auslöser dafür war das Hochwasser 2003, das immense Schäden in Rotenburg und anderen Gemeinden an der Fulda verursachte und auch den größten Zweiflern vor Augen führte, wie wichtig der Schutz derartiger Naturräume ist. Die Renaturierung soll Lebensraum für den Biber schaffen und natürlich auch für eine Vielzahl anderer Arten.
Schon seit 1993 ist der NABU in den nassen Wiesen bei Meckbach in Osthessen aktiv. Hier sollen die Nasswiesen, Feuchtwiesen und auch die offenen Wiesen erhalten bleiben, die Lebensraum für Wiesenbrüter, Neuntöter und Limikolen sind. Mittlerweile sind schon Schwarzstorch und Graureiher als Nahrungsgäste, sowie Bekassine, Waldwasserläufer und Flussuferläufer als Zugvögel im Projektgebiet beobachtet worden. Auch Spießenten, Krick- und Knäkenten nutzen die Wasserflächen zur Rast.
Im brandenburgischen Westhavelland liegt Milow und das gleichnamige Besucherzentrum des NABU.
In einem wunderschönen historischen Gutshaus mit Blick auf das Ufer der Havel befindet sich das NABU Besucherzentrum Milow. Dort finden Gäste und Interessierte viele spannende Informationen rund um das brandenburgische Feuchtgebiet, in dem sie sich befinden.
Eine Ausstellung zeigt interaktiv Spannendes und Wissenswertes zum Naturschutzgebiet, den Vogelzügen und das Havelland. So können Besucher anhand eines Modells zum Beispiel sehen, was geschieht, wenn die Havel über die Ufer tritt.
Besonders viele Infos gibt es über die vielen verschiedenen Vogelarten, die in dem Feuchtgebiet heimisch sind, vor allem über die seltene Großtrappe.
Rund um Milow gibt es viele tolle Wanderwege und einige kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, sodass sich ein Ausflug ins Westhavelland in Brandenburg wirklich lohnt.
Und weil nach so einem Ausflug schnell mal der Magen knurrt, bietet das Restaurant “Zum Rittergut” deftige und leckere Mahlzeiten.
Weitere Infos unter: www.NABU-rathenow.de
Nur rund 40 Kilometer nördlich vom Bodensee liegt das Federseemoor, ein rund 30 Quadratkilometer großes Vogelreservat.
Das Gebiet um den Federsee besteht aus Moor, streu- und Feuchtwiesen, Röhrichten, Wasser und über 100 Jahre alte Moorwäldern und beherbergt aufgrund dieser immensen Vielfalt an Lebensräumen mehr als 256 Vogelarten, beispielsweise die Rohrweihe, den Wiesenpieper, die Kornweihe oder auch die Bartmeise. Auch viele botanische Raritäten wie Eiszeitpflanzen, filigranes Wollgras und mehr als zehn Orchideenarten sind hier zu finden.
Im NABU-Zentrum in Bad Buchau werden viele verschiedene Führungen durch das Naturschutzgebiet angeboten und es gibt auch ein archäologisches Federseemuseum. Aussichtstürme, Naturerlebnispfade und Holzstege machen das Moor aber auch für Besucher außerhalb der Führungen begeh- und erlebbar. So führt der rund 1,5 Kilometer lange Federseesteg durch den Schilfgürtel bis in den See hinein und auch in den nahe gelegenen Wackelwald, der seinem Namen alle Ehre macht und ein Naturtrampolin für neugierige Besucher bereit hält.
Infos zu den Öffnungszeiten des NABU-Zentrums, den Möglichkeiten rund um den Federsee und genaue Anfahrtsbeschreibungen gibt es unter:
www.NABU-federsee.de
Am westlichen Rand des Naturparks Spessart bei Aschaffenburg befindet sich der Naturerlebnisgarten Kleinostheim.
Die reizvolle Landschaft am Main wird auch liebevoll “Bayrisches Nizza” genannt.
In der Region kann man hervorragend wandern und dabei seltene Vogelarten wie den Eisvogel oder die Wasseramsel beobachten.
In direkter Nachbarschaft brütet der äußerst seltene Steinkauz und während des Vogelzugs auch Kraniche und Fischadler.
Auf über vier Hektar Fläche sind im Naturerlebnisgarten zahlreiche Lebensräume entstanden.
Die Mitarbeiter der Umweltstation bieten je nach Jahreszeit verschiedene Aktionen an: Im Frühling geht es auf die Blumenwiese, im Sommer zum Käschern ans Seeufer und im Herbst auf die Streuobstwiese.
Außerdem finden regelmäßig Bastelaktionen mit Naturmaterialien statt, Fledermausnächte, Vater-Kind-Wochenenden und naturkundliche Wanderungen. Das nahegelegende Besucherbergwerk “Wilhelmine” bietet sich auch als Ausflugsziel an.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.lbv-unterfranken.de
Die Schmale Heide liegt etwa sieben Kilometer nördlich von Binz und erstreckt sich etwa 2,5 Kilometer parallel zur Küste.
Dort gibt es ausgedehnte Geröllfelder, die fast ausschließlich aus Feuersteinen bestehen, die vor rund 4000 Jahren durch Sturmfluten angespült wurden.
Bereits 1935 wurden die Feuersteinfelder unter Naturschutz gestellt.
Eine zeitlang wurden Mufflons in der Gegend gehalten, die die Vegetation kurz hielten, heute wird das Gebiet jedoch nicht mehr beweidet.
Stattdessen befreien Ehrenamtliche vom NABU die Flächen vom Wildwuchs. Auf diese Weise soll langfristig der originale nährstoffarme Zustand der Geröllfelder wieder hergestellt werden.
Auf einem Wanderweg durch die Steinfelder kann man diese einzigartige Landschaft ausgiebig erkunden und die seltenen Pflanzengemeinschaften wie die Glockenheide, die Natternzunge, das Sumpfläusekraut, Sumpfglanzkraut und verschiedene Orchideen bewundern.
Und wer besonders aufmerksam und ruhig ist, sieht dann vielleicht auch eine Kreuzotter, einen Kammmolch oder einen Fischotter.
Ein perfekter Ort also für einen ausgedehnten Ausflug.
Weitere Infos gibt es unter www.NABU-Ruegen.de
An der Elbe bauen Biber gerne ihre Burgen und aus diesem Grund hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) am Großen Teich Torgau, südlich von Leipzig, einen Biberhof eingerichtet.
Auf dem Biberhof widmen sich seit der Eröffnung viele Projekte dem größten einheimischen Nagetier.
So gibt es Exkursionen ins Hinterland, wo die Tiere ihre Staudämme und Wohnburgen errichten und auch Vogelbeobachtungen werden angeboten, denn hier im Bibergebiet gibt es bis zu 200 Vogelarten und damit eine erstaunliche Artenvielfalt.
Im Winterhalbjahr rasten dort außerdem tausende Wildgänse.
Nistmöglichkeiten für Insekten und Vögel werden ebenso gezeigt wie alles, was mit dem Biber zu tun hat. Unterricht in freier Natur und Projekttage sind für Schulklassen möglich.
In der einer Ausstellung sind mehr als 150 Tierpräparate zu besichtigen und wer gar nicht genug bekommen kann, der kann sogar im Biberhof übernachten.
Der Biberhof Torgau hat Montags bis Freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet und am Wochenende nach Absprache. Weitere Informationen gibt es unter www.NABU-Sachsen.de und Telefon 03421- 90 27 03.